Massenschlägerei in Berlin wegen YouTube – Polizei-Chef: Es ging um Klicks und Abos

Zwei YouTuber haben über soziale Kanäle zu einem Treffen ihrer Fans in Berlin aufgerufen. Das eskalierte zu einer Massenschlägerei. Die Polizei macht den beiden Influencern nun Vorwürfe und ermahnt zum gewissenhaften Umgang mit Einfluss. Es könne nicht sein, dass die zündeln, um mehr Klicks und Abos zu generieren.

Wie kam es zu der Massenschlägerei? Die beiden YouTuber Bahar al amood (14.000 Abonnenten auf Youtube) und ThatsBekir (260.000 Abonnenten) haben seit einiger Zeit offenbar einen Streit oder „Beef.“ Beide versorgen ihre Community regelmäßig mit Videos.

In einem ihrer letzten Videos auf Youtube und sozialen Kanälen wie Instagram, haben sie zu einem Fan-Treffen in Berlin am Alexanderplatz aufgerufen:

  • das Treffen sollte am 21. März um 17 Uhr stattfinden
  • insgesamt erschienen mehr als 400 Fans bei dem Treffen
  • aus anfänglichen Gesprächen der beiden Parteien wurde jedoch bald ein Handgemenge
  • über 50 Leute beteiligten sich an der Massenschlägerei

Die Fans hatten laut Berliner Morgenpost dabei Pfefferspray dabei, das sie sogar gegen eintreffende Polizisten eingesetzt haben.

Die Schlägerei vom Alexanderplatz verlagerte sich später in den U-Bahnhof. Dort sollen sich etwa 20 Personen im Gleisbett weiter geprügelt und mit Steinen beworfen haben.

Wie ging die Schlägerei aus? Die Polizei hat eine Bilanz zu der Schlägerei veröffentlicht:

  • 9 Personen wurden vorübergehend festgenommen und es gab 13 Strafermittlungsverfahren
  • es wurden 100 Polizisten eingesetzt
  • drei Rettungswägen und ein Notarzt waren im Einsatz

Erst um 21:30 Uhr konnte die Polizei den Einsatz beenden. Ein angeblicher Manager von ThatsBekir schrieb kurz nach der Schlägerei, man solle die YouTuber nicht dafür verantwortlich machen. (via Morgenpost)

Das war der Grund für das Treffen: Beide YouTuber, die wohl auch der Rapper-Szene angehören, haben ihre Fans für ein Fan- oder Abonnenten-Treffen in Berlin zusammengetrommelt. Der Polizei-Landeschef Norbert Cioma sieht jedoch einen anderen Grund.

Laut Cioma sei das Treffen und die Eskalation gezielt herbeigeführt worden, um für beide Parteiel Klicks, Abonnenten und Follower zu generieren:

Wir sehen in der Rapperszene und zunehmend auch bei anderen Influencern, dass sie teilweise sehr fahrlässig mit ihrem Einfluss umgehen und es scheinbar Mode wird, ganz bewusst Pulverfässer aufzumachen, um mehr Follower, Abonnenten und Klicks zu generieren.

Cioma ermahnt dazu, dass der Einfluss der Leute nicht zu so etwas genutzt werden sollte. Es gäbe „Sinnvolleres als seinen Bekanntheitsgrad zu nutzen, jungen Gewaltbereiten eine geeignete Plattform in der Öffentlichkeit zu bieten“.

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Autor(in)
Quelle(n): Berliner Morgenpostbuffed
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