WoW: “Kennt Ihr einen guten Witz?” – MMORPG soll sozialer werden

World of Warcraft belohnt Spieler, die mit anderen interagieren. Soziale Aspekte sollen auch künftig stärker im Fokus stehen.

Die Kollegen von Gamespot hatten in den letzten Tagen die Gelegenheit, mit den Entwicklern von World of Warcraft ein ausgedehntes Interview zu führen. Dabei ging es vor allem um den Patch 7.1.5 und die Absichten, welche die Entwickler mit den „kleinen“ Patches verfolgen.

WOW Kampfgilde Hozen

Der Fokus der kleinen Patches sei es, Spielinhalte und Verbesserungen zu bringen, die nicht direkt mit der aktuellen Story zu tun haben. Das ist auch der Grund, warum man etwa die Brawlers Guild (Kampfgilde) und die Zeitwanderung für Pandaria im Patch 7.1.5 hat. Es wäre nicht schlimm gewesen, wenn diese Features nicht vollständig wären – dann hätte man sie einfach auf 7.2 oder 7.2.5 verschoben.

„Anstatt fünf Dinge liefern zu müssen, die wir in einem Patch haben wollen, können wir etwa nur vier bringen, wenn ein Feature noch mehr Zeit benötigt.“ Somit ist man in der Lage, fertigen Content schneller in die Hände der Spieler zu bringen, ohne auf „Nachzügler-Features“ warten zu müssen.

Laut den Entwicklern sei es nicht wichtig, dass die 0.5er-Patches viel Content haben, sondern dass sie überhaupt existieren. Man könnte hiermit auf die dringendsten Nöte der Community eingehen und zugleich kleinere Features bringen, die in der Zwischenzeit fertig geworden sind.

wow-ahnquiraj-rememberance-day

Mit Patch 7.1.5 hat man vor allem das Ziel verfolgt, World of Warcraft wieder sozialer werden zu lassen. Viele Aspekte des Spiels waren vor Legion darauf getrimmt, dass man in Konkurrenz zu anderen Mitspielern stand. Zwei Spieler der gleichen Fraktion konnten sich etwa Mobs „wegtappen“, wodurch nur einer von beiden Beute und Questfortschritt bekam. Mit Legion soll man sich stets freuen, wenn man andere Spieler sieht – das zeigt sich vor allem in der Kampfgilde.

Mehr Spieler würden zwar längere Wartezeiten für die Kämpfe bedeuten, aber dafür auch mehr Annehmlichkeiten. Fast alle käuflichen Buffs der Kampfgilde sind Verbesserungen für alle Spieler, wie etwa ein temporärer Friedhof direkt neben dem Kampfplatz oder spannende Gruppenkämpfe, bei der alle Mitspieler einsteigen können.

WoW Gromogg Orc

Ähnliches hat man sich bei den „Micro-Feiertagen“ gedacht. Diese geben keine großen Belohnungen, sollen aber das Soziale zwischen den Spielern aufleben lassen. Beim „Ballon-Tag“ etwa reihen sich die Spieler in Warteschlangen ein, um dann eine Rundfahrt über die verschiedenen Zonen der Welt zu erleben. In jede Ballon-Gondel kommt ein NPC und drei Spieler – diese werden aber zufällig zusammengewürfelt. Gelegentlich spricht der NPC und erzählt kurz etwas, regt danach aber die Spieler an, in Kontakt zu treten. „Hier, kennt Ihr diesen Witz schon? Hahaha. Kennt Ihr auch gute Witze?“ – gefolgt von einer Pause.

Vielleicht, so hoffen die Entwickler, lernen sich so Leute kennen, die später als gute Freunde enden.

Das komplette Interview könnt Ihr im englischen Original in unseren Quellen einsehen.


Inzwischen haben auch die ersten Gilden neuen neuen Content durch – wie etwa Exorsus beim Firstkill von Gul’dan auf mythisch.

Quelle(n): gamespot.com
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TimTaylor

Hm Microfeiertage und Kampfgilde interessieren mich persönlich mal so gar nicht…sehe da auch keinen sozialen Aspekt, das meiste ist nur irgendein “Furz” über das Gruppensuch-Tool (was ja gerade Sozialität auf den Servern zerstört hat).

Da gehe ich doch lieber mit der Gilde irgendeine M+ oder sowas, da hat man mehr Spass und “soziales” im Spiel 😉

Lord Boros

Ich habe World of Warcraft mit Mists of Pandaria komplett aufgehört also kurz bevor warlords of Draenor rausgekommen ist einfach aus dem Grund weil mir viel zu viele asoziale Spieler über den Weg gelaufen sind und das täglich z.b. damals wenn man den Challenge Modus die ganzen Dungeons auf Gold gemacht hat und mal einen Fehler gemacht hat wurde mal gleich von sogenannten Pro Gamer als Missgeburt als f*** Furz oder als Opfer bezeichnet das hat mir jetzt natürlich nicht fallen lassen und bin einfach wieder ausgegangen

Damian

Ein Schelm, der Böses dabei denkt….
Sozial eingebundene Spieler kündigen Ihr Abo ja auch nicht ganz so schnell…

Cortyn

Mit dem Argument kannst du aber jede Verbesserung eines Spiels als “negativ” hinstellen – denn alles, was ein Spiel spaßiger und “besser” macht, sorgt dafür, dass man es länger spielen will.

Damian

Naja, die sozialen Bindungen darf man echt nicht unterschätzen, dass hat
schon eine größere Bedeutung als irgendwelche anderen Dinge im Game!
Das und die Gewohnheit! Ich kenne unzählige Spieler, die nur wegen ihrer Gilde und der Gewohnheit bei WoW bleiben, ganz egal wie inhaltlich schwach ein Addon gerade ist…

WhoAmI

Ja das stimmt irwie schon.. ich spiele eigentlich immer noch WoW nur wegen die Leute, die ich da kennengelernt habe ^^ sonst würde ich es wahrscheinlich nicht mehr spielen…

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