WoW: Dreht sich die World of Warcraft zu schnell?

Ein großes Ereignis in World of Warcraft jagt das nächste. Geht die Geschichte in Azeroth zu schnell voran?

Mit der kommenden Erweiterung Battle for Azeroth geht es in World of Warcraft einmal mehr um einen gigantischen Konflikt. Horde und Allianz kämpfen an mehreren Fronten um die Vorherrschaft auf neuen Gebieten aber auch den „alten“ Kontinenten. Erste Hinweise deuten jedoch daraufhin, dass dies nur der Auftakt ist und es später in der Erweiterung verstärkt um alte Götter, Azshara und vielleicht sogar die Leerenfürsten geht.

Die Zeichen stehen auf Konflikt – und das von einem gigantischen Ausmaß.WoW Wallpaper Horde Heroes Battle for Azeroth

Zu viele Bedrohungen in kurzer Zeit

Wenn man sich Azeroth jedoch historisch betrachtet, dann waren die letzten Jahre voll gepackt mit riesigen Bedrohungen, gigantischen Einflüssen und politischen Bündnissen, die alle paar Jahre komplett aufgebrochen wurden.

Besonders gut hat das der Nutzer Irethius auf Reddit zusammengefasst, der sich einfach ein Gespräch mit einem Bewohner von Kul Tiras vorstellt, der seit 20 Jahren keinen Kontakt zu den Kontinenten hatte. Denn in den vergangenen 20 Jahren Spielzeit sind eine Menge Dinge geschehen:

  • Der Elementarfürst Ragnaros, eines der mächtigsten Wesen Azeroths, wurde besiegt – zwei Mal
  • Drei Trollimperien wurden nahezu ausgelöscht
  • Drei Alte Götter wurden bezwungen
  • Das Königreich Gilneas ist gefallen
  • Todesschwinge hat die Welt verwüstet
  • Der Lichkönig Arthas und die Geißel wurden aufgehalten
  • Die Drachenaspekte haben ihre Jahrtausende alte Macht der Titanen verloren
  • Zwei Invasionen der Brennenden Legion wurden aufgehalten (Burning Crusade und Legion)
  • Sargeras hat die ganze Welt mit einem Schwert aufgespießt
  • Ach, unsere Welt ist übrigens das Ei einer Titanin, aber keine Sorge, Magni Bronzebart plaudert schon mit ihr

WoW Deathwing WallpaperNatürlich ist das Ganze überspitzt dargestellt und die einzelnen Ereignisse wurden „langsam“ abgearbeitet, über den Verlauf mehrere Erweiterungen.

Im Gesamtkontext von Azeroth ist jedoch alles sehr eng miteinander verwoben. In der Hintergrundgeschichte liegen zwischen Ereignissen von solchen Ausmaßen, wie etwa der Zersplitterung im Krieg der Ahnen und der nächsten Invasion der Legion knapp 10.000 Jahre. Auch andere Ereignisse, wie etwa das Entstehen und Fallen der Trollimperien lag oft mehrere Jahrhunderte oder gar Jahrtausende auseinander.

MMORPGs brauchen viel Story in kurzer Zeit

Dass so viel auf einmal passiert, ist natürlich mehr oder weniger dem Medium Videospiel geschuldet. Immerhin sollen unsere Charaktere etwas Spannendes erleben und dafür kann nicht jedes Mal viel Zeit vergehen, was eine komplette Überarbeitung der Welt und Abschaffung bisheriger Hauptcharaktere zur Folge hätte.WoW Zuljin Troll

Aus „Videospiel-Sicht“ ist das Tempo durchaus sinnvoll – aus Sicht der „Story-Logik“ aber überhastet. So oft wie große Teile der Bevölkerung durch die Dämonen, Alten Götter, Drachen und vieles mehr schon ausgelöscht wurden, dürfte es bald kaum noch Bewohner geben.

Ich finde, dass Blizzard gerne wieder etwas mehr Ruhe in die Geschichte bringen kann. Mir persönlich käme ein Addon im Stil von Pandaria ganz gelegen – auch ohne weltenvernichtende Alte Götter oder einen irren Kriegshäuptling mit Genozid-Gedanken. „Kleinere“ Konflikte würden mir vollkommen genügen, wenn die Story und Charaktere spannend und mitreißend sind. Aber das lässt sich vermutlich nicht gut verkaufen.

Wie findet ihr das Erzähltempo von World of Warcraft? Ist es gut, dass es immer große, riesige Konflikte mit verheerenden Auswirkungen gibt? Oder wäre euch mehr Entspannung und Ruhe ganz gelegen?


Habt ihr schon die Theorie gelesen, wie Alleria die Leere rufen könnte?

Autor(in)
Quelle(n): reddit.com/r/wow/
Deine Meinung?
Level Up (0) Kommentieren (24)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.