World of Warcraft: Leer, gekippt und prosperierend – deutsche WoW-Server

Die inoffiziellen Zahlen für die Verteilung der Spieler auf den einzelnen deutschen World of Warcraft Servern zeichnen ein grundverschiedenes Bild der Auslastung.

Bei wowprogress lässt sich aus einer Tabelle ungefähr ablesen, wie sich die Spieler Anfang August auf die einzelnen deutschen Server verteilen und welcher Fraktion sie angehören. Dabei zählt wowprogress nur einen Charakter pro Account und den auch nur, wenn er selbst einen Raid-Boss in der Schlacht um Ogrimmar bezwungen (auf mindestens normaler Schwierigkeit) oder einen 90er in einer Gilde hat, die Raid-Fortschritte verzeichnen konnte. Das sind also keine offiziellen Zahlen, dürften aber der Realität ziemlich nahe kommen.

Von den acht größten deutschen Servern sind sieben gekippt

Dabei ergibt sich ein erstaunliches Bild einer geteilten Server-Landschaft. Denn von den acht größten deutschen Servern sind ganze sieben „gekippt“. Das heißt eine Fraktion ist dort dominant, die andere um ein Vielfaches unterlegen, auf manchen Servern fast nicht mehr vorhanden.

In Richtung der Horde sind gekippt: Blackhand, Blackrock, Eredar, Thrall und Frostwolf.

In Richtung der Allianz sind gekippt: Antonidas und Aegwynn.

Der einzige ausgeglichene Server mit mehr als 10.000 registrierten Raid-Chars ist Blackmoore.
Dabei ist das Erstaunliche, dass sogar „PvE“-Server in die eine oder andere Richtung gekippt sind. Viele von ihnen freilich schon seit Jahren. Ebenfalls fällt auf, dass zu den beliebtesten Servern gleich fünf gehören, die im Alphabet weit vorne, auf der Serverliste also ganz oben, zu finden sind. Ein Trend, der sich n vielen MMOs bestätigt.

Die 25 kleinsten WoW-Server passen in den größten

Eine andere interessante Statistik, die den Unterschied zwischen „prosperierenden“ und „leeren“ Servern zeigt: Laut der Liste liegt die Raid-Bevölkerung der 25 kleinsten Server, wenn man sie zusammen nimmt, immer noch unter der von Blackhand, dem größten deutschen Server.

Mein MMO meint: Wäre mal ein interessantes Experiment, wie sich WoW ohne Realm-Pools und Charakter-Transfers entwickelt hätte – werden wir ohne eine Parallel-Welt wohl nie wissen. Blizzard hat sich dazu entschieden, die Probleme anders zu lösen, die mit dem krassen Ungleichgewicht bei der Spieler-Verteilung einhergehen als durch eine direkte Server-Zusammenlegung oder durch irgendwelche Versuche, die Imbalance auszugleichen. So arbeitet man mit Realmpools, Cross-Realming und verknüpften Servern. Nun plant man für die nächste Erweiterung, dass sich Horde und Allianz ein Auktionshaus teilen. Das dürfte den Spielern auf der leeren Seite eines gekippten Servers helfen, wenn sie bis dahin denn noch auf dem Realm sind und nicht längst kostenpflichtig getranst sind.

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Quelle(n): www.vanion.euwww.wowprogress.com
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