WildStar: Fliegen könnte kommen, aber nicht wie bei WoW

Beim SF-MMO WildStar bewegt sich der Spieler auf Reittieren und erdgebunden fort. Dabei läge der Traum von Fliegen doch so nahe, immerhin ist das Spiel mit fliegenden Reittieren im Hinterkopf konzipiert worden. Carbines Präsident stellt daher auch Flug-Mounts in Aussicht wie Spieler sie von der World of Warcraft (WoW) kennen. Doch nur mit Einschränkungen.

Im Interview mit gamezone.com erweckt der Executive Producer Jeremy Gaffney den Eindruck, dass es das Fliegen auf jeden Fall nach Nexus schaffen wird. Immerhin sei der Planet mit Flug-Reittieren im Hinterkopf designet worden. „Wahrscheinlich machen wir sowas in einem der Content-Updates, aber es wird aller Voraussicht nach kein freies Fliegen sein“, so Gaffney weiter. Stattdessen könnte es Auftriebe geben, zwischen denen man sich bewege werde – oder vielleicht Tankstellen, bei denen man immer wieder landen müsse, um nachzutanken.

Wer so etwas wie Fliegen einführe, müsse viel beachten. Wenn man das naiv tue, ruiniere man zum Beispiel das offene PvP. Denn die Welt dünne sich sehr aus, wenn es nicht mehr nur zwei Dimensionen, sondern deren drei gebe. Die Welt werde zu einem Würfel. Die Spieler seien auf verschiedenen Ebenen und könnten einander aus dem Weg gehen.

Außerdem vereinfache die Möglichkeit des freien Fliegens ein Gros des PvE-Contents bis zur Belanglosigkeit. Da müsse es einfach eine bessere Lösung geben und auch eine interessantere, so Gaffney weiter.

 

Mein MMO meint: Es ist schon interessant, dass World of Warcraft als einziges „großes“ MMO je das freie Fliegen eingeführt hat. Dort ringen die Designer nun darum, es wieder aus dem Spiel zu verbannen. Zumindest in der Level-Phase wird es bei Warlords of Draenor nicht funktionieren. Und auch WildStar nennt genau die Probleme, die bei WoW auftreten. Es ist schwer, dem Spieler ein Gefühl für Gefahr zu geben, wenn der sich jederzeit in die sicheren Lüfte schwingen kann. Und wie soll man eine feindliche Umgebung darstellen, in der es unglaubliche Anstrengungen erfordert, auf eine zerklüftete Klippe zu gelangen, wenn dies das Taschen-Flugmount im Handumdrehen erledigt? Auch wenn einige Spieler sich über den Komfort und die vermeintliche Freiheit in der Bewegung freuen würden und die Welt gerne einmal vom Rücken eines Flug-Mounts besichtigen möchten, scheinen die Game-Designer immer mehr die Schwierigkeiten hinter dem Konzept zu sehen. Letztlich entsteht der Spaß in einem Spiel auch durch die Widerstände, die es zu bewältigen gilt, und durch die Einschränkungen, mit denen man klar kommen muss.

Als kleine Anekdote: Bei Star Trek wurde das „Beamen“ nur eingeführt, um dem Studio die Kosten für eine aufwändige Landung auf Planeten zu ersparen. Doch mit dem Beamen drohte jede Spannung zu verfliegen: Jederzeit konnten Captain Kirk, Spock und Pille von Scotty in Sicherheit gebeamt werden – also musste jedesmal, wenn es spannend werden sollte, der Transporter versagen, es musste Interferenzen geben, Schilder, oder spezielle „Sonnenstürme“. Alles damit das Wundermittel nicht mehr funktionierte. Vor genau den Problemen wie die Star-Trek-Macher damals stehen Game-Designer heute, wenn sie die Spieler fliegen lassen. So cool es auch wäre …

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Quelle(n): gamezone.com: WildStar could get flying mounts in future content drop
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