Was muss man beim Kauf eines Gaming-Laptops beachten?

7 wichtige Kriterien beim Kauf eines Gaming-Laptops

Was ist beim Kauf eines Gaming-Laptops wichtig? In diesem Abschnitt wollen wir euch 6 wichtige Kriterien vorstellen, die ihr beim Kauf eines Gaming-Laptops beachten solltet.

Display:

  • Gaming-Laptops bekommt ihr in den Größen ab 13 Zoll bis 17-Zoll.
  • 15-Zöller sind gewöhnlich etwas günstiger als 17-Zöller und brauchen weniger Platz auf dem Schreibtisch. 17-Zöller können mit ihrem größeren Bildschirm dafür mehr Details darstellen. Wollt ihr viel mobil unterwegs sein, dann empfiehlt sich eher die kleinere Variante, da 17-Zöller mehr Platz benötigen und ein höheres Gewicht haben.
  • Beachtet, dass die verbauten Monitore auch unterschiedliche Wiederholungsfrequenzen (Hz) haben Im folgenden Abschnitt erklären wir euch genauer, worauf ihr achten müsst.
  • Laptops mit QHD-Bildschirm solltet ihr ebenfalls im Auge behalten. QHD-Displays sind oft günstiger und mit mehr Funktionen ausgestattet als viele 4K-Monitore. Die Bildqualität ist jedoch kaum schlechter.

Achtet auf die Helligkeit: Achtet bei der Auswahl eines Laptops auch auf die Helligkeit. Je heller ein Bildschirm ist, desto weniger Probleme habt ihr mit einfallendem Licht. Achtet darauf, dass das Gerät mindestens 300 Nits unterstützt. Nits beschreibt die Leuchtdichte des Displays. Sollte das Display dann doch zu hell sein, könnt ihr es immer noch manuell anpassen, wie es für euch am besten ist.

Achtet auf das Seitenverhältnis: Achtet auf das Seitenverhältnis bei eurem Laptop. Hier bieten sich mittlerweile sowohl 16:9 als auch 16:10 an.

16:10 ist ein paar Pixel höher als 16:9, ist aber zum Arbeiten besser geeignet, da ihr mehr Platz auf dem Bildschirm habt. Denn bei großen Tabellen, im Browser, beim Tippen von Texten oder bei der Fotobearbeitung schafft das einen Platzgewinn, der das Arbeiten deutlich angenehmer macht.

Darum ist die Hz-Zahl des Monitors wichtig: Hohe Hz-Zahlen sind zum Beispiel für Shooter und andere schnelle Spiele von Bedeutung. Bei hohen Frameraten wirkt das Bild flüssiger und beweglicher. Vor allem im kompetitiven Bereich sind höhere Hz-Zahlen ein wichtiges Kriterium. Für Gelegenheitszocker spielen 240 Hz kaum eine Rolle, da nicht alle Spiele so hohe Hz-Zahlen unterstützen.

Während ihr im Budget-Bereich auch noch Gaming-Laptops mit 60 Hz bekommt, gibt’s für etwas mehr Geld bereits Geräte mit 144 Hz oder sogar 240 Hz. Grundsätzlich ist eine höhere Hz-Zahl besser als eine niedrigere. Im YouTube-Video von “The Tech Chap” könnt ihr euch den Unterschied zwischen 60 Hz und 144 Hz noch einmal vor Augen führen:

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60 Hz vs 144 Hz im YouTube-Video von “The Tech Chap.”

Hier müsst ihr aber auch darauf achten, dass die verbaute Grafikkarte den Monitor überhaupt ausnutzen kann. Eine schwächere GTX 1650 schafft keine vollen Details mit 144 Hz bei Full-HD. Hier müsst ihr dann bereit sein, auf Details zu verzichten.

  • Bei 144 Hz sollte es mindestens eine GTX 1660 Ti oder RTX 3060 sein.
  • Bei 240 Hz oder 4K mit 60 Hz sollte es mindestens eine RTX 2070, RTX 3070 oder sogar RTX 3080 sein.

Prozessor:

  • In der Regel wird man unter der Bezeichnung eines „Gaming Laptops“ keine Modelle mit stark veralteten Prozessoren finden. Für ein flüssiges Spielerlebnis sind eigentlich die meisten Prozessoren geeignet. 
  • Im besten Fall setzt ihr bei Intel auf mindestens auf i5-Prozessoren. Bei AMD bekommt ihr bereits mit der Ryzen-5000-Serie eine sehr gute Alternative. Hier solltet ihr mindestens auf einen Ryzen 5 setzen. 
  • Mittlerweile bekommt ihr auch Gaming-Laptops mit Ryzen 5000 und RTX 3080.

Grafikkarte:

  • Gaming-Laptops mit einer GTX 1650 siedeln sich im unteren Leistungsbereich an. Seid ihr Gelegenheitszocker und legt keinen Wert auf schönste Grafik, dann könnt ihr euch diese Geräte ansehen. Für Leute, die Fortnite und Spiele ohne große Grafik-Anforderungen zocken, reicht die Leistung völlig aus. Raytracing oder DLSS-Support bekommt ihr mit dieser Grafikkarte nicht.
  • Mit der GTX 1660 Ti und schnelleren könnt ihr fast alle modernen Titel auch auf hohen Einstellungen zocken. Bei diesen Modellen profitiert ihr hier schon von höheren FPS-Zahlen – wenn euer Bildschirm dies zulässt. Raytracing oder DLSS-Support bekommt ihr mit dieser Grafikkarte ebenfalls nicht geboten.
  • Die Mobile-Varianten der Nvidia GeForce RTX 2060, RTX 2070 und auch RTX 2080 bieten euch genügend Leistung für maximale Details und hohe Bildraten. Auf einem ähnlichen Leistungsniveau befinden sich auch die neuen RTX-3000-Mobile-Grafikchips. Hier liegen die Preise aber häufig über 1000 Euro.
  • Wollt ihr auf eurem Laptop auf 4k-Auflösung mit meist möglichen Details zocken, dann solltet ihr nach einer RTX 3080 schauen.
  • Wollt ihr von modernen Techniken wie DLSS oder Raytracing profitieren, dann braucht ihr auf jeden Fall eine Grafikkarte der RTX-2000 oder RTX-3000-Serie. Dazu gehören die RTX 2060, 2070, 2080 und die RTX 3060, 3070 und 3080. DLSS ist ein richtiger Leistungsfaktor für Gaming und solltet ihr nicht unterschätzen.

Bei Grafikkarten muss man außerdem noch etwas genauer hinsehen, denn viele Nvidia-Grafikkarten kommen mit einem Zusatz daher:

  • „Super“ beschreibt meistens eine etwas schnellere Variante der normalen Version
  • „Ti“ steht für eine schnellere Variante der normalen Version. Die RTX 3060 Ti ist zum Beispiel schneller als die RTX 3060.
  • „Max-Q“ steht für einen auf Effizienz getrimmten Grafikchip. Grafikkarten mit diesem Zusatz sind leistungsmäßig schwächer. Eine RTX 3080 mit „Max-Q“-Zusatz rangiert leistungsmäßig eher auf Ebene einer RTX 3070.
  • Moderne Laptop-Grafikkarten werden in Watt und TDP angegeben und nicht mehr mit “Max-Q”. Die Bandbreite startet bei 60 Watt und geht bis 150 Watt. 150-Watt-GPUs findet ihr aber nur in dicken und schweren Notebooks. Die Performance des Grafikchips hängt dann von der Leistung und von der Kühlung des Laptops ab. Bei den Watt-Angaben müsst ihr sehr genau aufpassen, da ihr sonst eine GeForce RTX 3080 Laptop GPU mit der Leistung einer GeForce RTX 3070 Laptop GPU bekommt, die im Desktop-Vergleich dann noch niedriger rangiert.

Kühlung:

  • Eine gute Kühlung reduziert den Verschleiß eurer Hardware. Außerdem verhindert eine gute Kühlung, dass ihr auf einer heißen Tastatur zocken müsst. Denn die Hardware liegt direkt unter der Tastatur des Laptops. Bei einem Desktop-PC ist das anders.
  • Eine gute Kühlung ist leise und fällt nicht auf. Günstige Geräte sparen hier gern, das Ergebnis ist ein Gerät, welches vor allem unter Last sehr laut werden kann.
  • Bei der Kühlung müsst ihr auch auf die verbauten Komponenten schauen: Ein Notebook mit der potenteren RTX 2080 wird unter Last deutlich wärmer als ein Notebook mit GTX 1650. Während Geräte einer Serie häufig die gleiche Verarbeitungsqualität bieten, können sie sich in der Wärmeentwicklung deutlich unterscheiden.
  • Nehmt euch hier die Zeit, euch in Ruhe Reviews anzuschauen und auf die Lautstärke und Hitze zu achten. Seiten wie Notebookcheck sind hier gut für geeignet, die sich sehr umfassend mit den Geräten befassen.

Schnittstellen und Anschlüsse:

  • HDMI-, USB-, LAN- und Kopfhörer-Anschlüsse sollten bei jedem Gaming-Notebook dabei sein. Ein Kartenleser kann ebenfalls sinnvoll sein, kann aber auch als Adapter über USB nachgerüstet werden.
  • Besonders interessant sind Thunderbolt-Anschlüsse. Hier können besonders große Datenmengen in kurzer Zeit übertragen werden. Externe Grafikkarten (sogenannte eGPUs) können darüber angeschlossen werden.
  • USB-C ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung eures Gaming-Laptops, denn USB-C ist ein Alleskönner: Der Anschluss ermöglicht die gleichzeitige Übertragung von Strom, Daten, Videos und Audio-Signalen. Das spielt unter anderem bei HDMI und DisplayPort eine wichtige Rolle.

Zusätzliche Hardware/Features:

  • Wollt ihr mit dem Laptop zocken, sollten mindestens 16 GB Arbeitsspeicher verbaut sein. Wer zukunftssicher sein will, der sollte sogar mit 32 GB rechnen.
  • 8 GB sind eher in Budget-Laptops verbaut. Bei Laptops mit nur 8 GB Arbeitsspeicher solltet ihr darauf achten, dass ihr den Arbeitsspeicher austauschen oder erweitern könnt.
  • Achtet darauf, dass der verbaute Arbeitsspeicher nicht verlötet ist. Ist der RAM mit verlötet, habt ihr nicht die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher auszutauschen oder ihr verliert beim Tausch Performance und möglicherweise sogar die Garantie des Geräts.
  • Am besten ist bereits mindestens eine große SSD in eurem Gerät verbaut. Eine SSD sollte in eurem Laptop verbaut sein. Am besten habt ihr eine SSD für euer Betriebssystem, Programme und wichtige Spiele und eine zusätzliche HDD für zusätzliche Daten und weitere Spiele.
  • Ein freier Steckplatz für eine zusätzliche Festplatte ist wünschenswert aber keine Pflicht, erleichtert euch aber ein mögliches Upgrade.

Gewicht:

  • Seid ihr viel mobil unterwegs oder wollt mit eurem Gerät auch einmal den Arbeitsplatz wechseln oder Freunde besuchen, dann achtet auf das Gewicht eures Gaming-Laptops.
  • Slim-, Thin- und Light-Notebooks bringen 2 bis 2,5 kg auf die Waage. Diese könnt ihr problemlos transportieren.
  • Mit dem Asus Zephyrus G14 bekommt ihr sogar ein Gerät, was gerade einmal 1,6 Kg wiegt und das Asus ROG Flow X13 ist sogar nur 1,3 Kg schwer (via Notebookcheck.com).
  • Mehr als 2,5 Kg sind nur bedingt für die mobile Verwendung geeignet. Hier müsst ihr außerdem beachten, dass hier das Gewicht des Netzteils noch nicht mit gerechnet ist.

Welchen Gaming-Laptop soll ich kaufen? 

Als Gelegenheitszocker solltet ihr euch nach einem Laptop mit mindestens einer GTX 1650 umsehen. Damit könnt ihr moderne Titel mit hohen Details spielen. Bei Prozessoren seid ihr mit Ryzen 5 oder Intel i5 auf der sicheren Seite. Mit einer GTX 1650 könnt ihr jedoch weder DLSS noch Raytracing nutzen. Dafür braucht ihr mindestens eine RTX 3060 oder RTX 2060. Diese Grafikkarten sind aber auch teurer als eine GTX 1650.

Für alle Empfehlungen gilt: 16 GB Arbeitsspeicher sollten Minimum sein, da 8 GB kaum noch ausreichen. Eine Alternative wäre ein Gaming-Laptop mit 8 GB und zusätzlicher Aufrüstmöglichkeit. Hier liegen die Kosten zwischen 30 und 50 Euro für 8 GB zusätzlichen Laptop-RAM.

Als Hardcore-Gamer könnt ihr nach einem Gaming-Laptop mit RTX 3080 oder RTX 3070/2070 greifen. Damit bekommt ihr jede Menge Leistung, die auch für hohe Auflösungen und maximale Details reicht. 17-Zoll und vor allem hohe Hz-Zahlen (144 Hz oder 240 Hz) würden wir euch ebenfalls empfehlen, wenn ihr kompetitiv zocken wollt.

Wollt ihr nicht nur arbeiten, sondern eurer Gerät auch als Workstation für rechenintensive Anwendungen nutzen, dann solltet ihr neben einer flotten Grafikkarte (RTX 3080, RTX 3070 oder RTX 2000er-Variante) auch auf einen starken Prozessor setzen. Mit i9 und Ryzen 9 bekommt ihr die derzeit schnellsten Mobile-Prozessoren. Diese Prozessoren liefern genügend Leistung auch für anspruchsvolle, CPU-intensive Aufgaben wie Bild- oder Videobearbeitung.

Wenn ihr hauptsächlich ein Gerät für den mobilen Einsatz sucht, dann schaut vor allem auf das Gewicht und auf die Akkulaufzeit des Geräts. Im mobilen Bereich sind vor allem GTX 1650 oder GTX 1660 (Ti) empfehlenswert, da diese genügend Leistung fürs Zocken bieten und auch in vergleichsweise leichte Notebooks passen. Eine Besonderheit für den mobilen Einsatz wäre noch das Asus ROG Zephyrus G14. Hier könnt ihr eine externe Grafikkarte über Thunderbolt anschließen.

Hardware-Empfehlungen für Gaming-Laptop im Jahr 2021

Wer einen Gaming-Laptop mit potenter AMD-Grafikkarte kaufen möchte, der muss sich noch etwas gedulden. AMD hatte zwar bei der offiziellen Vorstellung der RX 6700 XT erklärt, dass man auch Mobile-Chips für Laptops vorstellen möchte, einen offiziellen Termin nannte man jedoch nicht.

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Amyfromtheblock

Hatte ein HP omen welche genration weiß ich nicht mehr. Ist auch schon etwas länger her. Aber für mich ist gaming laptops nix. Ersten wegen der Lautstärke der Lüfter beim gaming hat mich immer abgeturnt und zweiten auch der Preis. Wer mobil zocken will ist natürlich damit besser aufgehoben aber wer neben ein Fön zocken will muss gute Kopfhörer kaufen

BertBrot

Wie heiß die Kiste wird, weis man vor dem Kauf ja nicht. Jeder Hersteller wirbt mit tollen Kühler Systemen. Was am Ende bei raus kommt steht meist auf einem anderen Blatt. Selbst mein 2500€ teures Alienware 17R5 wurde so heiß bei einigen Spielen, daß man WASD gar nicht mehr anfassen konnte. Das Problem dabei ist das die Kühler immer von der Unterseite Kühlung ziehen, und ein Notebook halt wenig Platz wischen Lufteinlässen und Tisch hat. Abhilfe schafft da nur ein zusätzliches Cooling Pad, welches unter dem Notebook plaziert wird und durch die externen Lüfter ordentlich Luft unten reinpustet.

Wichtig ist noch unbedingt nachzulesen wenn man ein fertig System kauft, ob SSD Festplatten verbaut sind. Viele Hersteller, auch im teuren Bereich haben Noch HDD drin, was auf den ersten Blick oft nicht gleich erkennbar ist.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von BertBrot
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