Cadianer zählen zu den zähsten Menschen in Warhammer 40.000 – aber einfach behaupten, von Cadia zu stammen, hilft nichts. Denn einem solchen Soldaten kann man schon an seinen Augen ablesen, ob das die Wahrheit ist. Gardisten aus Cadia sind der Traum eines jeden Offiziers, obwohl es sogar Soldaten gibt, die noch mehr drauf haben.
Das Imperium der Menschheit kämpft andauernd gegen seine Feinde in der ganzen Galaxie und wer in der Imperialen Armee, dem Astra Militarum, dient, muss zäh sein – oder stirbt früh, was deutlich wahrscheinlicher ist.
Nicht umsonst sind Lasergewehre billig, aber vielseitig mit einer größeren Lebenserwartung als ihr aktueller Besitzer. Die Dienstzeit im Astra Militarum, zumindest bei aktiven Einsätzen, wird im Schnitt eher in Stunden als in Tagen gemessen.
Innerhalb des Imperiums gibt es aber einige Planeten, die besonders harte Soldaten hervorbringen. Einer davon ist Cadia, eine Welt, die sich näher an den Schrecken des Warp befindet als jeder andere Planet.
In der ganzen Galaxie gelten Cadianer als so etwas wie der „Goldstandard“ des perfekten Soldaten, was Widerstandsfähigkeit und Loyalität angeht. Und das Besondere: Fast alle von ihnen haben lilafarbene Augen. Schuld daran ist ausschließlich ihre Herkunft.
Ein Planet, der fast ebenso legendär ist wie Cadia, ist Armageddon, wo die aktuelle Edition spielt:
Cadia, der Planet im Auge des Schreckens
Jeder, der sich in Warhammer 40.000 schon einmal etwas mit dem Imperium befasst hat, wird Cadia kennen. Der Planet, der einst von den Necrons bzw. Necrontyr als Festung genutzt wurde, war so etwas wie die ultimative Verteidigung gegen den Warp, das Reich des Chaos.
Viele Jahrtausende später hat sich quasi direkt neben Cadia das Auge des Schreckens geöffnet, ein Riss in der materiellen Welt und ein direktes Tor in den Warp. Nur die uralte Technologie der Necrons hat dafür gesorgt, dass Cadia überhaupt standhalten konnte. Cadia selbst spielt in der Geschichte von Warhammer 40.000 eine zentrale Schlüsselrolle.
Bereits die Sturheit dieses Planeten lässt darauf schließen, wie zäh seine Bewohner sind. Diese waren aber über Jahrtausende den Horrors des Warp direkt ausgesetzt und haben täglich direkt in das Auge des Schreckens gestarrt – daher ihre Augenfarbe, die über viele Generationen in ihnen mutiert ist.
Wer sein Leben lang direkt in das Immaterium schaut, ohne dabei verrückt zu werden oder dem Chaos zu verfallen, dem kann keine Grausamkeit des Krieges mehr etwas ausmachen. Darum gelten Cadianer als das Musterbeispiel für den perfekten Soldaten.
Cadianer sind hart, aber nicht die Härtesten im Imperium
Wenn es darum geht, Loyalität zum Imperium und dem Imperator, Disziplin und mentale Widerstandsfähigkeit gegen das Chaos (und andere Schrecken) zu vereinen, sind Cadianer das absolut Beste, was die Menschheit auf natürliche Weise hervorbringen kann.
Allerdings gibt es durchaus Menschen, die es mit Cadianern in einigen Bereichen aufnehmen können oder sie sogar noch übertreffen:
- Die Kasrkin sind die Elite der Cadianer selbst, quasi das, was passiert, wenn man die Elite der Besten auswählt.
- Catachan ist ein Planet, der seine Bewohner töten will und auf dem dennoch Menschen leben. Niemand kommt Soldaten von Catachan gleich, wenn es um reine Kampfkraft und Guerilla-Taktiken geht.
- Krieg und sein berühmtes Todeskorps waren über Jahre so schlimmen Umständen ausgesetzt, dass es sogar noch schwieriger ist, sie zu brechen als bei Cadianern.
- Zuletzt gibt es noch die Tempestus Scions, „Wunderkinder“ mit einer Gehirnwäsche, die zu absoluten Killern mit der besten Ausrüstung des Imperiums ausgebildet werden. Besser kann ein Mensch ohne biologische oder kybernetische Verstärkungen nicht werden.
Selbst auf Augenhöhe haben Cadianer gewisse Konkurrenz, etwa durch die Eiskrieger von Valhalla oder die Steel Legion von Armageddon. Es gibt sogar explizit mittelalterliche Planeten mit harten Lebensumständen, die gezielt zähe Menschen hervorbringen sollen.
Gibt es nach dem Fall von Cadia noch neue Cadianer?
Vielleicht habt ihr es am Text schon erkannt, aber Cadia ist kein Planet mehr, er war es. Denn die ehemalige Festungswelt ist mittlerweile zerstört, eine der größten Tragödien der Menschheit – indem jemand kurzerhand die Überreste einer Festung auf den Planeten geworfen hat.
Von den ehemals über 700 Millionen Cadianern waren danach nur noch etwa 3 Millionen über, die auf anderen Planeten angesiedelt wurden. Dieses „Neu-Cadia“ (von dem es mehrere gibt) wurde zwar im Stil der alten Festungswelt aufgebaut, aber die Nähe zum Auge des Schreckens fehlt.
Entsprechend haben die nachfolgenden Generationen nicht mehr immer lilafarbene Augen. Auch, wenn die Disziplin der Cadianer und ihre Ausbildung gleich bleiben, erkennt man sie nicht mehr sofort auf einen Blick.
Dazu kommt, dass Soldaten anderer Welten cadianischen Einheiten zugewiesen werden können, um diese zu stärken. Beweisen sie sich, werden sie zu Cadianern „erhoben.“ Cadia ist also keine Sache der Herkunft, sondern der Ideologie geworden.
Wärt ihr mit Stolz Cadianer oder wäre es euch zu anstrengend, in einer Welt direkt neben dem Auge des Schreckens aufzuwachsen? Und überhaupt: Würdet ihr dem Astra Militarum beitreten oder euch eine andere Organisation suchen? Schreibt einen Kommentar!
Auch, wenn Menschen insbesondere in einem Setting mit Aliens, Robo-Mumien und Space-Elfen langweilig und schwach klingen, ist das Imperium eine der größten Mächte der Galaxie und absolut nicht zu unterschätzen: Alle großen Fraktionen von Warhammer 40.000 im Power-Ranking – Wer könnte die Galaxie beherrschen?
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