Warface im Test: Ein cooler Free2Play-Shooter oder Pay2Win?

Für den FreeToPlay-Shooter „Warface“ erschien in den letzten Wochen das neue Update „Blackout“. Grund genug, Cryteks Shooter einen Kontrollbesuch abzustatten. Wird es sich lohnen, das Spiel mehrere Jahre nach Release auf den heimischen Computer zu ziehen?  Unser Gast-Autor Dennis hat sich das Spiel mal angesehen.

Mann, waren das damals noch Zeiten, in denen ich zum ersten Mal die Crysis-Reihe angespielt habe und Mann, war das eine geile Grafik. Mit seinem Nanosuite quer durch Gebüsche jagen und heimlich hinter Feinden auftauchen und diese verdreschen. Man muss schon sagen, dass Entwickler Crytek einige gute Spiele auf den Markt gebracht hat.

Vor einigen Jahren kündigten sie dann ein neues Spiel namens „Warface“ an, welches ein waschechter Shooter und dazu noch kostenlos spielbar sein sollte. Voller Vorfreude registrierte ich mich also für die Beta und konnte schon bald ins Geschehen eintauchen. Nach mittlerweile 4 Jahren möchte ich euch das Spiel noch einmal etwas näher bringen, vielleicht ist die kostenlose Ballerei ja etwas für euch.

Die Story: Eine Welt voller Chaos

Ich beginne mit der kleinen Geschichte des Shooters. Die Erde ist zerrüttet und wirtschaftlich am Ende. Hier gibt es zwei Fraktionen:

  • Zum einem die Organisation „Warface“, die ihr auch im PvE-Teil spielt. Hierbei handelt es sich um eine Eliteeinheit, die gegen feindliche Terroristen vorgeht.
  • Zum anderen gibt es den Feind „Blackwood“, welcher für seine eigenen Interessen über Leichen geht und Terror-Attacken auf dem gesamten Planeten ausübt.

Warface Coop

PvP oder PvE?

Das Besondere an Warface ist die Mischung aus PvP und PvE. Nach dem Abschließen des kleinen Tutorials habt ihr die Wahl, welche der beiden Versionen ihr gerne spielen möchtet.

Im PvP-Teil spielt ihr gegen andere Mitspieler auf den verschiedensten Karten. Die Modi sind ziemlich klassisch gehalten, so gibt es neben „Team-Deathmatch“ und „Frei für Alle“ auch Modi, in denen ihr eine Bombe entschärfen müsst. Wer einem Clan oder Team angehört, kann sich auch für die Ranglisten-Spiele entscheiden, in denen verschiedene Teams um Preise und kleine Belohnungen kämpfen.

An sich macht das Ballern auf Gegner Spaß, ich finde allerdings manche Karten einfach zu klein. Wer es größer mag, sollte den Modus „Sturm“ ausprobieren. Hier muss man mehrere Zonen einnehmen, um weiter auf der Karte vorzustürmen.

Warface Screenshot Soldaten

Wer von den Online-Schießereien müde wird, hat die Möglichkeit, den PvE-Teil von Warface zu spielen. Ihr habt die Auswahl zwischen verschiedenen Schwierigkeitsstufen und auch die Missionen ändern sich von Tag zu Tag.

Die ersten 3 Stufen sind noch relativ einfach und können ruhig mit Randoms gespielt werden. Die Hardcore-Missionen solltet ihr am besten in einem Team absolvieren, das sich absprechen kann. Denn hier führt jeder Fehler zum Scheitern, selbst der kleinste.

Zum Schluss gäbe es noch die Spezialeinsätze, die am längsten dauern und euch die meiste Konzentration abverlangen. Für diese Missionen braucht ihr sogenannte „Zugangsmünzen“, es sollte daher wohl überlegt sein, eine Runde in diesem Modus zu starten.

Die Klassen: Offensiv vorgehen oder doch lieber ins Gebüsch huschen?

Warface bietet euch 4 Klassen, die sich individuell spielen und für jeden Geschmack etwas Passendes dabei haben. Das sind ihre Waffen und Besonderheiten:

  • Schütze: Der Schütze ist der Mann für alles und kann dicke Sturmgewehre bei sich tragen. Außerdem hat er die Fähigkeit, verbündete Soldaten mit Munition zu versorgen. Dies ist vor allem in den PvE-Missionen wichtig, denn da kann die Munition schon einmal ausgehen.
  • Ingenieur: Diese Klasse ist mit einer Maschinenpistole ausgerüstet und kann vor allem im Nahkampf überzeugen. Außerdem seid ihr in der Lage, Claymores an wichtigen Schlüsselpositionen aufzustellen. Daneben habt ihr die Möglichkeit, eure und die Panzerung eines Verbündeten zu reparieren. Was mir an diese Klasse gefällt: Der Ingenieur entschärft die Bombe im PvP-Part schneller als jeder andere Soldat und ist somit eine gern gesehene Klasse.
  • Sanitäter: Der Sanitäter ist der Healer und versucht, Verbündete wieder aufzupäppeln. Wenn ein Mitspieler sterben sollte, hat diese Klasse außerdem die Option, den gefallenen Spieler wiederzubeleben. Damit der Sanitäter nicht schutzlos dem Feind ausgesetzt ist, hat dieser eine Schrotflinte mit im Gepäck. Auch diese Klasse ist vor allem in den Missionen ein wichtiger Bestandteil jedes Teams.
  • Scharfschütze: Diese Klasse agiert aus sicherer Entfernung und knipst den einen oder anderen Feind aus. Immer mit dabei: Die dicke Sniper-Wumme. Als Scharfschütze solltet ihr versuchen, feindlichen Schlüssel-Figuren, wie zum Beispiel Grenadieren, den Garaus zu machen.

Warface Wiederbeleben

FreeToPlay oder PayToWin?

Kommen wir zum Wesentlichen und zwar, ob Warface fair oder PayToWin ist. Und hier sage ich schon einmal vorab: Ja, es ist fair.

Für ein kostenloses Spiel bietet Warface Mikrotransaktionen sowie auch einen Shop. Hier habt ihr drei verschiedene Währungen:

  • Die Warface-Dollars, die wir durch regelmäßiges Zocken erhalten
  • als zweites die Kredits, welche wir durch den Griff in die Geldtasche bekommen
  • und als drittes die Kronen. Diese sammeln wir durch das erfolgreiche Abschließen der PvE-Missionen.

Im Shop findet ihr eine zahlreiche Auswahl an Waffen sowie Rüstungen. Das Gute hierbei: Sämtliche Ausrüstung können wir durch die erspielte Währung, den Warface-Dollars oder auch den Kronen freischalten. Mit Echtgeld kann man sich nur kosmetische Items wie Nebelgranaten oder auch Zufallskisten kaufen. Ich finde es gut, dass alles freischaltbar ist und man nicht zur Brieftasche greifen muss, um im Spiel mitmischen zu können.

Warface Slider

Für bezahlende Kunden gibt es diverse XP-Boosts, um schneller im Rank aufzusteigen, einen spielerischen Vorteil gegenüber anderen bietet dies allerdings nicht. Was mir nicht so gut gefällt: Die Wiederbelebungsmünzen, die man für PvE-Missionen einsetzen kann, um wieder aufzustehen, kann man nur per Echtgeld erwerben.

Warface Test 2017 – Lohnst sich der Free2Play-Shooter noch?

Nach über 150 Stunden Spielzeit macht mir Warface immer noch Spaß und ich spiele zwischendurch gerne mal wieder eine weitere Runde. Der PvP-Teil macht mit einem passenden Clan sowie Mitspielern einen Heidenspaß und auch der Coop-Modus bietet eine gelungene Abwechslung.

Dazu kommt, dass die Missionen täglich wechseln und somit keine Langeweile aufkommt. Hier ist es wichtig, mit passenden Freunden zusammen zu zocken und gemeinsam die Ranking-Leiter aufzusteigen. Ein weiterer Vorteil: Der FreeToPlay-Titel ist wirklich kostenlos und man kann sich keine spielerischen Vorteile erkaufen.

Wenn ihr auf der Suche nach einem passablen Shooter seid und kein Geld ausgeben wollt, dann kann ich euch Warface wärmstens empfehlen.

Der Artikel kommt von Gastautor Dennis Zühlke.

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