Warcraft-Film: Regisseur erklärt, warum ausgerechnet diese Computerspiel-Adaption nicht mies wird

Der Regisseur des Warcraft-Filmes, Duncan Jones, hat auf der Comic-Con ein Interview gegeben und klargestellt, was Fans von dem Film erwarten können und warum er der Überzeugung ist, dass dieser Film kein Reinfall wird.

Videospielfilme floppen quasi immer

Warcraft Trailer DurotanHand aufs Herz: Filme zu Videospielen waren bisher quasi immer ein Reinfall. Egal ob man sich die Umsetzungen zu Dragon Age, Dead or Alive oder Doom anschaut, so wirklich gute Filme waren das nicht. Kleine Lichtblicke sind vielleicht die „Tomb Raider“-Filme, doch auch die sind im besten Fall akzeptable Actionstreifen und schafften es nicht, die Faszination und den Geist des Spiels einzufangen.

Der Regisseur von Warcraft weiß das. Duncan Jones hat selber unter den schlechten Umsetzungen dieser Spiele gelitten. Was vielleicht noch wichtiger ist: Er ist selbst ein langjähriger Warcraft-Fan. Er kennt die Welt, kann sie aus Sicht eines Spielers einordnen aber auch als Regisseur Material erschaffen, dass einen guten Film ergibt. Nur wird es gelingen, beiden Ansprüchen zu genügen? Wenn man seinen Worten Glauben schenken mag: Ja, wird es.

„Ein Kriegsfilm, der die Menschlichkeit auf beiden Seiten zeigt“

Anduin Lothar - ein weiterer legendärer Held der Allianz.

Beide Völker leiden. Und beide wollen nur eines: Leben dürfen.

Aber was können wir von dem Film erwarten? Laut Duncan eine Menge. Er beschreibt seinen eigenen Film als „ein Kriegsfilm, der die Menschlichkeit auf beiden Seiten zeigt“. Anders als etwa in „Der Herr der Ringe“ ist die Welt nicht offensichtlich in „gut“ und „böse“ aufgeteilt, denn es gibt viele Grautöne bei den Charakteren. Beide Völker wollen letztendlich eines: Leben können und ihre Familien in Sicherheit wissen. Zwar wird es auch die typischen Helden auf beiden Seiten geben, mit denen man mitfiebert und sich identifizieren kann – aber das ist alleine schon der zugrunde liegenden Lore geschuldet.

Generell sei die Lore eines der Hauptgründe für eine gute Grundlage. Das Warcraft-Universum ist in über 20 Jahren gereift und verfügt über ungeheuer viel Material, auf das man zurückgreifen kann.

Fans und Neulinge sollen gleichermaßen angesprochen werden

Der gute Orgrim Doomhammer wird einer der Hauptcharaktere sein.

Orgrim Doomhammer ist einer der Helden des Filmes – ein Orc wie er im Buche steht.

Gerade Fans des MMORPGs World of Warcraft werden voll auf ihre Kosten kommen. Es soll jede Menge Easter Eggs geben, die es zu entdecken gilt. Gleichzeitig hat man versucht, das Warcraft-Universum einer breiteren Masse präsentierbar zu machen, die bisher nichts mit der Welt anfangen konnten und noch nie ein Blizzard-Spiel angefasst haben. Trotzdem werden selbst die treusten Fans neue Aspekte ihrer Welt kennenlernen, die sie so sehr mögen. Besonders Draka, die Frau von Durotan und die Mutter Thralls wurde ein interessanterer Charakter als ursprünglich geplant. In allem, was er sagt, klingt die Stimmung mit: „Ich weiß, was ihr wollt, denn ich will dasselbe. Dieser Film ist von einem Warcraft-Fan, für die Warcraft-Fans. Vertraut mir. Freut Euch darauf.“ Und man will es ihm zumindest abnehmen. Aber schaut Euch doch selbst das Interview in voller Länge an:

Obwohl der Film quasi fertig ist und nach Duncans Aussage nur noch knapp 10 CGI-Sequenzen bearbeitet werden müssen, dauert es noch bis zum Juni 2016, bis der Film endlich weltweit über die Leinwände flimmert. Erst dann werden wir wissen, ob es gelungen ist, einen Videospielfilm zu drehen, der nicht gefloppt ist.

Autor(in)
Quelle(n): io9.com
Deine Meinung?
Level Up (0) Kommentieren (17)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.