War Titan eine Mischung aus World of Warcraft, The Sims, Team Fortress 2 und Destiny?

Das kürzlich eingestellte Projekt Titan von Blizzard war nach jetzt aufgetauchten Berichten ein wirklich wilder Mix aus World of Warcraft, The Sims, Team Fortress 2 und Destiny.

Das Magazin Kotaku, für schräge News bekannt, hat jetzt sub rosa, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, mit einigen Mitarbeitern von Blizzard gesprochen, die im Laufe der siebenjährigen Entwicklungszeit mal an Titan mitgewirkt haben. Titan ist das Prestige-Projekt, das Blizzard diese Woche begrub.

Laut Kotaku habe es sich bei Titan um ein äußerst ambitioniertes, fast schon überambitioniertes Projekt aus zwei großen Teilen gehandelt. In der realen Welt gingen die Spieler einem normalen Job nach, konnten Familien gründen, Beziehungen mit anderen Spielern und NPCs aufbauen und ihr Geschäft oder ihre Karriere vorantreiben. Für den Aspekt habe man auch einige Mitarbeiter ins Boot geholt, die mal an The Sims mitgearbeitet hätten. Das Ziel Blizzard sei es gewesen, mit neuer K.I. den Spielablauf in der realen Welt wirklich dynamisch zu gestalten. So sollten Ladenbesitzer auf Stammkunden anders reagieren als auf Laufkundschaft.

In der „Schatten“-Welt lieferten sich die Spieler Deathmatches mit anderen im Shooter-Stil. Es sollte so ablaufen, dass ein Spieler seinem Job in der Licht-Welt nachgeht, bis er einen Missionsruf erhält, dem er entweder nachgehen oder ignorieren kann. Wenn er die Mission annimmt, hechtet er in eine Art Fahrstuhl, zieht sich um und los geht die Ballerei. In einer Präsentation habe man einen Koch ein Gericht zubereiten sehen. Dann habe er sich rasch umgezogen, sich in das Abenteuer gestürzt, nur um rechtzeitig wieder da zu sein, das Gericht zum nun perfekten Zeitpunkt aus dem Ofen zu nehmen.

Klassen und Spielprinzipien waren im Shooter-Teil Titeln wie Destiny nahe. Es gab Scharfschützen, Titans (Tanks) und Jumper, die besonders agil waren.

Die Hintergrundgeschichte Titans: Die Erde hat eine Alien-Invasion überlebt, die verbleibenden Staaten ringen um die Weltherrschaft. Blizzard wollte dann nach und nach das Spiel weiter ausbauen und neue Karten bringen, sich dabei an der Geographie unserer Welt orientieren.

Im Look und der Ästhetik habe das Spiel, laut Kotaku, Team Fortress 2 geähnelt. Das sei das Game gewesen, das die Entwickler am häufigsten genannt hätten. Ein anderer Entwickler habe es als eine Mischung aus Starcraft und dem Pixar-Film „Die Unglaublichen“ beschrieben.

Das Projekt sei zwar jetzt eingestellt, das Team dahinter aber zu weiten Teilen intakt. Und auch wenn der Name „Titan“ tot sei, so Kotaku, sei es gut vorstellbar, dass Ideen und Konzepte aus jenem wilden Mix überleben, den wir alle nie zu spielen kriegen.

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Quelle(n): Kotaku
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