Jüngere World of Warcraft Spieler schreiben besser

Amerikanische Forscher fanden nun heraus, wie sich Spieler unterschiedlichen Alters in der World of Warcraft und in Second Life verhalten. Ältere legen mehr Wert auf Höflichkeit und ein hübsches Äußeres, jüngere Spieler springen gern oder laufen rückwärts, geben sich aber auch mehr Mühe im Chat.

Woran erkennen Online-Spieler wie alt ihre Mitspieler sind?

Amerikanische Forscher – liebt Ihr nicht auch Nachrichten, die so anfangen? Laut einer Studie von Forschern an Universitäten, die sich in den USA befinden (namentlich in Syracuse, der University at Albania, der CSU und der Concordia University) ist der Chat in Online-Spielen keinesfalls der Niedergang des Abendlandes, für den ihn viele halten. 201 Spieler des Online-Games Second Life und – in einer Folgestudie – 375 Spieler von World of Warcraft wurden auf ihr Verhalten untersucht.

Die Studie zeigt, dass die Spieler viel Wert darauf legen, sich auszudrücken. Dazu nutzen sie alle Möglichkeiten, die ihnen das Spiel bietet, verbal wie nonverbal. Also keineswegs nur den Chat.

Spieler entwickeln ein gutes Gefühl dafür, wie alt ihre Mitspieler sind, obwohl sie sich nie außerhalb des Spiels begegnen. Als Indikatoren dafür gelten die Höflichkeit des anderen, die Sprachebene, die sie verwenden, und andere Möglichkeiten des Ausdrucks. Dabei geht es nicht nur darum, was jemand sagt, sondern auch darum, welche Sprache er verwendet und wie er sich im virtuellen Raum bewegt.

Ältere Spiele sind eitel, jüngere hyperaktiv?

World of Warcraft KinderwocheIn Second Life und World of Warcraft drücken sich ältere Spieler, jene über 30, höflicher aus und sind dabei weniger gefühlsbetont. In Second Life ziehen sie als Alter Ego zudem Spielfiguren vor, die dem typischen Schönheitsideal entsprechen. Ferner verwenden sie nur die Hälfte an Emoticons wie jüngere Spieler.

Die wiederum neigen dazu, sich nicht nur in Worten auszudrücken, sondern die Bewegungsmöglichkeiten ihrer Spielfigur zu nutzen. Sie hüpfen doppelt so viel wie ältere, bewegen sich 15% mehr im Raum und gehen 30% öfter rückwärts.

Das sei auch in einer Gender-Studie aufgefallen. Wer viel rückwärtsgehe und springe, sei mit hoher Wahrscheinlichkeit männlich und unter 30.

Überraschung: Jüngere Spieler geben sich mehr Mühe beim Chatten

Das Interessante an der Studie, die im Juli veröffentlicht werden soll: Spieler unter 30 verwenden 47% mehr Satzzeichen, korrigieren ihre eigenen Rechtschreibfehler 20% häufiger und verfügen über einen um 20% größeren Wortschatz.

 

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Quelle(n): central.colostate.edu: TWO NEW STUDIES FROM CSU SHOW (...)phys.org: Gamers know grammar, and aren't afraid to use it: study
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