Mutter sagt: Sohn spendete 17.500 € an Millionäre auf Twitch – So ging das aus

Eine Frau erzählt, dass ihr Sohn innerhalb von 17 Tagen rund 17.500€ an Twitch-Streamer wie Tfue (Fortnite) oder Profi-Sportler gespendet hat. Die haben das Geld wahrscheinlich nicht nötig, aber das ist jetzt trotzdem erstmal weg. Wir verraten euch die Details die Geschichte und wie das Wochen später ausging.

Die Geschichte erschien am 20. Juli 2020 auf MeinMMO. Am 8. August haben wir den Artikel mit einer Passage ergänzt, wie die Geschichte ausging.

Das sagt die Mutter: Auf reddit hat sich eine verzweifelt wirkende Mutter gemeldet, die sagt ihr minderjährige Sohn habe über eine Kredit-Karte knapp 20.000$ an Subscriptions und Spenden über Twitch rausgehauen. Der hätte ihr Bankkonto geplündert. Das sind umgerechnet etwa 17.500€. Es wären Jahre des Sparens in nur 17 Tagen draufgegangen.

Die Mutter zeigte die Konto-Auszüge der US-Seite Dotesports und sagte dort im Gespräch:

Als ich meinen Konto-Auszug sah und dass meine Ersparnisse fast weg waren, begannen meine Lippen zu kribbeln. Ich musste meinen Kopf runternehmen, damit ich nicht ohnmächtig wurde. Ich hab zuerst geweint. Ich konnte nicht fassen, dass er das getan hat.

Reddit-Nutzerin terrikgm

Das Ironische und Bittere dabei ist, dass die 20.000$, die der Mutter jetzt fehlen, an Streamer gingen, die zum Teil sehr erfolgreich sind und für die diese Spenden kaum einen Unterschied machen dürften.

Die Mutter nennt im Gespräch mit Dotesports einige Namen. Das Geld ging unter anderem an Streamer wie:

Die beiden Sportler sind während der Corona-bedingten Auszeit ebenfalls auf Twitch zu sehen. Sie spielen dort Fortnite und Call of Duty. In den USA sind Verträge von Profi-Sportlern öffentlich, die haben durchs Salary-Cap eine transparente Vertragspolitik.

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Tfue ist der erfolgreichste Streamer auf Twitch. Viele unterstützen ihn mit Spenden und Abos.

Kreditkarte war fürs Schulessen gedacht, nicht für Twitch

So konnte das passieren: Die Mutter sagt, der Sohn bekam eine Kreditkarte, um sich in der Schule Essen zu kaufen. Doch er begann damit, Geld vom Konto der Mutter auf seine Kreditkarte zu übertragen, um dann über Online-Banking die Transaktionen zu bezahlen. Die Mutter glaubt, ihr Filius könnte ihr Passwort erspäht haben, als sie ihm ein bisschen Geld für erledigte Hausarbeit überwies, oder vielleicht habe sie sich nicht richtig ausgeloggt.

Als sie ihren Sohn mit der Tat konfrontierte, war der „im Schock“. Er wusste, dass er viel ausgegeben hat, aber nicht so viel.

Die Mutter kontrolliert zweimal im Monat ihren eigenen Kontostand. Der Sohn hatte daher 17 Tage, um das Geld durchzubringen. Offenbar genug Zeit. Die Mutter sagt: Sie bemerkte erst, was a los war, als es zu spät war.

11-jähriger Junge gibt 1200$ für Fortnite aus – Eltern belangen Epic

Mutter müsste Sohn verklagen, damit die Bank helfen kann

Das hat die Mutter jetzt unternommen: Die Mutter hat ihre Bank angerufen, die haben nun alle Konten eingefroren und die Kreditkarte gesperrt. Aber solange die Mutter keine Klage gegen ihr Sohn erreicht, kann die Bank nicht helfen, denn das gilt als „friendly fraud“ oder „chargeback fraud“. So nennt man es, wenn man online etwas kauft und dann das Geld von der Bank zurückfordert.

Die Mutter hat Twitch und Amazon kontaktiert, doch dort keine Antwort erhalten. Laut Dotesports habe sie sich auch an die Streamer gewandt, aber dort nur Antwort von Benkert und Leonard bekommen.

Sie hofft jetzt darauf, dass Twitch ihr helfen kann. Denn das Konto ihres Sohnes ist schon gesperrt und sie kann nicht mehr nachvollziehen, an wen da Geld geflossen ist.

Die Mutter nimmt letztlich die Schuld aber auf sich und ist bereit, mit den Konsequenzen zu leben:

Ich hab zu viel gearbeitet und nicht darauf geachtet, was mein Sohn online macht. Er kennt sich im Internet jetzt viel besser aus als ich. Mein Fokus liegt nun darauf herauszubekommen, warum er das gemacht hat, damit es der einzige riesige Fehler ist, den er in seinem Leben begeht.

Geschichte nimmt gutes Ende – Mutter bekommt Großteil des Geldes zurück

Update 8.8. Nach knapp drei Wochen hat die Geschichte doch noch ein gutes Ende genommen. Die Mutter sagt der Seite dotesports, sie habe fast das ganze Geld zurückerhalten. Sie hätte den Bezahl-Dienst Xsolla über deren Online-Chat kontaktiert, einen Partner von Twitch. Die hätten ihr das Geld zurückerstattet unter der Bedingung, dass der Account für immer geblockt ist.

Ihr fehlten zwar noch ein paar Hundert US-Dollar, aber sie sei wahnsinnig froh, dass der Albtraum nun ein Ende hat. Dem kleinen Differenzbetrag werde sie jetzt nicht mehr nachjagen. Sie sei sehr erleichtert.

Enttäuscht zeigt sich die Mutter, dass sie bei Twitch und Amazon nicht gehört wurde. Da sei sie überall gegen eine Wand gerannt.

Den Tipp, es doch über Xsolla zu versuchen, habe sie von einem anderer Elternteil auf reddit erhalten. Diese Person hatte etwas ganz Ähnliches durchgemacht.

Fortnite-Frau
Fortnite beschäftigt einige Mütter.

Der Online-Shooter Fortnite gilt als ein Magnet für Jungs. Die geraten über das Spiel häufig mal in Konflikte mit ihrer Mutter oder brauchen deren Hilfe. 2018 wurde ein 14-Jähriger Junge sogar von Epic verklagt, weil der angeblich gecheatet hat. Seine Mutter verteidigte ihn damals:

Fortnite: Mutter verteidigt 14-jährigen Cheater – Aber dem geht’s an den Kragen

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KushiRecordZ

Dieses Problem kenne ich nur zu gut, ich bin im Mobilfunkbereich tätig und will garnicht sagen wie oft ich schon viel zu hohe Rechnungen für Verträge gesehen habe, bei denen vor allem die Kinder Geld für Spiele usw. ausgeben. Teils Familien die kaum Geld haben kriegen Rechnungen die sie einfach nicht bezahlen können. 20000$ ist natürlich schon ein sehr harter Betrag, zumindest ist dieser nicht durch Schulden entstanden sondern von vorhandenen Ersparnissen. Ich weiß, es ist trotzdem kacke, aber zumindest ist die gute Dame jetzt nicht hoch verschuldet wegen Twitch.

Ich denke da kann das Kind noch so gut erzogen sein, Kinder haben einfach nicht den überblick über das Geld was sie ausgeben bzw wie viel alleine schon 10 euro für manche Menschen ausmachen kann. Das verständnis fehlt da einfach und entwickelt sich bei den meisten erst mit dem älter werden sobald eigenes Geld reinkommt und auch Sachen wie Miete und co immer bezahlt werden müssen. Man sollte schon viel früher anfangen Kindern verantwortungsbewusstes umgehen mit Geld beizubringen.

Threepwood

Auf Gaming Seiten kommt es in den Kommentaren zu solchen Themen oft so rüber, als ob das ein paar Amis und schlechte Eltern betreffen würde. Wir aus der Bubble haben da ggf. einen genaueren Blick drauf, aber von außen lässt sich alles immer toll bewerten.
Das hier ist einer der Sonderfälle betreffend der Summe, aber wie du sagst, selbst in pädagogisch wertvollen Familien sind Rechnungen aus Gaming, Abos, (Mobiles) Internet und co im hohen dreistelligen keine Seltenheit. Das schlägt keine Wellen und oft behalten die Leute es für sich, weils unangenehm ist.

ParaDox

Ich bin da mal neugierig kann man so etwas nicht blockieren, wie bei Roaming? Bei Apple oder Google kann man ja auch mit Pre Paid Karten arbeiten.

KushiRecordZ

Es gibt natürlich die sogenannte Drittanbietersperre bei Verträgen, welche es blockiert irgendwas über die Mobilfunkrechnung zu zahlen. Ich versuche diese, den Eltern immer ans Herz zu legen, es ist kostenlos und schützt. Die häufigste Antwort darauf ist ‚Ach so etwas würde mein Kind niemals tun‘.

Meist sind das dann genau die Patienten, die ein paar Monate später in den Laden kommen und sich über eine viel zu hohe Rechnung beschweren wollen.

Millerntorian

Es gibt natürlich die sogenannte Drittanbietersperre bei Verträgen, welche es blockiert irgendwas über die Mobilfunkrechnung zu zahlen. Ich versuche diese, den Eltern immer ans Herz zu legen, es ist kostenlos und schützt.

Ein sehr guter Hinweis, herzlichen Dank. Wenn auch nicht mehr direkt „betroffen“ (meine Tochter ist in den Endzwanzigern..), so erlebe ich in meinem privaten Umfeld den massiven Anstieg bei der Nutzung der Sprösslinge sämtlicher Telekommunikations-Hardware. Smartphone, Tablet, Laptop, und und und…

Da lege ich dem einen oder anderen Bekannten deinen Tipp mal nahe.

Bienenvogel

Puh, 20000$?! Das ist heftig.

Will mir garnicht vorstellen wie ich an Stelle dieser Mutter und Frau reagiert hätte. Hilfe.

Wir sind jetzt natürlich alle schlauer, hätten es von vornherein verhindert. Sicher war es auch nicht schlau mit der Kreditkarte, aber ich vermute mal sie hat das garnicht auf dem Schirm gehabt, dass ihr Sohn etwas derartiges tun könnte.

mordran

PrePaid credit card wäre hier das Zauberwort gewesen. Hoffentlich lernt sie was draus und kriegt wenigstens einen Teil ihres Geldes zurück.

Threepwood

Mir tut das für die Mutter richtig leid. Dieser ganze Blödsinn mit Spenden für Streams wird irgendwann auch mal in der Politik ankommen und hoffentlich rigoros in gewisse Bahnen getreten. Das Thema wird ja grundlegend lauter und das ist wichtig.

Die absolute Mehrheit der Eltern checkt nicht, was online, selbst im jugendfreien Raum abgeht. Außerdem haben die Kids schnell mehr drauf, als so manch einer erwarten mag.
Im pädagogischen Bereich siehts kaum anders. Dort könnte man das ansatzweise ausgleichen und mit Eltern und Kids das Thema er- und bearbeiten. Ohne fcking Zeigefinger, sondern Umgang damit lernen. Betrifft Schule, aber auch Freizeitbetreuung in der Jugendhilfe, JUZ usw. Leider fliegt Internet, Gaming, Streaming auch hier noch viel zu oft unter dem Radar der Beachtung und Kollegen haben oft schlicht kein Interesse an den Themen, sind überfordert und haben meist privat gar nichts damit am Hut.
Fortbildungen in dem Bereich sind ebenfalls rar.

Was meine Generation mit der Einführung des Handys und all seinen Abos, Mehrkosten, mehreren Verträgen für immer neue Handys usw hatte, ist für die Kids heute die Unterhaltung online. Bloß noch unregulierter und versteckter. Und auch die Betreiber müssen sich eine Teilschuld für diesen Wahnsinn eingestehen, sie forcieren diesen Blödsinn schließlich aufs Äußerste.

Chrisi_nice

So doof das alles auch ist muss ich sagen schön das die Mutter da einsichtig ist und nicht zwanghaft den Fehler bei anderen sucht. Dafür Respekt.

MikeLee2077

Hier haben eindeutig die Eltern versagt.

Mr.Tarnigel

Kreditkarte war fürs Schulessen gedacht, nicht für Twitch.
?

irgendwas stimmt doch an dieser Story nicht.
Weshalb gibt die Mutter ihrem Sohn ne Kreditkarte mit 20000 Dollar drauf. Auch in Amerika muss man mindestens 18 Jahre sein um eine Kreditkarte zu beantragen also warum sollten Schulen in Amerika es anbieten Essen mit Kreditkarte zu bezahlen. Ebenfalls dürfen Minderjährige in Amerika wärend der Schulzeit die Schule nicht verlassen. Essen gibt es dort an der Schule gegen Bargeld oder Vorauszahlungen.
Also wozu jetzt die Kreditkarte?
Sorry sollte es tatsächlich so geschehen sein ist die Mutter selbst schuld. Kein Kind sollte mit 20000 Dollar in der Tasche rumlaufen.

Meena

Vielleicht den Bericht nochmal genauer lesen.

Mr.Tarnigel

Doch er begann damit, Geld vom Konto der Mutter auf seine Kreditkarte zu übertragen, um dann über Online-Banking die Transaktionen zu bezahlen.

Oh ha das hatte ich übersehen.
Dann kann der junge garnicht so dumm und unerfahren sein. Das hat ja schon schwere kriminelle Züge.

Azarashi

„also warum sollten Schulen in Amerika es anbieten Essen mit Kreditkarte zu bezahlen.“
„Essen gibt es dort an der Schule gegen Bargeld oder Vorauszahlungen.“

Bargeldlose Bezahlautomaten und NFC Systeme in Kantinen/Mensen gibt es in den USA auch an Schulen und „Junior“-Kreditkarten gibt es mit Unterschrift der Eltern auch, Prepaid oder mit geringem Kreditrahmen. DIese können in Schulen genutzt werden (Ebenso wie Apple /Google pay/NFC Handys)

„Ebenfalls dürfen Minderjährige in Amerika wärend der Schulzeit die Schule nicht verlassen“

Dürfen sie in der Mittelstufe hierzulande auch nicht. Das hat zu meiner Schulzeit aber auch wenige davon abgehalten und wurde von Eltern meist ignoriert.

„Kein Kind sollte mit 20000 Dollar in der Tasche rumlaufen.“

Exakt. Unabhängig von meiner Rosinenpickerei da oben… Das der Junge überhaupt Zugriff auf eine solche Geldmenge hat ist allein ihre Schuld. Das Kinder Geldwerte noch überhaupt nicht einschätzen können ist ja keine neue Erkenntnis.

Theojin

Ich würde meinen Sohn damit direkt bei der Army anmelden, kann er sich da den Arsch aufreißen lassen und das Geld wieder verdienen.

Trotz allem verstehe ich nicht, wie man als Elternteil so unfassbar blauäugig sein kann, viel Arbeit usw. hin oder her.

Dreizehn Zwölf

Aber dann bitte nicht weinen wenn er nach einen Einsatz nicht mehr zurückkommt.

ChrisP1986

Solange er seinen Dienst Betrag abgearbeitet hat…🤪🤪

Osiris80

Ihr macht doch alle normalen Spieler die streamen zu Millionären, ich hab es noch nie verstanden warum man Leuten die eh schon alles haben noch mehr Geld spenden muss.

Kite5662

Weil das Idioten sind, die einen sehr unterdurchschnittlichen IQ haben, und kaum kalkulierend mit ihrem Geld arbeiten. Oder, wie das Topic eben auch verrät, es sind Kinder.

Osiris80

Ich glaube nicht das es nur Kinder sind, ich gehe davon aus das die Personen sich besonders fühlen wenn sie bei bekannten streamern mit Name und Betrag genannt werden. Hatt vermutlich keine Altersbegrenzung. Es ist einfach nur erstaunlich wie teils wirklich mittelmäßig gute Spieler die halt nur gut entertainen können sich Millionen erwirtschaften durch das Geltungsbedürfnis von unscheinbaren Personen.

Kite5662

Geltungsbedürfnis? Eventuell eher auf Grund sozialer Probleme. „Cool, der Typ hat mich bemerkt!“ Für geistig gesunde Menschen ist das lachhaft – gerade zu infantil. Für diese gescheiterte Existenzen, ist das ein Tunnel. Daher auch meine Kategorisierung für derlei „Menschen“ – Idioten.

alfredo

und bei sportler, filmstars usw ist das in ordnung? ist halt in der unterhaltungsbranche so. eigentlich nicht schwer zu verstehen.

TapTrix

Bevor ihr so viel unqualifizierten Mist von euch gebt, denkt mal daran wann ihr euch das Letzte mal einen Film gekauft, ins Kino oder zu einem Fußballspiel gegangen seit.
Damit macht ihr nichts anderes als jene Leute, die ihr als „Idioten“ abstempelt.
Ob ihr nun ein Kino-Abonnement habt und euch in der Woche 2 Filme anseht oder 5€ ausgebt um ein Sub zu werden oder den Content den ihr so gerne schaut zu unterstützen bleibt sich gleich.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ich es gut heiße wie jenem Beispiel im Artikel Tausende von Euros auf einmal donated werden, jedoch muss man auch bedenken, dass es ebenfalls Leute gibt die z.B. mehrere Hundert Euro ausgeben nur um ihren lieblings Schauspieler 3 Minuten aus dem Auto steigen und in ein Gebäude laufen sehen zu können.
So ist das nun mal in der heutigen Zeit und nur weil ihr das nicht nachvollziehen könnt, gibt es euch nicht das Recht diese Menschen zu als „Idioten“ abzustempeln.

Die Entertainment Branche ist nun mal auch ein Berufszweig, es ist ja nicht so, als ob Streamer durchs nichts tun ihr Geld verdienen.

luriup

Nö ich gebe 17€ im Monat für Leute wie Silbereisen aus.
Mache ich es nicht,lande ich im Knast.
Das beste daran ist,ich nutze seit 16 Jahren weder Fernseher,Radio noch irgewelche Online Angebote
der öffentlich-rechtlichen.
Das ist der Größte Beschiss und vom Gesetz gedeckt.

Herlitz

Der Fachbegriff dafür ist „Solidarität“.
Ob die Höhe nun gerechtfertigt ist steht auf einem anderen Blatt.

Compadre

Ich verstehe zwar, was du sagen möchtest, aber ich verstehe deinen Vergleich nicht.

Wenn ich ins Kino gehe, bezahle ich für den Film, den ich schauen möchte. Ich subscribe im Kino nicht nochmal extra den Filmproduzenten, um irgendwelche Emotes durch den Kinosaal rufen zu dürfen oder um einen Hut tragen zu dürfen, durch den jeder sieht, dass ich den Filmproduzenten zusätzlich unterstütze.

TapTrix

Gibt genug Merchandise welches man zusätzlich erhält wenn man an bestimmten Kino Events teilnimmt.

Z.B. Habe ich vor einigen Jahren im Film „Hacksaw Ridge“ gratis ein Buch über den Film erhalten.

Aber das geht so ziemlich am Thema vorbei.

Wenn ich einen Streamer durchgehend zusehen könnte und mir sein Content hervorragend gefällt, würde ich ihn denke ich auch zumindest mit einem Sub unterstützen.
Denn somit würde ich zumindest dazu beitragen, dass dieser Content länger bzw. öfter zu sehen wäre.

ParaDox

Kurt Benkert hat gar keinen Donation Button auf seinem Profil, da würde mich durchaus interessieren wie man dem spenden kann.

Coemgen

https://streamlabs.com/kurtbenkert/tip

Wer spenden möchte, und der junge Mann kannte sich aus, der findet einen weg. ^^

K-ax85

Abos an Dritte verschenken geht z.B. auch oft.

ParaDox

Hab ich gar nicht gewusst das man Abos auch verschenken kann. Ja gut also dass muss man Twitch lassen, die finden wirklich jeden Profitstrom den man anzapfen kann.

Azarashi

Das war ein Feature was jahrelang von der Community gewünscht wurde. Das war schon okay.

Allerdings hat Twitch diese blödsinnige Funktion eingeführt mit der man eben Random Zuschauern Subscriptions schenken kann. Und natürlich gibts noch ein Leaderboard dazu, damit man auch schön sehen kann wer das meiste Geld im Stream verbrannt hat.

alfredo

wenns weh tut lernt man am besten

Inque Müller

In was für einer Welt leben wir, in der Minderjährige schlauer sind als ihre Eltern. 20000 Doller ersparen in Amerika? Denke doch eher, das es ihre Altersvorsorge war, die der Junge da verschenkt hat. Aber allein schon das er die Umbuchungen vorgenommen hat, zeigt schon etliches an krimineller Energie. Die Mutter war bestimmt auf der Waldorfschule, ihr Sohn geht dafür mal auf die UCLA aber wohl eher in Knast.

Coreleon

Bei den Studiengebühren in den USA und in Anbetracht dessen das der 20k aus dem Fenster geworfen hat, geht der bei McDonalds arbeiten statt auf die Uni…naja oder halt in Knast. 🙄

Sveasy

Ich muss gestehen ich schwanke zwischen Mitleid und einer Art Schadenfreude. Schadenfreude weil sie offenbar keine Zeit hat sich um ihren Sohn zu kümmern bzw was dieser online treibt. Mitleid weil ich eben die genaue Lebenssituation nicht kenne (Stichwort:Multijobber weil Niedriglohnsektor). Ich finde es aber bemerkenswert dass sie so reflektiert ist und die Schuld bei sich sucht anstatt direkt allen andern die Schuld zuzuweisen. Allein dafür hätte sie verdient dass die Streamer ihr das Geld aus gutem Willen erstatten

chack

Ich muss gestehen ich schwanke zwischen Mitleid und einer Art Schadenfreude. Schadenfreude weil sie offenbar keine Zeit hat sich um ihren Sohn zu kümmern bzw was dieser online treibt.

Alles klar Helikopter Daddy. Gleich davon zu sprechen die Frau würde sich nicht um ihr Kind kümmern, alter heftig. Man kann seine Kinder nicht permanent überwachen. Vorallem gehts hier ja nicht um ein Kleinkind, sondern offensichtlich ist der Kerl mindestens 10-12 oder sogar 14-16. Im Artikel steht nur er sei minderjährig. Würdest du echt bei deinen Kids permanent die Browserhistory checken oder gar Software installieren damit du immer weißt was dein Kind tut? Du kennst noch ncihtmal die Lebensituation von dieser Familie, aber hauptsache sich empören und gleich elterliches versagen unterstellen. Und dann freust du dich auch noch darüber das jemand 20k Euro verliert, was ein Knaller.

Sveasy

Lies den Artikel bevor du hier Leute angehst… Das sagt die Mutter selbst Du Pfeife. Das hat auch nix mit Helikopter zu tun sondern mit Erziehung, dazu gehören Freiräume und auch Kontrolle, gerade im Web eher letzteres

K-ax85

Bei solchen Fällen frage ich mich als Familienvater selbst: Was haben die Eltern bei der Erziehung falsch gemacht, dass das Kind so gar nicht über einen Bezug zu Geld und einen funktionierenden moralischen Kompass zu verfügen scheint?

Auf die Idee, dem Kind eine Kreditkarte ohne Limit zu geben, oder den Zugang zum Online-Banking bzw. die Funktion der Online-Überweisung nicht mit 2FA zu schützen muss man erstmal kommen. Sowieso: Heutzutage bekommt man doch auch via Banking-App jede Kontobewegung in Echtzeit aufgezeigt.

Für die Mutter tut es mir in Maßen leid, es ist letztendlich viel Geld, ich hoffe der Sohn wird die Summe langwierig und vollumfänglich abarbeiten müssen – Twitch und Co. kann man nur eine geringe Schuld zuschieben, auch wenn einige Streamer Ihre jugendlichen Zuschauer ja förmlich um Spenden anbetteln – hier kann man als Eltern den Kindern im Vorfeld mitgeben was im Rahmen ist und was nicht.

Loki

Nehmen wir einfach mal die Mutter wäre alleinerziehend und arbeitet rund um die Uhr.Möglicherweise hat sie auch noch 2-3 Jobs, was in den USA nicht unüblich ist. Technisch nicht auf dem höchsten Level. Zusätzlich einen Sohn welcher Probleme hat, möglicherweise Mobbing, möglicherweise unzufrieden mit sich selbst, absolut keine Freunde.
Dann nehmen wir mal an, dass die Streamer ihm ein Gefühl von Freundschaft geben und ihnen das zurückgeben möchte. Da höhere Beiträge genannt werden sieht er die Chance von seinen Stars erkennt und benannt zu werden und sich sozusagen näher zu denen bewegt.

Wir haben absolut keine Ahnung was bei dem Jungen los ist bzw. bei der Mutter. Ich halte es für zu einfach der Mutter die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen. In dem Alter hatte ich meine komplette Verwandtschaft technisch komplett überholt. Ich hätte weiß gott alles machen können, wenn ich die Rechner repariert habe. Zugangsdaten etc konnte ich alles easy auslesen. Zusätzlich noch veraltete Software usw usw.

K-ax85

Du hast daraus nun eine dramatische Geschichte entwickelt – ob das wirklich so oder so ähnlich abgelaufen ist wissen wir nicht – man kann(muss) aber, auch wenn man selbst viel arbeiten muss, seinen Kinder eine gewisse „Basis-Erziehung“ mitgeben – und wenn ich meinem Kind sage, dass es nur das Geld ausgeben soll, was auf der Karte zur Verfügung steht gehe ich davon aus, dass mein Kind sich auch daran hält. Und wenn meine Tochter z.B. psychische Probleme hätte behaupte ich jetzt mal, dass ich als aufmerksames Elternteil schnell merke wenn etwas nicht stimmt. Meine Eltern haben sowas auch immer sofort gemerkt.

Zu dem von Dir geschilderten Gedankenspiel: Es gehört schon eine gehörige Portion kriminelle Energie dazu die Theorie „Bei Verwandaten die Zugangsdaten auslesen und wer weiß was machen“ dann auch in die Tat umzusetzen. Ich bezweifle auch das Teenager, die nicht absolute Technik-Cracks sind, z.B. Bankzugangsdaten einfach auslesen könnten, damals wie heute.

chack

Der Tag wird kommen da wirst auch du mal Kinder haben und auch dein Kind wird irgendeinen scheiß machen, andere Kinder prügeln, klauen oder sonst was. Das wirst du nicht verhindern können, ganz egal wie gut deine Erziehungsmethoden sind. Nach deiner Definition von Erziehung hast du dann versagt, macht keinen Sinn oder? Und dann sagst du ja selbst, ob das so oder so ähnlich abgelaufen ist wissen wir nicht. Aber hauptsache obowhl wir hier gar keine hintergrundinformationen haben, gleich schlechte Erziehung vorwerfen und von moralischen Kompass sprechen. Ich will mich nciht streiten aber du bist doch selbst nciht erwachsen oder? Es gibt keine Blaupause für Kindererziehung, es passieren auch einfach Dinge ausserhalb des elterlichen Einflusses, dazu kommt das Kinder einfach auch Kinder sind, so ist das halt.

K-ax85

Lustig – Ich habe bereits Kinder. Natürlich gibt es Dinge außerhalb des elterlichen Einflusses – es ist aber von der Gewichtung her etwas anderes, wenn meine Tochter z.B. ne Zeitschrift im Supermarkt klaut oder 17.000 Euro. Wobei ich mir sicher bin (aufgrund unserer Erziehung), dass Sie bei beiden Dingen weiß, dass es falsch ist.

Wie Kinder/Teenager damit umgehen, ob Sie ein schlechtes Gewissen haben oder danach weitermachen und wie offen Sie mit Ihren Eltern reden – das liegt alles durchaus an der Erziehung und dem, was man seinen Kindern vorlebt. Das Kinder Dummheiten machen – geschenkt – hab ich auch, jedes Kind /jeder Teenie testet seine Grenzen aus und macht mal etwas verbotenes.

Wenn man aber (sagen wir mal) 15 Jahre alt ist und seinen Eltern/seiner Mutter, die mehrere Jobs braucht um die Familie zu versorgen, im Laufe so kurzer Zeit 17.000 Euro klaut stimmt etwas mit der Erziehung und der Grundeinstellung des Kindes nicht – und bei dem Standpunkt bleibe ich auch. „Hab ich nicht gemerkt“ zählt da für mich nicht.

chack

Wenn man aber (sagen wir mal) 15 Jahre alt ist und seinen Eltern/seiner Mutter, die mehrere Jobs braucht um die Familie zu versorgen, im Laufe so kurzer Zeit 17.000 Euro klaut stimmt etwas mit der Erziehung und der Grundeinstellung des Kindes nicht – und bei dem Standpunkt bleibe ich auch. „Hab ich nicht gemerkt“ zählt da für mich nicht.

Woher willst du wissen wie alt das Kind ist und wie dessen geistige Reife ist. Der Kerl kann genausogut 10 oder 11 sein aber die Reife eines 8 Jährigen haben. Er kann genausogut einfach ziemlich dumm sein und bestimmte Dinge nicht verstehen. Vllt wurde er ja auch nach den ersten 2-3 Spenden einfach süchtig, wäre nicht der erste. Du weißt doch gar nicht das wie und warum. Aber klar bieg dir die Dinge so wie du das brauchst damit du dir auf die Schulter klopfen kannst und von dir behaupten kannst ein so guter Elternteil zu sein.

K-ax85

Was willst du mir damit sagen? Das für dich spekulieren okay ist, für andere aber nicht?

Ich hoffe ich kann mir später auf die Schulter klopfen und sagen „alles richtig gemacht, mein Kind ist gut geraten.“ – wäre auch schlimm wenn man als Elternteil dieses Ziel nicht verfolgen würde.

Tronic48

Dazu fällt mir nur eines ein, wie kann man einem Minderjährigen eine Kreditkarte geben für Essen, ich hätte ihm Bargeld gegeben, dann wäre das alles nicht passiert.

Hoffe doch, die Mutter hat daraus gelernt.

ParaDox

Es gibt in den USA viele Geschäfte die nur mehr Kreditkarten akzeptieren, die kann man auch nicht überfallen.

Agravain

Das mag sein, aber in einer Schule?
Gibt es in den USA echt schon Kantinen, Cafeteria, etc. die wirklich Kreditkarten akzeptieren?

tzizt

Ja^^
Deutschland ist eines der wenigen Länder, wo man noch nicht überall mit Karte zahlen kann. Aber auch das ändert sich, mit befeuert durch Cororna, gerade.

ParaDox

Ja das gibt es durchaus, die Argumentieren mit den Vorteilen dass die Wartezeit kürzer ist, man kein Geld verlieren kann und kein School Bully den Kindern das Essensgeld klaut.

Coreleon

Ist dort aber schon ewig so das die lieber mit Kreditkarte oder Schecks bezahlen. Wurden da immer ganz entgeistert angeschaut wenn Geldscheine rausgeholt haben… als hätten wir ne Bank überfallen oder versucht mit nem Goldbarren zu zahlen. 😁

K-ax85

Naja im Rahmen des Taschengelds find ich das schon okay, wenn es eine Prepaid-Karte ist, da kann man dann ja jeden Monat eine feste Summe drauf überweisen – heutzutage funktioniert doch fast alles Bargeldlos.

Man muss nur im Vorfeld definieren was geht und was nicht und vor allem mit seinem Kind sprechen.

lIIIllIIlllIIlII

Für mich ist dieses keimige Bargeld auch hier grotesk 😀

Tronic48

Richtig, es wird auch immer mehr in Richtung Bargeldlos gehen, aber das dauert noch eine weile.

Ich meinte das auch so als Bsp. Eine Prepait Karte hätte diesen Zweck auch erfüllt, wo dann z.B. nur 10€ oder so drauf sind, da wäre das auch nicht passiert.

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