Shroud of the Avatar: Spieler sollen zum PvP gezwungen werden

Wir erhielten die Update-Notes zum kommenden Release 33 des Selective-Multiplayer-RPGs Shroud of the Avatar zugespielt. Mit dieser Version wird ein PvP-Zwang für Spieler eingeführt.

Shroud of the Avatar ist ein Selective-Multiplayer-RPG. Das heißt, der Grundgedanke dahinter war einmal, dass man entweder alleine in einem Single-Player-Modus, nur mit Freunden in einem Friends-Only-Modus oder ähnlich einem MMORPG in einem Open-Online-Modus spielen kann. Damit sollte jeder Spieler das Onlinegame so spielen können, wie er es will. Allerdings zeigte sich die PvP-Community wenig begeistert darüber, dass man sein Einverständnis für das PvP geben musste und man kein offenes PvP einführte oder Spieler zumindest in speziellen Gebieten nicht dazu zwang, an den Spieler-gegen-Spieler-Kämpfen teilzunehmen. Das ändert sich jetzt.

Shroud of the Avatar Kampf im Dungeon
PvP wird zum Muss in Shroud of the Avatar!

Laut den aktuellen Update-Notes, die nur Dev+-Mitglieder einsehen können und welche uns zugespielt wurden, wird es mit Release 33 einen PvP-Zwang in speziellen Arealen geben, die eigentlich für PvP-Schlachten entwickelt wurden. Wer diese Gebiete erkunden will, der wird automatisch für PvP „geflaggt“ und muss mitkämpfen, ob man will oder nicht. Grundsätzlich ist das nur ein kleines Problem, denn schließlich kann jeder diese Gebiete meiden, wenn er möchte. Das stimmt aber nur teilweise. Denn im Rahmen der Story des Spiels wird man in diese Gebiete geführt. Jemand, der also kein PvP machen möchte und diese Gebiete meiden würde, wird dazu gezwungen, am PvP teilzunehmen, wenn er der Story folgen will.

Das Entwicklerteam erklärt, dass man die Gebiete nun anpasst und geheime Wege einführen will, sodass die Spieler, die sich nicht am PvP beteiligen wollen, diese Wege nehmen können. Doch werden sich dort nicht erst recht die ganzen „Griefer“ sammeln und denjenigen Auflauern, die nichts mit PvP am Hut haben? Mit dieser neuen Regelung kommt man einer sehr lautstarken Fraktion im Forum entgegen, die Shroud of the Avatar gerne zu einem Ultima Online 2 mit Open PvP und Full Loot machen möchte. Doch genau dies hat damals dazu geführt, dass UO die Spieler scharenweise davongelaufen sind und nun wiederholt man diesen „Fehler“?

Spielerfreiheiten werden eingeschränkt

Shroud of the Avatar Charakter

Die Regelung schränkt die Spielweisen der Gamer stark ein. Wer einfach nur erkunden möchte, der wird zum PvP gezwungen. Wer der Story folgen will, der wird zum PvP gezwungen. Wer die Hintergrundgeschichte der Spielwelt mit den Shardfalls und den Control Points erkunden will, der wird zum PvP gezwungen. Ob dies eine kluge Entscheidung war, wird man noch sehen. Freiheiten der Spieler einzuschränken und sie zu Dingen zu zwingen, die man nicht tun will, kam noch nie besonders gut an.

Derzeit wird im offiziellen Forum von SotA schon heftig darüber diskutiert, dass man Spieler generell dazu zwingen sollte, immer im Open-Online-Modus zu spielen, denn im Single-Player- und Friends-Only-Modus würde man schneller farmen und grinden können, da man sich die Rohstoffe und Monster dort nicht mit anderen Spielern teilen muss. Dies würde die Ökonomie im Spiel zerstören. Wer weiß, vielleicht schafft man diese Modi nun auch noch ab und macht Shroud of the Avatar – entgegen der Ankündigung und der Kickstarter-Kampagne – nun doch noch zu einem reinen MMORPG.

Was macht Ihr nur?

Andreas meint:

andreas_bertits_autoren_im_web

Portalarium, was macht ihr nur? Shroud of the Avatar hat sich zu Beginn so gut angehört. Es war ein so interessantes und einzigartiges Konzept, das Single-Player mit Multiplayer kombinieren wollte. Doch, weil offenbar einige UO-Fans der Meinung sind, dass SotA besser ein MMORPG mit Open-PvP sein sollte, knickt ihr vor dieser Handvoll lautstarker Personen ein und verändert das gesamte Konzept des Spiels? Ihr führt einen PvP-Zwang ein, obwohl das schon bei Ultima Online in einer Katastrophe geendet hat?

Ich bin schwer enttäuscht über diese Entscheidung, die einfach zeigt, dass sich die Prioritäten bei der Entwicklung des Spiels offenbar stark geändert haben. Weg von einem storygetriebenen Selective-Multiplayer-RPG mit Offline-Modus (von dem man so gut wie gar nichts mehr hört) und hin zu einem MMORPG, das sich zu einem UO-Klon entwickelt. Dafür haben sicher viele nicht ihr Geld bei der Kickstarter-Kampagne gegeben!

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Koronus

Damit ist mein Interesse erloschen.

Zunjin

Es gibt aber auch Ausnahmen von jeder Regel und zwar Citystate Entertainment mit Camelot Unchained. Mark Jacobs hat dort von Anfang an ca. 20 Ecksteine postuliert, die sich nie ändern werden, selbst wenn das Spiel auf Grund der ein oder anderen Entscheidung beim Massenmarkt eben nicht ankommt.

Selbst bei kleinen Änderungen, abseits dieser „Foundation Principles“, z.B. bei der Frage ob Spieler die nach KS dazu gestoßen sind, dennoch die gleichen Pakete wie KS Backer bekommen sollen, wurde die Community befragt.

Und ja… sie halten sich an alles, stellen sogar den eigenen Profit hinten an und als die Beta verschoben wurde, da bettelten sie nicht bei den Spielern um neues Geld, sondern MJ selbst sowie eine Investoren, legten je eine Mille oben drauf, zusätzlich zu den 4 Mille die sie bereits aus eigener Tasche zahlen.

Und an den Principles wird sich auch nie was ändern, denn alleine die Tatschache, dass es eine Money Back Garanty für jeden unzufriedenen Backer gibt, sorgt schon dafür, dass sie keinen groben Mist bauen. 🙂

Pat Simmons

Hier Andreas, ein Taschentuch!
Fakt ist: auch in Zukunft wird niemand zum PVP gezwungen und die Spielmodi bleiben ebenfalls erhalten, werden aber sicherlich angepasst.

Du hörst dich schon an wie einige Dramaqueens im Forum, die hinter jeder Ankündigung von Port gleich den Untergang von Novia herbeibeschwören.
Lass‘ die Entwickler doch einfach mal machen und berichte lieber über Euer Pokemon, WOW, Overwatch oder was gerade so angesagt ist.

MfG Stahlknecht

Ninja Above

Einfach nur widerwärtig andere zum PvP zu zwingen. Aber noch schlimmer als die Entwickler sind die Typen die sich sowas wünschen, so Pvp-hardcore-spieler, die auf Story und Welt scheißen und die nur ihren Spaß haben indem sie anderen den Spaß verderben. Bei denen kommt nämlich erst Freude auf wenn sie wissen, dass ihre Opfer garkein Pvp wollten.

GAU

Wieder so ein zwangs PvP Schrott für die ignore Liste, was geht bloss in den Köpfen mancher Leute vor ?
Yeah lasst uns alle dazu zwingen so zu zocken wie wir das haben wollen, dann mögen die unser Game garantiert!!

Nookiezilla

Top. Dann schaue ich eventuell doch mal rein. Aber erst sobald Legion zur Routine wurde.

Ninja Above

Ich hab sowas immer für Gruselgeschichten gehalten, aber es gibt Leute wie dich wirklich 😀 erstaunlich!

Nookiezilla

Was genau meinst du? 🙂

Ninja Above

Dein ernst? Ich mein du geilst dich daran auf, dass Spieler zum Pvp gezwungen werden die 1.kein bock und 2. keine Ahnung vom Pvp haben, also können sie dir auch keine spannenden oder spaßigen Kämpfe liefern. Also geht es dir folglich nur darum arme nicht pvpler die keine Chance haben abzuziehen damit du dich selbst besser fühlst oder hab ich das falsch verstanden?

Nookiezilla

Ja.
Prinzipiell finde ich SotA seit Anfang an durchaus interessant, aber das mehr oder weniger fehlende PvP, hielt mich bislang vom Spiel fern. Meine Hoffnung ist nun also, dass mehr Spieler, eben begeisterte PvP Spieler zum Spiel dazu stoßen (so wie ich dann halt). Ich spiele zwar auch PvE, aber ganz aufs PvP verzichten möchte ich bei keinem MMORPG. Mir geht es also nicht darum, Leute abzufarmen die keine Lust aufs PvP haben. Zudem „noob stomping“ so ca zehn Minuten lang Spaß macht, danach wird es langweilig. Und wer weiß, eventuell wird auch der ein oder andere, der anfangs spektisch war, doch gefallen an diesem Modus finden.

Das nächste mal bitte nicht so voreilig urteilen.

Gerd Schuhmann

Das Problem ist halt, dass fantastische Versprechen dafür sorgen, dass Leute backen und die Spiele PR bekommen (Und damit mehr Backer). Wenn die die Spiele schon ganz realistisch beschrieben hätten mit allen Risiken, wären sie vielleicht nie so groß geworden. Sondern da werden immer riesige Visionen gezeichnet.

Das ist aber bei normalen Games ja auch so, dass da immer mit den allergeilsten Farben gemalt und überall getrickst wird – und das Resultat ist dann viel banaler. Auch „gute Spiele“ sind in der Präsentation 3mal geiler als dann in der Realität.

Longard

Hoffentlich krepiert das Game und das Entwicklerteam (geht pleite und muss geschlossen werden)gleich mit. Wer so eine Scheiße Fabriziert ist selber schuld und hats nicht anders verdient

En Grosse

Dabei wäre es so einfach: Einfach zwei verschiedene Server anbieten (oder 3, PvE/PvP/Full Loot-Permadeath). Der erste Entwickler, der das bei einer Sandbox so macht, gewinnt!

Bumblebee

Uiuiui, da ging es heute ganz schön ab im Forum. Bis der Community Manager mit harten Worten durchgegriffen hat dass dieses „Feature“ nicht zur Diskussion stehen würde… Ganz schön hart was die da abziehen. Erzwungenes PvP war nie Teil der Ankündigung. Es war immer selektives Multiplayer und dieses „selektiv“ also die Wahl des Spielmodus wird nun eingeschränkt. Damit machen sich die Entwickler keine Freunde…

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