Shroud of the Avatar: Richard „Lord British“ Garriott stellt sich der Kritik – Nur lahme Quests?

Die Community des Selective Multiplayer RPGs Shroud of the Avatar muss man einfach lieben, denn dort kochen die Gefühle gerne etwas hoch. Dies hat nun Ultima-Erfinder „Richard Lord British“ Garriott dazu gebracht, sich zur Kritik zu äußern.

Auslöser war eigentlich die Ankündigung des Final Wipe, der Ende Juli stattfindet und durch welchen im Prinzip der Online-Part des Spiels startet. Das Spiel an sich ist damit aber noch nicht fertig – vor allem der Story- und Offline-Part nicht, um den sich die Entwickler erst ab jetzt kümmern werden. Das erhitzte etwas die Gemüter. Und wie das bei so etwas oft der Fall ist, führte eins zum anderen und es hagelte Kritik an einigen Spielelementen.Shroud of the Avatar Dysborg

Nur Fedex-Quests?

Darunter die Quests. Einige der ersten Quests sind bereits im Spiel integriert, sodass man diese testen und einen Vorgeschmack auf die Story des Spiels erhalten kann. Allerdings ist dies ein doch recht bitterer Vorgeschmack. Denn alle Quests drehen sich nur darum, Briefe oder Gegenstände von einem NPC zum anderen zu bringen oder eine bestimmte Anzahl von Gegnern zu töten. Nachdem Richard Garriott und Bestseller-Autor Tracy Hickman immer so vollmundig über die Story und Quests gesprochen haben, stellt dies eine herbe Enttäuschung für viele dar.

Hinzu kommt, dass die meisten Städte leer wirken. Die Straßen bieten keine Details, es wandern kaum NPCs herum und in vielen Gebäuden herrscht gähnende Leere. Den Städten fehlt zudem Persönlichkeit, sie wirken wie Hubs, in denen sich Spieler treffen und ihre Häuser bauen. Für ein Spiel, das auch einen spannenden Single-Player-Part bieten will, ist dies deutlich zu wenig. Zusätzlich regt man sich derzeit über das Dialogsystem auf, das im regulären Chat stattfindet und unformatierten Text wie in einem Chatprotokoll darstellt. Hier wünschen sich viele ein wirklich atmosphärisches, aufgeräumtes Dialogfenster, das vom restlichen Chat losgelöst ist und den Text auch gut lesbar darstellt.

Der Chef persönlich meldet sich

Shroud of the Avatar DungeonNun ist es natürlich so, dass sich Shroud of the Avatar noch in einer Pre-Alpha befindet. Das heißt, es wird noch an vielem geschraubt. Der Umstand, dass schon der Final Wipe bevorsteht und bisher wenig am Single-Player-Part und der Story gemacht wurde, lässt hierbei aber einfach die Gefühle hochkochen. Das haben die Entwickler ebenfalls bemerkt, weswegen sich am Donnerstag Richard Garriott im Forum zu dieser Kritik gemeldet hat.

Zum einen kündigte der Erfinder der Ultima-Serie an, dass am Freitagabend um 21 Uhr ein Live-Chat stattfinden werde, in dem er über diese Probleme spricht. Zudem sei man sich im Team der genannten Dinge durchaus bewusst. Man wisse, dass man momentan nur Fedex-Quests im Spiel habe und dass die Städte momentan noch leblos und leer wirken würden. Zudem sei man sich bewusst darüber, dass es einige Probleme zwischen den Multiplayer-Features und den Single-Player-Features geben würde, die nicht immer gut Hand in Hand gehen.

Hier werde man sich ebenfalls Gedanken machen. Generell stimmt er dem zu, was die Fans bisher kritisieren und versichert, dass man sich um diese Probleme kümmern werde. Viele Fans sind noch skeptisch, hegen jetzt aber wieder Hoffnung, dass aus Shroud of the Avatar doch ein gutes Spiel wird, das auch in Sachen Story und Single Player überzeugen kann.

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Quelle(n): Forum von Shroud of the Avatar
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