Shroud of the Avatar macht Kinder zu Zombies

Mit dem kommenden Update führt das MMORPG Shroud of the Avatar (SotA) Zombie-Kinder ein, die ihr in Massen bekämpft.

Die Zombiekinder greifen an!

Kinder als Monster! Das Update R54, das am 31. Mai erscheint, führt neue Gegner in das Ende März gestartete Online-RPG ein. Dabei handelt es sich um Zombie-Kinder. Denn die Untotenplage auf dem Fantasykontinent Novia macht nicht vor den Kleinen Halt. Ihr werdet es also auch mit Zombie-Kindern zu tun bekommen. Aufgrund des exzessiven Grindings des Spiels werdet ihr wohl sehr viele Zombie-Kinder vernichten müssen. Die kleinen Untoten sind zwar weniger robust als die „Erwachsenen-Varianten“, dafür greifen sie aus dem Hinterhalt an.

Was hat es mit dem Zombie-Kindern auf sich? Schon während der Entwicklung von Ultima 5, welches 1988 erschien, integrierte Designer Richard „Lord British“ Garriott Kinder als Feinde. Der Spieler entdeckte gefangene Kinder in einem Dungeon, welche den Helden attackierten, nachdem er sie befreit hatte. Dies führte zu kontroversen Diskussionen. Allerdings ließ sich Garriott davon nicht beirren und baute so etwas immer wieder in seine Spiele ein. Nun also auch in Shroud of the Avatar. Da wird keiner diskriminiert, nur weil er jung und untot ist.

Das MMO strauchelt

Wie geht es Shroud of the Avatar? Das MMORPG hat aktuell mit dem größten Spielerschwund seit etwa einem Jahr zu kämpfen (damals befand sich das MMO noch in der Early-Access-Phase). Laut Steamcharts spielen im Schnitt nur noch etwa 240 Spieler gleichzeitig. Den letzten offiziellen Angaben der Entwicklung zufolge handelt es sich bei den Spielern über Steam aber nur um etwa 35 Prozent der gesamten Spielerzahl, weil die meisten über den eigenen Client spielen. Doch selbst, wenn es sich nur um 10 Prozent handeln würde, wäre die Spielerzahl für ein MMO sehr schlecht.

Tanz-Partys kontrovers: Fragwürdige Marketing-Aktionen, bei denen die Tanzpartys des Spiels in den Vordergrund gerückt werden, helfen nicht gerade dabei, dem MMO zu einem besseren Ansehen zu verhelfen – ganz im Gegenteil. Die Tanzpartys sind schon lange zu etwas geworden, über das sich viele Spieler lustig machen, weil sie eben zeigen, dass auf so etwas mehr Wert gelegt wird, als darauf, etwa das Questsystem und weitere Probleme zu fixen. Und dies dann als „besonderes Feature“ in einem Video zu präsentieren wirkt so, als würde die Marketing-Abteilung überhaupt nicht wissen, welche Außenwirkung das Spiel momentan hat.

Spieler hoffen auf Episode 2. Eine Handvoll treuer Fans hält dem MMO weiterhin die Stange und unterstützt die Entwicklung monatlich bei den „Telethons“ finanziell. Viele hoffen darauf, dass Episode 2 des Spiels vieles von dem gerade bügeln kann, was bei Episode 1 schief lief. Vor allem das Questsystem macht massive Probleme. Die Frage ist aber, ob nach all dem negativen Feedback die für Episode 2 geplante Kickstarter-Kampagne überhaupt erfolgreich sein kann.

Autor(in)
Quelle(n): MassivelyOP
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