Ein neuer Shooter verspricht euch Geldgewinne für gute Leistungen, aber das Spielprinzip ist umstritten – nicht zuletzt, weil jeder Spawn mit Ausgaben verknüpft ist.
Was ist das für ein Spiel?
- Das US-amerikanische Entwicklerstudio Bravo Ready entwickelt einen Extraction-Shooter namens BR1: Infinite, in dem ein noch größerer Fokus auf „Risiko“ gelegt wird.
- Die Entwickler werben damit, dass ihr echtes Geld verdienen könnt, wenn ihr den Shooter spielt – ihr könnt aber ebenso Verlust machen.
- Das eigentliche Spiel findet auf sogenannten Risiko-Servern statt, deren Teilnahme Geld kostet. Es gibt auch kostenlose Server, aber die sind nur zum Trainieren und Leveln gedacht.
Zurück ins Jahr 2022
Wie funktioniert das? BR1: Infinite reist quasi 4 Jahre zurück in die Vergangenheit: Wir haben wieder das Jahr 2022 und es sprießen neue Spiele mit Blockchain-Technologie aus dem Boden. Auch BR1: Infinite setzt auf die kontroverse Technologie – Ein- und Auszahlungen werden in USDC-SPL über die Solana-Blockchain verarbeitet.
Wenn ihr in BR1: Infinite ein Match auf Risiko-Servern starten wollt, müsst ihr Geld bezahlen. Es gibt verschiedene Stufen, die ihr auswählen könnt, aber unabhängig von der Stufe kostet jeder Spawn Geld – egal, ob ihr in der vorherigen gestorben oder erfolgreich extrahiert seid. Je nach Stufe zahlt ihr beispielsweise 0,25 $, 0,50 $, 1,00 $ oder 5,00 $ pro Spawn.
Anschließend verdient ihr Geld, indem ihr Kills macht oder sogenannte Cash-Drops einsammelt, gegen andere Spieler verteidigt und damit extrahiert. Tretet ihr etwa dem 1$-Dollar-Server bei, kostet der Spawn 1 US-Dollar und jeder Spielerkill bringt euch – theoretisch – einen Dollar. Praktisch streichen sich die Entwickler nach eigenen Angaben 10-15 % „Service Fee“ bei jedem Kill ein, wodurch ihr mindestens eine 1,3er-K/D benötigt, um Profit zu machen.
Außerdem könnt ihr eure Gewinne erst über die Solana-Blockchain auszahlen lassen, wenn ihr den Mindestauszahlungsbetrag von 25 $ überschritten habt.
Wie wird das diskutiert? Extrem kritisch. In den sozialen Netzwerken schrieben Nutzer etwa, dass es ein aussichtsloses Spielkonzept sei. Das Anti-Cheat-System müsse extrem gut sein und am Kampf gegen Cheater scheitern selbst die größten Studios der Welt seit Jahren. Ein Nutzer sagt auf X deutlich: „Echtes Geld pro Kill zu zahlen, ist wie Cheatern ein Gehalt zu zahlen.“
Ein anderer User fragt auf X: „Wartet mal … ist das nicht technisch gesehen einfach nur Glücksspiel, nur mit dem zusätzlichen Bonus, noch mehr Geld an Betrüger zu verlieren?”
Was haltet ihr von dem Spielprinzip? Glaubt ihr, das kann funktionieren, oder haltet ihr das für absoluten Quatsch? Stört euch der Gedanke, dass immer noch Studios versuchen, Blockchain im Gaming zu integrieren? Schreibt es uns in die kommentare!
Falls ihr eurem Geldbeutel einen Gefallen tun und einen richtig guten, aber günstigen Shooter ohne Blockchain auf Steam spielen wollt, kann euch MeinMMO-Redakteur und Shooter-Fan Dariusz das von balatro inspirierte Spiel Lucky Shot empfehlen: Ein 10-€-Shooter auf Steam hat mich von der ersten Runde komplett gefesselt, ist ein absoluter Banger mit Dopaminrausch-Garantie
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