Günstiger chinesischer RAM galt lange als Geheimtipp. Doch mittlerweile ist die Chance auf günstigen RAM aus China vorbei. Denn auch chinesische Firmen setzen verstärkt auf Speicher für Rechenzentren.
Arbeitsspeicher aus China galt in den letzten Wochen als der Geheimtipp. Denn für chinesischen RAM lagen die Preise noch teilweise deutlich unter denen in Europa oder in den USA.
Doch diese Hoffnung ist bereits nach wenigen Wochen vorbei. Denn mittlerweile zahlt ihr für chinesischen RAM genauso viel oder sogar mehr als in Europa.
Die „Hoffnung“ westlicher Spieler kostet mittlerweile in China genau so viel wie in Europa
Wer produziert RAM in China? Am bekanntesten ist vermutlich ChangXin Memory Technologies (CXMT), der als einer der größten Hersteller für DRAM in China gilt. Kleinere, nennenswerte Hersteller sind YMTC (3D NAND), GigaDevice, und Hyllsi Technology.
Hersteller wie KingBank setzen in ihren Speichermodulen vor allem auf den Speicher von CXMT und dessen Module waren bis vor kurzem noch deutlich günstiger erhältlich. Doch mittlerweile zahlt ihr für die RAM-Module von KingBank nicht viel weniger als in Europa. WCCFTech berichtet, dass man für ein DDR5-Modull mit 32 GB mittlerweile in China ebenfalls rund 450 Euro zahlen muss.
Schaut man sich die Preise in Deutschland auf Geizhals an, liegt das sogar knapp über unseren aktuellen Preisen. Bei uns zahlt man für 32 GB DDR5 zwischen 350 und 400 Euro. Die Chance auf günstigen RAM aus China ist daher schon vorbei.
Warum sind die Preise so stark gestiegen?
- Zum einen liegt das an der steigenden Nachfrage. Da viele Personen chinesische Produkte für sich entdeckt haben und deswegen auf diese Marken ausweichen, steigen auch die Preise.
- Zum anderen liegt das daran, dass auch CXMT große Teile seiner Kapazitäten auf HBM3 will. HBM3 ist hochleistungsfähiger RAM, der vor allem in Rechenzentren verbaut wird. Die meisten Hersteller versuchen vom KI-Boom zu profitieren und setzen daher auf HBM3.
Wie geht es weiter? Wirklich sinkende Preise sind bisher nicht in Sicht. Experten vermuten, dass der KI-Boom und die Speicherkrise noch bis 2027 weitergehen könnten. Bis dahin müssen sich Spieler gedulden, wenn sie ihren Gaming-PC zu fairen Preisen aufrüsten wollen.
Eine gute Nachricht könnte es zumindest auch geben: PC-Hersteller wie Dell, ASUS und HP wollen mit CXMT langfristige Verträge schließen, wodurch zumindest Fertig-PCs langfristig günstiger erhältlich sein dürften (via tomshardware.com).
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Ich weis auch nicht ob ich überhaupt Chinesichen Ram im Rechner haben will…
Es gibt ja immernoch ein unterschied, ob eine Firma in Auftrag das in China fertigen lässt, oder chinesichen Ursprungs selbst ist.
Ich denk da nur an den ganzen Superschrott vom Temu, Wish ect…