PUBG: Irres Beziehungsdrama eskaliert mit Samurai-Schwert-Attacke

PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) war eine der Ursachen dafür, dass eine Frau mit einem Samuraischwert nachts auf ihren Freund losging. Aber irgendwie hat das Spiel dem Mann auch das Leben gerettet. Zumindest glaubt er das.

12 oder 13 Stunden am Tag spielte Alex Lovell (29) PUBG. Sein Plan war es, ein professioneller eSportler zu werden. Das berichtet die US-Seite Kotaku.

Seine 30-jährige Freundin Barber Emily Javier hatte damit offenbar ein Problem. Sie fand, dass ihr Freund ihr nicht mehr genügend Aufmerksamkeit widmete, sich nur noch mit PUBG beschäftigte. Sie fühlte sich offenbar vernachlässigt.

Der angehende PUBG-Star kann das im Nachhinein etwas verstehen. Er sagte einer anderen Seite: „PUBG hat meinen Sexualtrieb gekillt. Ich hab einfach zu hart trainiert, es hat mich ausgelaugt. Ich fühlte mich schlecht, weil ich ihr nicht die Aufmerksamkeit geben konnte, die sie verdient.“

PUBG Titel PlayerUnknown's Battleground

Frau kauft sich ein Samuraischwert, plant angehenden PUBG-eSportler-Freund nachts zu töten

Die Situation eskalierte, als die Freundin ein rotes Haar in der Dusche fand – sie selbst ist grünhaarig. Zudem stieß sie auf die Dating-App Tinder, als sie das Smartphone ihres Freundes checkte. Außerdem glaubte sie, Kratzer auf seinem Rücken zu erkennen. Daher dachte sie, dass er sie mit einer anderen betrügt.

Also fasste die Freundin einen Plan: Sie ging in ein Einkaufszentrum und kaufte sich ein Samuraischwert. Eine Woche überlegte sie, ob sie das wirklich durchziehen sollte und entschied sich dann zum Angriff.

Das Samuraischwert klebte sie zusammen mit zwei Messern neben ihre Seite des Bettes. In einer Nacht wartete sie dann, bis ihr Freund eingeschlafen war, griff ihn im Lichte ihres Smartphones mit dem Samuraischwert an und verwundete ihn schwer.

Sein ganzes Leben auf den Moment vorbereitet

Doch ihr Freund war kein „schwitzender Nerd“, sondern ein eSportler, wie er selbst im Nachhinein sagt. Er sprang verwundet auf. Nach eigenen Angaben hatte er hart für einen solchen Moment trainiert und sich sein ganzes Leben lang darauf vorbereitet. Immerhin gehörten zum PUBG-Training Übungen für die Hand, die Handgelenke, die Schultern. Außerdem Special-Moves und Techniken mit der Maus.

Daher, sagt er, konnte sich mit dem Kung-Fu-Stil „Wing Chun“ aus der Situation befreien. Er sei dadurch in der Lage gewesen, auf einem Knie zu stehen, das beinahe abgetrennt war, und auf einem Fuß, der nur noch an einem Faden hing.

Trotzdem war die Samurai-Attacke seiner Freund heftig. Zwar konnte er seine Freundin in einen Bearhug nehmen, aber sie griff nach seinen Familien-Juwelen und versuchte, sie ihm zu entreißen.

Lovell sagt: „Als ich den Blick in ihren Augen sah, hat mich das zu Tode erschreckt. Ich sagte Ihr, dass ich sie liebe und dass sie mich tötet. Sie müsse jetzt die Polizei rufen, oder ich werde sterben.“

Tatsächlich rief die Angreiferin dann den Notruf und Lovell konnte gerettet werden.

PUBG-Frau

Schwere Verletzungen – 6 Monate Reha

Allerdings hat Lovell beinahe drei Finger verloren, tiefe Wunden an Füßen, den Beinen, dem Rumpf, Nacken und Kopf erlitten.

Es wird wohl 6 Monate dauern, bis er wieder laufen kann. Es steht zudem eine ausführliche Reha an, bis Lovell die Hände wieder wie früher nutzen kann.

Allerdings scheint er stolz darauf zu sein, den Kampf mit bloßen Händen gewonnen zu haben. Er sagt: Die Erfahrung sei besser als alles, was er vorher im Leben erreicht habe. Indirekt habe er sich sein ganzes Leben auf den Moment vorbereitet.

Seine Freundin sitzt im Gefängnis. Sie wird wegen versuchtem Mord angeklagt, hat auf „Nicht schuldig“ plädiert. Die Kaution beträgt 350.000 US-Dollar.

Lovell leugnet übrigens, Tinder auf dem Smartphone zu haben. Die roten Haare in der Dusche gehörten seinem Hund. Er liebe seine Freundin, habe keinen Hass in sich, sie nie betrogen und habe ihr in dem Moment vergeben, als sie aus dem Raum gerannt war, um den Notruf zu wählen.


Das Titelbild stammt vom Facebook-Account von Alex Lovell. Es zeigt ihn 6 Tage nach der Attacke.

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Quelle(n): kotakubuzzfeedpcgamer
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