WildStar: DevSpeak zum Dolchsteinpass plus Ersteindruck

Tja, gestern Abend war es dann so weit: Ich durfte mich in WildStar nach allen Regeln der Kunst verprügeln lassen und hilflos mit ansehen, wie meine Kollegen, die Entwickler von Carbine und mein Chef höchstselbst in den Boden gestampft wurden – da war meine Erste Hilfe auch nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Um dem Ganzen einen Sinn zu geben: Gestern wurden einige Mitglieder der europäischen Presse eingeladen, um zusammen mit den Entwicklern den neuen Battleground Dolchsteinpass zu testen, Fragen zu stellen und einfach mal zu schauen, was der „Content Drop 2“ zu bieten hat. Ganz nebenbei hatten alle anderen Spieler die Möglichkeit im Gegnerteam mitzuspielen und uns mal ordentlich zu zeigen, wo der Draken die Hörner hat.

Das Presseevent – Das Fleisch ist willig, die Technik zickt

Pünktlich um 17.45 Uhr war ich bereit loszulegen – wie es sich gehört, war meine Cortyn auch bereits auf 50 hochgestuft, hatte halbwegs passende Ausrüstung, alle VIPs verteilt, alle Heil- und Schubszauber bereit (in WildStar kann man nämlich quasi Pazifist spielen – zumindest als Esper) und auch die Skype-Konferenz stand pünktlich. Um 18 Uhr sollte dann der Startschuss fallen; tat es aber leider nicht.

Technische Probleme verhinderten, dass man auf dem Testrealm einer Warteschlange beitreten konnte. Das war ärgerlich und den wackeren Jungs von Carbine auch spürbar unangenehm, aber letztlich nicht weiter problematisch: Daraus ergab sich nämlich eine kleine Fragerunde, die sogar in Small Talk ausartete und die ganze Atmosphäre auflockerte. Eine knappe halbe Stunde später durften wir uns dann doch endlich in das Getümmel stürzen und ich mache es kurz: Wir wurden in beiden Schlachten trotz kompetenter Anleitung des PvP-Chefentwicklers „Kevin Lee“ gnadenlos vernichtet.

WIldStar: Presse PvP Dolchsteinpass

Das lag im Übrigen nur daran, dass ich diesmal gezwungenermaßen Dominion spielen musste und in keinster Weise etwas damit zu tun, dass ich aufgrund meines fehlenden Schweifes „rechts“ und „links“ vertauscht habe! Glücklicherweise stand uns aber auch der deutsche Communitymanager „Bronn“ zur Seite und konnte zumindest die gröbsten meiner Heilfehler ausbügeln. Er ist übrigens der einzige Chua, den ich nicht schubsen würde. Zumindest nicht oft.

Das oft gepredigte Mantra „The devs are listening“ fühlte sich unglaublich real an. Aber die Entwickler hörten nicht nur zu, sie redeten auch eine ganze Menge und nahmen dabei auch kein Blatt vor den Mund. Recht locker wurde über Zukunftspläne und kommende Änderungen gesprochen, wo Mitarbeiter anderer Firmen erst überlegen müssten, ob sie nicht irgendeine Verschwiegenheitsklausel brechen. Entweder sind die Herrschaften verdammt routiniert, oder – was viel wahrscheinlicher ist – sie sind einfach offenherzige Sympathieträger, die eine unheimlich tolle Firmenpolitik im Nacken haben. Ich kann einfach kein schlechtes Wort über sie verlieren (und das nicht nur, weil ich gerne noch mal an so was teilnehmen will. So glaubt mir doch! … ehrlich!). Aber zurück zum eigentlichen Schlachtfeld…

Dolchsteinpass – Bombenstimmung!

WildStar PvP Battleground Dolchsteinpass

Die neue PvP-Karte ist deutlich größer und auch ein wenig komplexer als die bisherigen Schlachtfelder. Gespielt wird mit jeweils 15 Spielern pro Seite und das Primärziel ist klar: Die HP-Anzeige des gegnerischen Fusionskerns von 100 auf 0 reduzieren. Ähnlich wie in den „Blutschwurhallen“ kann dies erreicht werden, indem das eigene Team die Kontrolle über bis zu drei „Uplinks“ übernimmt. Jedes dieser Sekundärziele sorgt dafür, dass alle paar Sekunden ein Luftschlag auf den feindlichen Bunker niedergeht, und so langsam aber sicher die verbleibenden Trefferpunkte aufzehrt.

WildStar Dolchsteinpass 15vs15 BattlegroundSpürbar schneller geht das Zerlegen des Bunkers, wenn man es schafft, eine Bombe von der eigenen Basis in die des Feindes zu bringen und direkt an deren Fusionskern zu platzieren. Gelingt das, verliert das Gegnerteam sofort 10 Trefferpunkte. Aber das ist leichter gesagt als getan: Die Bombe zu überbringen ist nämlich gar nicht so einfach!

Ihr werdet eine Eskorte brauchen, denn der Bombenträger wird für alle deutlich sichtbar auf der Karte markiert und darüber hinaus hat die Bombe auch noch eine Zeitbegrenzung – früher oder später explodiert sie also, ganz gleich wie weit ihr sie bringen konntet. Aber auch das ist noch nicht der ganze Witz: Schafft ihr es, einen feindlichen Bombenträger zu töten, könnt ihr selber die Bombe aufnehmen und postwendend zurück zu ihrem Fusionskern tragen. Wer einfach nur etwas Chaos stiften will, kann den Timer der Bombe auch herunterticken lassen und sich im letzten Moment in die Gegnerhorden schmeißen und gleich ganze Gruppen mit ins Datennirvana nehmen; von der Explosion erfasste Charaktere sterben nämlich sofort. Nur ein Schelm würde daran denken, das eigene Team in die Luft zu sprengen…

Aber wer könnt das besser für euch zusammenfassen, als der allseits beliebte „Mr. Frost“ von Carbine, der euch im neusten DevSpeak das Ganze gewohnt humoristisch zusammenfasst:

PvP-Feintuning und E-Sports

Auch am „Drumherum“ des PvPs wird fleißig weiter geschraubt, um allen Spielern den größtmöglichen Spaß zu bescheren, die wichtigste Änderung betrifft hier offensichtlich die Heiler: Bisher lohnte sich die Schlachtfeldausrüstung nur bedingt, denn „PvP-Offensive“ und „PvP-Defensive“ erhöhten zwar den verursachten und verringerten den erlittenen Schaden, die Heilung blieb davon aber gänzlich unberührt. In der aktuellen Version des Spiels benutzen Heiler deswegen vornehmlich PvE-Kleidung aus Veteranen-Instanzen.

Abgeschafft wird diese Problematik durch folgende Änderung: „PvP-Offensive“ wird in „PvP-Power“ umbenannt und beeinflusst nun sowohl die offensiven, wie auch die unterstützenden Fähigkeiten.

Darüber hinaus werden die Werte auf den bestehenden Schlachtfeld-Rüstungssets massiv verringert, da man das „Softcap“ für diese Attribute bereits mit 3-4 Gegenständen erreichen konnte – mit dem Patch ist also das Tragen eines kompletten PvP-Sets immer sinnvoll.

Gegen Ende kam noch die Frage auf, wie es denn zukünftig mit E-Sports in WildStar aussehen würde und ob man diesbezüglich schon feste Pläne habe. Dies wurde verneint, konkrete Pläne gebe es dazu noch nicht, obwohl das Telegrafensystem natürlich eine ausgezeichnete Basis für faire Wettkämpfe böte. Man wird eventuell zukünftig darauf zurückkommen.

Kurz gesagt war es ein wirklich interessanter Tag mit vielen, spannenden Enthüllungen und auch PvP-Muffel sollten sich langsam überlegen, ob sie nicht doch einen Blick riskieren sollten. Ich würde dafür sogar fast Rollenspiel ausfallen lassen. Aber nur fast!

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