Paradox schluckt White Wolf – Die Rückkehr der World of Darkness?

Paradox Interactive hat sich alle Marken von White Wolf unter den Nagel gerissen, vor allem die World of Darkness mit ihren vielen Ausprägungen.

Die Kainiten erheben sich erneut

Seit der Veröffentlichung von Vampire: The Masquerade – Bloodlines sind inzwischen 12 Jahre vergangen, in denen es kein neues Game aus diesem Universum gab. Zwar gab es lange Zeit Gerüchte um ein MMO, welches in der düsteren Welt voller Vampire (ohne Glitzer!), Werwölfe, Fleischformern und anderen Ungeheuern spielen sollte, doch die Produktion daran wurde vor 2 Jahren offiziell eingestellt. Die Entwickler CCP, die White Wolf damals gekauft hatten, schlossen ihr US-Studio kurz danach. Seitdem ist es ruhig um White Wolf geworden – bis jetzt.

Sie war creepy. Am Ende haben wir aber doch alle mit ihr geschlafen, nicht wahr?
Sie war creepy. Am Ende haben wir aber doch alle mit ihr geschlafen, nicht wahr?

Paradox Interactive hat sich das Studio nun mit all seinen geistigen Besitztümern unter den Nagel gerissen und plant schon fleißig an der Entwicklung neuer Spiele. Die anvisierte Zielgruppe ist, wie für Paradox typisch, eher etwas älter, also 25 Jahre und aufwärts. Das entspricht vor allem den langjährigen Fans, die schon Bloodlines oder das Pen&Paper gespielt haben und eher auf düstere, erwachsene und mitunter recht grausame Geschichten stehen.

Persönlich freut es mich zu sehen, dass es neue Geschichten aus der World of Darkness geben wird. Viel zu lange ist es her, dass man mit einem Ventrue andere dominieren und mit einer Toreador Leute verführen konnte (oder wahlweise als Malkavianer mit Stopschildern diskutierte, wer von uns beiden hier mehr zu sagen hat).

Vampire the masquerade

Allerdings macht mich Paradox auch ein wenig skeptisch, denn die haben in der Vergangenheit nicht nur bewiesen, dass sie gute Spiele produzieren konnten (War of the Roses, Europa Universalis, Pillars of Eternity), sondern auch, dass sie Projekte ordentlich in den Sand setzen können (War of the Vikings). Ich hoffe das Beste, erwarte aber das Schlimmste.

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Quelle(n): mmorpg.compcgamesn.com
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Damian
Damian
4 Jahre zuvor

Es geht mir nicht um das Gruppenspiel, sondern darum, dass man mit anderen Spielern z.B. über den Chat Kontakt aufnimmt, und jemand z.B. als Dienstleister bestimmte Dinge für einen herstellt oder über eine dynamische Wirtschaft durch das AH oder nur dadurch dass Spieler um einen herum, die Welt beleben, z.B. sind in HdRo die Spieler-Konzerte im AH extrem cool.

Dazu kann man natürlich auch Gruppen bilden, was mir ein Singleplayer nicht ermöglicht oder in manchen MMO’s durch Open Tagging gemeinsam Bosse und Events erledigen.
In Singleplayer-Spielen fühle ich mich echt alleine… Das drumherum ist mir zu berechenbar und fühlt sich zu programmiert an.

Das letzte Singleplayer-Game, was mich fesseln konnte, war The Walking Dead von Telltale, aber auch nur weil es mehr interaktiver Film als ein Game war.

Damian
Damian
4 Jahre zuvor

Obwohl ich kaum Gruppencontent in MMO’s mache, möchte ich auf gar keinen Fall auf die unberechenbare Dynamik, die durch lebendige Mitspieler entsteht, verzichten. Das haben MMO’s Singleplayer-Games einfach voraus. Heute kann ich kaum noch Singleplayer-Games spielen, weil ich mich durch die unbelebten Welten sehr schnell langweile.

Zunjin
4 Jahre zuvor

Cortyn War of Vikings ist ja auch kein Titel den Paradox entwickelt hat, sie vertreiben ihn nur. Entwickelt wurde der Titel von einem Studio namens Fatshark. Ähnliches ist das mit Game of Dwarves, was auch nicht so DER Brüller war, auch das stammt nicht von Paradox selbst.

Alle Paradox eigenen Spiele, die ich gespielt habe, allem voran Europa Unversalis und Crusader Kings sowie andere Strategie Titel, haben mich voll überzeugt. Da liegt meine Spielzeit im 4stelligen Bereich.

Ich hoffe daher auch weniger auf ein RPG (wobei ich beide Vampire Teile gut fand), geschweige denn auf ein MMORPG, sondern auf ein Vampire Strategiespiel bei dem man um die Vorherrschaft zwischen den Clans kämpft.

Koronus
Koronus
4 Jahre zuvor

Also ich gehöre zu der Generation die erst mit der 5. Edition von Shadowrun und DSA ins P&P eingestiegen sind und für die nur etwas davon über die Crowdfunding Aktion zur deutschen V20 gehört haben.

Joss
4 Jahre zuvor

Vieles was CCP vorhatte, war auf dem Papier äußerst vielversprechen. Leider war man von Personal und Führung nicht in der Lage das umzusetzen. NPCs mit Tagesabläufen und erkennbarer KI wären in einem MMO sehr erfreulich geworden. Es erscheint aber mehr als fraglich, ob hier wirklich noch mal derart Geld in die Hand nimmt, dass es zu einem MMO kommt. Single Player oder CoOp dürften überschaubarere Risiken darstellen. Am Ende braucht es aber für etwas, dass die Atmosphäre von WoD auch einfängt, ein Team an Textern, dass sein Handwerk versteht. Und hier habe ich auch die größten Zweifel, dass da etwas für mich interessantes herauskommt. Vermutlich geht es mehr um das populäre Brand und den nach wie vor bestehenden Trend der Vampirgeschichten. 25+ bei teuer eingekauftem Branding dürfte so lange planbar sein, bis da ein Produzent draufschaut und das auf 12+ zurechtfackelt. Für Erwachsenenspiele gibt es eben nur einen kleinen Markt.

Larira
Larira
4 Jahre zuvor

Wayne Bloodlines? Gief MMORPG!

Vielleicht kommt Obsidian ja zum Zuge um die Spiele umzusetzen. Das wäre toll. smile

Grüße

Zord
Zord
4 Jahre zuvor

Hoffentlich kommt da was vernünftiges dabei raus. Seit dem dämlichen Pen and Paper Gehena 2004 ist das Vampire: The masquerade Universum, soweit ich das sagen kann, leider tod und ob man nach sovielen Jahren das wieder vernünftig beleben kann ist leider auch fraglich.

Cortyn
Cortyn
4 Jahre zuvor

Gehenna war folgerichtig und immerhin ein würdiger Abschluss, weil man davon ausging, dass die Marke komplett untergeht. Aber ich denke man wird einfach ein paar Ereignisse umschreiben, damit die Caitiff noch eine Weile länger Boten des Untergangs sein können ^.~

zord
zord
4 Jahre zuvor

Naja, die ersten Bücher die zu gehenna haben, waren noch gut, nur der Abschluss war in meinen augen nichts gescheides, mir hat das mit „wir wollen euch nicht sagen wie die Welt endet, sucht euch was aus“ extrem gestört. Auch das sie dann einfach eine neue world of darkness erschaffen haben fand ich bescheiden. Für eventuelle spiele wird denke ich einfach ein reboot gemacht, alles ist also wie vor den letzten nächten

Cortyn
Cortyn
4 Jahre zuvor

Die ganzen Regelbücher zur World of Darkness waren doch (mit wenigen Ausnahmen) immer so „Erfahrungsberichte“ und Geschichten von Leuten, die das nachher erzählen konnten. Wenn Gehenna niemand überlebt … kann es keiner erzählen!
Aber ja, ich verstehe absolut, dass man als Spieler einen Abschluss haben möchte, gerade wenn es so eine umfangreiche, gut ausgearbeitete Welt ist.

Koronus
Koronus
2 Jahre zuvor

Mittlerweile soll eine 5. Edition kommen die NACH Gehenna spielt.

Bumblebee
Bumblebee
4 Jahre zuvor

Bei Paradox kann ich mir kein MMO vorstellen. Haben die jemals ein MMO rausgebracht? Eher Single-Player Spiele wie Bloodlines…

Michael
Michael
4 Jahre zuvor

Was mich dabei vor allem interessiert: Ist das jetzt ein gesundes Schrumpfen von CCP oder geht ihnen das Geld aus und sie mussten handeln? Eigentlich müsste White Wolf für CCP ein riesengroßes Geldgrab sein… haben die mit irgendwas Kapital schlagen können aus den Marken (z.B. aus P&P Rollenspielen etc)?

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Jahre zuvor

Die haben diese ganze US-Geschichte schon vor längerem als Verlust abgeschrieben. Und gesagt: Wir machen nur noch EvE. Das war im April 2014.

Da wurde auch kräftig nachgetreten und es gab Insider-Berichte. Das war wohl alles ein Albtraum.

Weil man die US-Leute dann „gebraucht“ hat, um an den Island-Projekten zu arbeiten und es da auch in den USA wenig Fachkompetenz gab.

Das war, wie es dargestellt wurde, einfach schlecht.

Das „Handeln“ in dem Sinne ist schon vor Monaten erfolgt. Das jetzt sind ja nur die Lizenzen.

Man hat schon vor anderthalb Jahren beschlossen, dass man da nix mit machen wird.

Und dann hat man im Zuge dessen nach und nach schon kräftig Personal entlassen und auch eine Niederlassung geschlossen.

Ich nehm mal an, man hat einfach lange gebraucht, um dafür einen attraktiven Käufer zu finden. Das wird schon richtig Geld gekostet: Man hat Leute übernommen, musste sie entlassen, Abfindungen usw.

Ich glaub das hat auch zu einem Umdenken bei CCP geführt.

Michael
Michael
4 Jahre zuvor

Das ist echt bitter. Aber mit dem Ende kann ich leben, bei Paradox KÖNNTE zumindest was brauchbares bei rauskommen smile

Damian
Damian
4 Jahre zuvor

Mensch, wie sehr würde ich mich über ein WoD-MMO freuen… Ich LIEBE Vampire:The Masquerade-Bloodlines….

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