Overwatch: Mehr als 22.000 Hacker gebannt – doch bringt das was?

Blizzard bannt mehrere Zehntausend Accounts von Overwatch in Korea. Doch die Fans dort freuen sich nicht so wirklich.

Der Kampf gegen Hacker und Betrüger in Overwatch ist ein endloses Vor und Zurück. Blizzard hat nun verkündet, dass man im koreanischen Raum erneut mehr als 22.000 Hacker gebannt hat (22,865, um genau zu sein). Die ehrlichen koreanischen Spieler freuen sich darüber aber nur bedingt und geben zu bedenken, dass Blizzard das Problem des Hackens damit in keinster Weise löst.

Overwatch Soldier Cinematic

Hacking ist vor allem in Korea ein Problem, weil die Spieler sich dort nicht für 40€ – wie im Rest der Welt – eine Overwatch-Kopie kaufen müssen, die an ihren Battle.net-Account gebunden ist. Stattdessen zahlen Spieler in Korea einfach eine stündliche Gebühr in den Internetcafes, den sogenannten PC Bangs, und müssen nicht für eine Version des Spiels aufkommen. Im Gegenzug erhält Blizzard von den Betreibern der Bangs eine monatliche Gebühr.

Für die Hacker ist es ein Kinderspiel, einfach einen VPN-Client zu benutzen, um sich dann einen amerikanischen Battle.net-Account zu erstellen, mit dem sie weiterspielen können. Wird der entsprechende Account dann gebannt, dauert es nur wenige Sekunden und schon kann das Betrügen weitergehen.

In der koreanischen Competitive-Szene hat sich dadurch inzwischen eine bemerkenswerte Art der Fairness entwickelt. Wann immer eines der beiden Teams einen Hacker dabei hat, versuchen die ehrlichen Spieler das Match in einem „unentschieden“ enden zu lassen.

Overwatch Tracer Disappointed

Hoffentlich finden Blizzard und die Betreiber der PC Bangs dort bald eine Lösung, mit der die ehrlichen Spieler in Korea nicht mehr dazu gezwungen sind, auf amerikanische und europäische Server auszuweichen – denn das schmeckt gegenwärtig niemandem.

Wie Kotaku so schön schreibt, kann man die Nachricht zur heutigen Bannwelle auch so lesen: „22.885 Accounts wurden gebannt – und 22.865 Account wurden neu erstellt“.


Wie eure Helden im Spiel abschneiden, seht Ihr in der Tier List für Februar 2017.

Quelle(n): pcgamer.com, kotaku.com
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Texx1010

„Wann immer eines der beiden Teams einen Hacker dabei hat, versuchen die ehrlichen Spieler das Match in einem „unentschieden“ enden zu lassen.“

Äääääh ok und dann? Versteh ich irgendwie nicht ganz. Was soll das bringen? Spielt man dort nicht auch das Spiel wegen des Gewinnens?
Erklärung bitte…

Cortyn

Genau darum geht es. Sobald eine Seite einen „Cheater“ hat, ist das Spiel nicht mehr gerecht und fair. Das erkennen die Spieler auf beiden Seiten an und entscheiden sich dazu, ein unentschieden zu spielen – dann verliert keine Seite „Skillrating“ wegen einem Cheater.

Christian Wild

Wir haben auch ab und an mal wieder einen Boter im Gegnerteam, der ist aber relativ schnell entlarvt und wird einfach 1st Target. Wenn das komplette Team sich dazu entscheidet einfach nur den einen zu jagen und sich dann erst um die anderen kümmert bekommt man das Gegnerteam trotzdem klein. Das mehrere Leute mit einem Hack in der selben Lobby unterwegs sind habe ich zum Glück bisher noch nicht erleben dürfen. Ich bin mir sicher das wir gestern einen bottenden Bastion im Gegnerteam hatten, welcher eine Mercy als Bodyguard hatte. Umswitchen auf Russenbüchs und Genji und Ana hatte den Auftrag Bastion sofort zu sleepen und schon hatten wir unsere Ruhe.

sebastian

Danke für den Beitrag.. das wusste ich wirklich noch nicht.. gilt das dann auch für wow?

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