D.Va aus Overwatch war doch StarCraft-Profi! Oder etwa nicht?

Die koreanische Pro-Gamerin D.Va ist eine der beliebtesten Heldinnen in Overwatch. Bisher nahm man an, dass sie ein StarCraft-Pro war. Doch stimmt das vielleicht gar nicht? Overwatch Lead Writer Michael Chu sagt: Nein, D.Va war kein StarCraft-Pro!

Overwatch hat eine breit gefächerte Auswahl an verschiedenen Helden. Sie alle sind einzigartig und haben eigene Hintergründe, stehen über alle Grenzen hinweg zusammen. Diese Diversität ist ein fester Bestandteil des Spiels.

Eine Heldin hat es vielen Fans aus mehreren Gründen besonders angetan: die koreanische Profi-Gamerin und Schauspielerin Hana „D.Va.“ Song. Sie ist jung, hübsch und zockt vermutlich besser als jeder Overwatch-Spieler selbst. Kein Wunder, dass sie viele Bewunderer hat.

Als sie vorgestellt wurde, wurde sie in einen StarCraft-Kontext eingebettet. Sie hatte ein eigenes Profil auf der Website der StarCraft 2 World Championship Series. Hier befinden sich die Profile der besten StarCraft-Spieler der Welt. Grund genug zur Annahme, dass D.Va also auch zu diesen gehörte.

Overwatch Dva WCS Profile Starcraft Wayback Archive
Eine über die WaybackMachine abgerufene Archiv-Version des WCS-Profils von D.Va.

„Das ist ein gängiges Missverständnis. D.Va war kein StarCraft Pro vor MEKA.“

Auf eine Frage eines Fans auf Twitter antwortete der Lead Writer von Overwatch, Michael Chu, allerdings, dass D.Va kein StarCraft-Pro war, bevor sie dem MEKA-Programm beitrat. Das sei ein gängiges Missverständnis.

Diese Aussage stieß auf heftige Kritik seitens weiterer Fans. So weit, dass Chu schließlich zurückrudern musste und sagte: „Ich versuchte, eine Unterscheidung zwischen D.Va als Pro-Gamer und Pro-Gamer mit Spezialisierung auf StarCraft zu treffen. Ich war wohl nicht genau genug.“

Mit diesen Worten löste er allerdings eine noch größere Kontroverse aus. Immer mehr Fans fanden immer mehr Beweise dafür, dass D.Va sehr wohl ein StarCraft-Pro vor ihrer Pflicht bei MEKA war – und belegten dies sogar mit offiziellen Quellen.

Selbst Jeff Kaplan unterlag diesem „Missverständnis“

Seit D.Vas erstem Auftreten wurde sie mit StarCraft in Verbindung gebracht. Sie ist eine StarCraft-Ansagerin, hat exklusive Spielinhalte für das Strategiespiel und flippt in Heroes of the Storm aus, als sie Kerrigan das erste Mal trifft.

Auch in ihrem WCS-Profil wurde erwähnt: „Im Alter von 16 wurde sie die #1-Spielerin der Welt und war 3 Jahre lang ungeschlagen.“ Ihr Bezug zum StarCraft-E-Sports wird ähnlich an mehreren Stellen wiederholt.

Klar, das könnte auch jedem „normalen“ StarCraft-Spieler so gehen, ohne dass er sein Geld mit dem Spiel verdient. Aber wo ist die Grenze zwischen E-Sports und Pro-Gaming? Außerdem schien in einem Interview mit Forbes zu BlizzardWorld selbst Game Director Jeff Kaplan diesem „gängigen Missverständnis“ zu unterliegen: er bezeichnete D.Va als „StarCraft pro“.

Overwatch BlizzardWorld FOrbes Kaplan Interview D.Va Pro
Quelle: Forbes.

Der Unmut der Fans

All das hatte schließlich zur Folge, dass Michael Chu einen Bluepost in den offiziellen Foren veröffentlichte, in denen er noch einmal zu seinen Aussagen Stellung bezieht. Er schreibt, dass jegliche Teaser und Geschichten um D.Va herum experimentell und wohl etwas verwirrend gewesen sein könnten.

Dazu kommt, dass viele dieser Anspielungen mittlerweile schon wieder gelöscht wurden. Das WCS-Profil ist nur noch über Web-Archive zu finden und auch weitere Stellen verschwinden nach und nach.

Fans stachelt das weiter an. Sie sehen sich angegriffen und von Blizzard als diejenigen hingestellt, bei denen der Fehler liegt. Chus Aussage ziele darauf ab, die Schuld bei ihnen zu suchen – anstatt einfach zu einer nachträglichen Änderung der Geschichte zu stehen.

Overwatch D.Va not a starcraft Pro Blizazrd Foren Antwort von Feywood

Fest steht, dass D.Va mehrfach offiziell als StarCraft-Pro-Gamerin bezeichnet wurde. Lediglich Michael Chu, der im Endeffekt das letzte Wort hat, sagt nun, dass sie keine sei. Das allerdings erst kürzlich. Warum Chu bei D.Va umschwenkt? Das lässt sich nur vermuten.

Vielleicht steht ein offizielles Lore-Video für D.Va bevor, vielleicht gefiel Blizzard die Idee nicht mehr. Es bleibt abzuwarten, ob D.Va nun StarCraft-Pro gewesen sein wird oder nicht.

Quelle(n): Michael Chu on Twitter, Unit Lost, Blizzard
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DasOlli91
2 Jahre zuvor

Wenn man halt viel mit einem Spiel verbindet, verbindet man auch viel mit den Charakteren. Man möchte was über den Char erfahren den man spielt. Ich selbst spiele halt auch am meisten D.Va und will mehr Lore über sie haben. Von daher verstehe ich das schon, dass man etwas böse darüber ist dass die Lore geändert wird. Jeder Char hat halt ne eigene Art an sich und die verändert sich nunmal durch die Lore.

HomerNarr
HomerNarr
2 Jahre zuvor

Ja, aber wenn man zuviel verbindet, dann kann das auch zum Ende führen.

RLXD
RLXD
2 Jahre zuvor

Wird hier tatsächlich über die fiktive Bio eines fiktiven Charakters aus einem mittelmäßigen Multiplayer Titel diskutiert?
Wow.
Ich hab es gelesen, da ich grad nichts besseres zu tun hatte, aber, oh mein Gott, ich hab noch nie so viel unwichtiges als Diskussionsmaterial auf einem Haufen gesehen.
Es ist ein Char. Man spielt ihn. Kleine Bio – fertig. Mehr braucht’s dich gar nicht.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Du warst wohl nicht da, als Blizzard damals beschlossen hat, die fiktive sexuelle Ausrichtung eines fiktiven Charakters zu ändern, oder? grin

Shurchil
Shurchil
2 Jahre zuvor

Welchen mittelmäßigen Multiplayer Titel meinst du? Ich dachte wir reden hier von Overwatch. Einem der erfolgreichsten Games unserer Zeit?

Herrengoth
Herrengoth
2 Jahre zuvor

Weder seine noch deine Aussage sind hier falsch. Overwatch ist beides.

Der Erfolg eines Spieles wird allein aus seinem generierten Umsatz bestimmt. Da hat weder das Gameplay noch irgendwas anderes am Spiel einen Einfluss auf diese Aussage.

Das Gameplay ist aber wie RLXD beschrieb eher mittelmäßig, ich kann dem Spiel auch nichts abgewinnen. Aber ich denke dass gerade wegen seiner Mittelmäßigkeit das Spiel so Erfolgreich ist.

HomerNarr
HomerNarr
2 Jahre zuvor

Ja, Menschen tun so etwas. Menschen wollen so etwas.

Monsieur Bate
Monsieur Bate
2 Jahre zuvor

First world problems

Corbenian
Corbenian
2 Jahre zuvor

Mein Gott… Letztens habe ich noch betont, dass Blizz symphatische Mitarbeiter haben und sie auch gekonnt vermarkten… Und dann kommt direkt Chu um die Ecke und beweist das Gegenteil.

Soll er einfach dazu stehen, dass sie Mist gebaut haben. D.Va als SC Pro war einfach eine coole Idee und es sind so viele Hints darauf überall versteckt (siehe die HP, die Sprüche in HotS, etc.).

Was soll D.Va denn jetzt gewesen sein? Spielt sie nur Smartphone Klick-Casual-Spiele und ist durch die Abo-Falle dieser Apps so hoch verschuldet gewesen, dass sie als Kanonenfutter an die Front gegen die Omnic-Kaiju musste? Denn in Südkorea gilt nämlich die „Option: freie Wahl“, wenn man hoch verschuldet ist. Das heißt, man wird zum Volkswohl vaporisiert (bessert die Bilanz der Republik und man dient als Lufterfrischer) oder man geht eben an die Front – tötet man den Kaiju-Omnic (die ja nicht zu töten sind… hehe, welch finsterer Plan! *meine Brille wird trüb, als ich nach unten Blicke und gar böse lache*) wird man frei gesprochen. Der Kampfschrei der MEKA-Frontiers ist stets „Jo, wir schaffen das!“, der als Antwort auf die Frage „Schaffen wir das?!“ von einem Omnic-Goebbelist geschrien wird.
Die vereinigte Großvolksrepublik Koreas, die vom herrlichsten Kim-Jong Omni (in Wirklichkeit ein Omnic!) ausgerufen wurde hat diese Maßnahmen zum Volkswohl eingeführt. Alle lieben den großen roten Stern, den ach so herrlichen Kim-Jong Omni!

WolfStark
WolfStark
2 Jahre zuvor

Michael Chu sollte als Leadwriter einfach abtreten und jemand kompetenteren ranlassen. Seine Fixierung auf Genji ist ohnehin schon fragwürdig genug, dazu kommt dass die letzten zwei Jahre in Hinsicht auf Lore ohnehin kaum etwas getan wurde und selbst in dieser ganzen Zeit jede Fanfiction konsistenter ist als das was unter Chus Leitung präsentiert wird.

Alastor Lakiska Lines
Alastor Lakiska Lines
2 Jahre zuvor

Nein! Als nächstes stellt sich noch heraus, dass Junkrat und Roadhog nur 2 marodierende Mitarbeiter eines australischen MadMax-Themenparks sind

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Aufeinander gestapelte Murlocs im Menschenkostüm!

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