Overwatch: Frauenpower – College gründet eSports-Team nur aus Frauen

Ein College in Missouri wagt den Schritt und gründet ein komplett weibliches eSports-Team für Overwatch, das sogar mit Stipendien unterstützt wird.

Reine Frauenteams sind in der kompetitiven Szene von Shootern noch immer eine Seltenheit. Klar, ein paar Teams gibt es etwa bei Counterstrike, doch von einer ansatzweise gleichen Verteilung der Geschlechter ist man noch weit entfernt.

Overwatch – ein Spiel mit starken und diversen weiblichen Charakteren

Ein kleines College in Missouri wagt hier nun einen mutigen Schritt und plant für den Herbst 2017, ein eigenes Profi-eSports-Team aufzustellen. Da es sich um ein College nur für Frauen handelt, wird auch das Team komplett weiblich sein. Als entsprechendes Spiel hat man sich Overwatch ausgesucht, „aufgrund der starken und diversen weiblichen Charaktere.“

Generell sieht man eSports einfach als eine weitere Art des Sports an, den man genauso pflegen und fördern muss, wie herkömmliche Sportarten.

„Es ist anders, es sieht anders aus und es fühlt sich anders an, aber es ist – wie Ihr wisst – eine der am schnellsten wachsenden Industrien und Sportarten der Welt“, heißt es von Dianne Lynch, der Vorsitzenden vom Stephens College.overwatch team dva

Das Team soll aus insgesamt 12 Frauen bestehen. 6 davon sind der Kern und das feste Team, 6 weitere sind Ersatzspielerinnen.

Eine Atmosphäre, in der die Gamerinnen sich wohlfühlen

Frauen haben es beim Einstieg in Videospiele noch immer schwer, denn in dieser vorwiegend von Männern beherrschten Domäne steht Sexismus in Form von Beleidigungen an der Tagesordnung.

„Unsere Hoffnung ist es, dass wir eine Kultur auf dem Campus etablieren, wo die einzigen Personen, die im Raum spielen, Frauen sind, sodass eine Dynamik entsteht, die diese andere, negative Kultur aus ihrem direkten Umfeld eliminiert.“

Ihr eSports-Debut soll das Team des Stephens College bei den Tespa Collegiate Series feiern.

Das wohl beste für die Mitglieder des Teams? Die Positionen im eSports-Team des College werden mit Stipendien belegt, die einen großen Teil der Kosten der Studentinnen decken.

Da wünscht man sich doch glatt, noch einmal etwas jünger zu sein …Overwatch DVa Bubblegum

Was haltet Ihr von dieser Sache? Sollte eSport – wie jeder andere Sport – bereits in der Schulzeit gefördert werden? Oder ist das noch immer eher ein Hobby, das nichts mit der Karriere während der Ausbildung zu tun haben sollte?

Das Titelbild stammt von Blizzard.


In Overwatch werkelt man derweil an den Regeln rund um das Tie-Breaker-System rum – das ist noch nicht so, wie sich die Spieler das gerne wünschten.

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Quelle(n): dotesports.comkotaku.com
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