Ein paar Datensätze analysiert und eine Rechnung über 50.000 Euro kassiert: Das ist jetzt einem Nutzer passiert, der seinen Fehler öffentlich macht. Das Problem zeigt auch, wie schnell man den Datenverbrauch beim Analysieren von Datensätzen unterschätzen kann.
Unser Titelbild ist ein Symbolbild.
Was ist dem Nutzer passiert? Der Nutzer erklärte, dass er den öffentlichen Solana-Datensatz in BigQuery erforschen wollte und begann mit dem Schreiben einfacher Test-SQL-Abfragen mit Python und der BigQuery-API. Dabei ging es laut ihm nur um grundlegende Dinge wie die Suche nach Transaktionen nach Hash oder Adresse.
Die Überraschung kam nach etlichen durchgeführten Abfragen und nach 10 Tagen. Denn dann erhielt der Nutzer eine Rechnung über 50.850 Euro.
Um die Kosten einschätzen zu können, hatte er ChatGPT eingesetzt. Ein folgenschwerer Fehler, wie er selbst erklärte (via Reddit.com):
Ich hatte keine Ahnung, dass das Experimentieren mit einem öffentlichen Datensatz erhebliche finanzielle Risiken mit sich bringen konnte. Ich hatte mich darüber informiert, wie die Rechnungsstellung funktioniert, und mich über die zu erwartenden Kosten informiert, u. a. indem ich ChatGPT um grobe Schätzungen bat. Auf dieser Grundlage war ich zuversichtlich, dass sich mein Verbrauch in einem vernünftigen Rahmen bewegen würde (etwa 30-50 Dollar pro Monat).
Jetzt ist mir jedoch klar, dass ich die Abrechnung ohne ausreichende Vorsicht angegangen bin und die potenziellen finanziellen Risiken unterschätzt habe, was zu einem kostspieligen Fehler führte
BigQuery berechnet die Gebühren nach Datenvolumen, was zu hohen Kosten führen kann
Wie kommen die hohen Kosten her? BigQuery ist Googles cloudbasierte Datenbank- und Analyseplattform, die nach dem tatsächlichen Datenverbrauch abrechnet. Die Gebühren entstehen vor allem durch das gescannte Datenvolumen bei SQL-Abfragen. Falsch konfigurierte oder versehentlich gestartet Abfragen (z.B. über sehr große Tabellen oder mehrfaches Wiederholen) können unbewusst zu enormen Kosten führen.
Manchmal werden automatisierte Tools/Skripte, Testumgebungen oder fehlende Kostenlimits genutzt, was unbemerkt hohe Last auslöst. Und das kann auf Dauer richtig teuer werden.
Wie ging die Sache aus? Der Nutzer meldete sich bei Google und erklärte seinen Fehler. Über mehrere Nachrichten hinweg reduzierte Google die Kosten für den Nutzer deutlich. Am Ende sitzt der Nutzer noch auf einer Rechnung von 5.000 Euro. Das ist deutlich weniger als am Anfang, dennoch für den Nutzer ein hoher Betrag. Er sagt: Google wolle, dass er die 5.000 Euro innerhalb von 10 Tagen zahlt. Nun hofft der Nutzer aber noch darauf, dass er den Betrag in Raten zahlen kann.
Ein anderer Nutzer bekam ebenfalls eine dicke Rechnung. Autovermietungen setzen mittlerweile auf KI, um Mietwagen auf Schäden zu kontrollieren. Das musste jetzt auch ein Fahrer erfahren, der nach der Rückgabe seines Fahrzeugs eine Rechnung über rund 375 Euro erhielt. Denn die KI fand eine Beschädigung: Er gibt seinen Mietwagen zurück und bekommt eine dicke Rechnung über 400 Euro, weil die KI ihn verpetzt
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Da sehe ich aber klar die Schuld bei google. Private Accounts sind ohne Limit oder Prepaid?
Warum sollte es nicht ohne Limit gehen? Es wird dir dort eigentlich die Kosten sehr klar dargestellt. Wenn man sich halt nicht informiert. (ChatGPT zu fragen ist keine zuverlässige informations Quelle, die schlicht weg es keine Informationen Quelle ist.)
Aber vielleicht sollten die wirklich ein Limit Warnung einfügen. Oder vielleicht haben die schon eins? Meine mal sowas dort gesehen zu haben, könnte aber auch für was anderes gewesen sein.
Abgesehen wie hat er ChatGPT dies gefragt, die Daten hat es ja nie gesehen. Da kann man ja nur schätzen was dann sehr darauf kommt was für Info man dem gibt.
Und das es nicht ein festgelegtes Limit ist, ist eigentlich der Grund für das ganze. Da man so nur bezahlt was man auch wirklich nutzt. Und so auch für kleinere Unternehmen und privat Personen zugänglich ist.
Außer meinst mit Prepaid das man Geld auf ein Account vorher hat. Also eine Wallet etc, und wenn es nahe des aufgebraucht ist wird man gewarnt.
Das würde wirklich mehr Sinn machen.
Aber ein anderes Problem sehe ich dort das die ja vorher die Anfrage machen müssen um zu sehen wie das kostet. Glaube ich.
Aber vielleicht ein Limit wo man dann gewarnt wird das man es überschreitet wäre der Weg, da muss ich dir Recht geben. (Aber vielleicht hat das Google da ja dort aber wenn man denkt das es nicht so hoch wird, würde man das wohl nicht setzen.)