21-Jährige bringt 22 Männer auf Tinder dazu, Nier: Automata zu kaufen – Redet nie wieder mit ihnen

21-Jährige bringt 22 Männer auf Tinder dazu, Nier: Automata zu kaufen – Redet nie wieder mit ihnen

Die US-Seite Kotaku berichtet über eine 21-jährige Frau, die ein ungewöhnliches Gesprächsthema auf der Dating-Plattform Tinder gefunden hat: das japanische Action-Rollenspiel Nier: Automata (PS4, PC, Switch) aus dem Jahr 2017. Nach eigenen Angaben hat sie 22 Männer davon überzeugt, das Spiel zu kaufen. Dafür gibt es sogar Lob von Yoko Taro, dem Mastermind des Spiels.

Was hat die Frau gemacht? In einem Tweet sagt die Frau, die Kotaku als Jen vorstellt (via twitter):

Früher bin ich durch Tinder gestreift und habe Typen dazu gebracht, Nier: Automata zu kaufen und hab sie danach ignoriert. Ich denke, ich kam so auf 22 Typen, als ich damit aufgehört habe. Ich mein: Ich hab nie gesagt, dass ich mit ihnen schlafe – ich hab eigentlich nur viel über das Spiele gesprochen und es empfohlen: Hohe Verkaufszahlen bedeuten mehr Spiele von Taro.

Jen

Nier: Automata hilft junger Frau aus Depression, aber keiner will mit ihr darüber sprechen

Warum tat sie das? Im Gespräch mit der Seite Kotaku erzählt Jen, dass sie eine schwere Zeit mit depressiven Gedanken durchmachte, als sie auf Let’s Plays von Nier: Automata stieß und eine obsessive Liebe zu dem Spiel entwickelte.

Bei Tinder sei sie gelandet, weil sie niemanden hatte, mit dem sie über Nier: Automata reden konnte und sie wollte offenbar unbedingt über das Spiel sprechen.

Je zudringlicher Männer wurden, desto mehr sprach sie über das Spiel

Wie reagierten Matches auf ihre Begeisterung für das Spiel? Jen gibt zu, dass einige Matches ihre Begeisterung für das Spiel nicht so toll fanden, gerade wenn sie im Detail von den Feinheiten Nier: Automatas schwärmte. Wenn ein Mann ihr sagte: Das sei zwar ein gutes Spiel, aber es gäbe nicht viel darüber zu sagen, dann hätte sie den Mann abgehakt und sich den nächsten gesucht.

Aber einige hätten sich auf ihre Begeisterung für das Spiel eingelassen:

Es war irre, wie viele Männer es gekauft haben. Viele haben tatsächlich etwas von mir erwartet: Ich musste oft lesen, wie sehr sie sich wünschten, dass ich die 2B-Uniform für sie trage.

Jen

Nier: Automat wurde auch zu einem Abwehr-Mechanismus für Jen. Je zudringlicher die Männer auf Tinder wurden, desto engagierter referierte sie über die Lore des Spiels.

nier automata 2b
In diesem Outfit hätten wohl viele ihrer Tinder-Dates Jen gerne gesehen.

Warum hörte sie damit auf? Letztlich sah Jen ein, dass es schon „ziemlich abgefuckt war“, was sie da machte, auch wenn sie fest glaubte, dass die Spiele von ihrem Idol Yoko Taro mehr Anerkennung verdienen.

Ich hab letztlich damit aufgehört, weil mir klar wurde, wie locker ich damit umging, sowas Abgefucktes zu machen. Ich meine: Einige kamen echt eklig rüber, aber andere mochten das Spiel vielleicht einfach nicht oder standen nicht drauf, es so zu sehr zu analysieren und ich hab wahrscheinlich ihre Gefühle verletzt, als ich einfach verschwunden bin.“

Jen

Heute spricht Jen immer noch über Nier: Automata, aber mit Leuten im Discord, die genauso begeistert sind wie sie.

Final Fantasy XIV: Deshalb solltet ihr Nier Automata spielen

Director von Nier: Automata grüßt die junge Frau mit „Glory to Mankind“

Das macht Jen jetzt glücklich: Die Geschichte von der Frau, die Leute auf Tinder von Nier: Automata begeistert, hat sich bis nach Japan rumgesprochen und ihr großes Idol Yoko Taro erreicht, den Director von Nier: Automata (via twitter).

Der kommentierte auf Twitter: „Glory to mankind!“ und teilte den Link zu dem skurrilen Artikel.

Jen schreibt: „Ich weine grade bei der Arbeit. Von der Legende selbst bemerkt zu werden, hat mich überglücklich gemacht.“

MeinMMO Community-Managerin Irina Moritz, die selbst begeistert von Nier: Automata ist, erklärt: „Glory to mankind“ ist eine Grußformel von Nier: Automata, die Androiden im Spiel verwenden, weil sie von Menschen erschaffen wurden und ihnen dienen. Fans des Spiels haben das mittlerweile übernommen und beenden zum Beispiel ihre Tweets über Nier mit „Glory to mankind.“

Wir haben erst neulich auf MeinMMO über ein Tinder-Date unter Gamern berichtet, das nicht in einer Beziehung mündete:

Twitch-Streamer erzählt von CS:GO-Date – „Ich kann keine Kinder mit jemandem haben, der finanziell so unverantwortlich im Spiel ist“

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Leya Jankowski

Liebe Community,

aus Erfahrung wissen wir, dass diese Themen in der Regel einen höheren Moderationsaufwand benötigen. Das können wir spät abends und über Nacht nicht leisten. Für heute machen wir hier die Kommentare zu. Morgen geht’s weiter. 🙂

Habt einen schönen Abend zusammen und bis morgen.

Edit: Kommentare sind wieder offen

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Leya Jankowski
Scaver

Dann soll die gute bitte sich in Therapie begeben und nicht andere Menschen verarschen, die zwischenmenschliche Beziehungen suchen (egal welcher Art).
Und dann am Ende Ghosting? Gibt kaum etwas, das verachtenswerter ist.
Einfach nur erbärmlich und verachtenswert.

Und sich am Ende am besten auch noch darüber beschweren, dass es keine gescheiten Männer gibt. Aber selber dafür der Grund sein!

SLAPPMASTER9000

Ghosting gehört doch mittlerweile zum guten Ton auf diesen seelenlosen dating Plattformen, sich damit zu brüsten ist aber doch etwas schäbig.

Cortyn

Glory to mankind.

Jaque

Damit hat sie weder sich selbst noch den Männern noch dem Entwicklerstudio geholfen – eine loseloselose Situation die einfach nur Lebenszeit wasted. Und darüber zu lesen ist echt deprimierend.

Huehuehue

Das Entwicklerstudio hat 22 Kopien des Spiels verkauft, die sie sonst nicht verkauft hätten. Also denen hat es auf jeden Fall geholfen. Und so, wie sie es beschreibt, haben die Typen es ja nicht gekauft, um sie damit zu beeindrucken, sondern weil sie so begeistert davon erzählt hat.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Huehuehue
Scaver

Und wie viele Kopien werden nun nicht mehr verkauft, weil es diesen Vorfall gibt, über den ja nun auch berichtet wird? Dürften mehr sein.

Huehuehue

Exakt 0.

Kuba

Tja, die gute Dame hat sich wohl einen Bug zunutze gemacht, der bei uns Männern in der DNA irrtümlicherweise einprogrammiert wurde🤣🤷‍♀️

N0ma

Wenn ich den Programmierer finde … !

Scaver

Bugusing ist aber verboten und führt zum Bann. Soll sich also künftig nicht beschweren, weil sie keinen (gescheiten) Mann findet.

RagingSasuke

Und jetzt stelle man sich vor ein kerl hätte dies mit mehreren frauen gemacht. Oh mein gott, der wäre ein frauenfeindliches a-loch etc etc.
Aber das system funktioniert anscheinend nur in eine richtung.
Presse feiert es quasi das ne frau ein paar männer verarscht und das auf tinder – einer plattform die zum daten gemacht ist und nicht zum zocken lol…. ich liebe die doppelmoral der letzten jahre

Scaver

Stelle dir vor, ein Mann hätte das mit EINER Frau gemacht… würde auch schon wesentlich schlimmer bewertet, als das hier.
Bei 22 Frauen kann man dann froh sein über die Anonymität des Internets, da sonst der Lynchmob direkt loslegen würde!

Die Doppelmoral wird tatsächlich immer schlimmer.

VoodooNimbul

Unsere Welt wird immer bizarrer…
… oder Ich einfach alt.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von VoodooNimbul
Alex

Ein bisschen vom beidem.

Neowikinger

Und damals gab es wohl noch kein Discord, Reddit oder irgendwelche Fan- bzw. Gamingforen?

Meiner Meinung nach ist die damit kein Stück besser als Kerle die Frauen für sich ausnutzen, indem sie mit ihren Hoffnungen / Erwartungen spielen.

Es ist schon, wenn es Medien gibt, die einem über schwere Zeiten hinweghelfen können, aber das hier sollte sich am Ende nicht daraus entwickeln.

Letztlich kann man, bezogen auf das Spiel, sagen, dass sie selber zum Androiden wurde. Nicht zu denen, die bewusst und aktiv leben wollten, sondern zu einem, der nur das gleiche Programm abspulte.

Wirklich traurig.

Aber ja

Glory to Mankind

Monfyre

Wenn man ein Ding gefunden hat, was einem plötzlich wie eine neue überweltigende Erkenntnis vorkommt, und aus einem dunklen Loch hilft, kann der Drang groß werden, auch andere zu ‚missionieren‘ und davon überzeugen zu wollen. Diese haben aber nicht den Kontext, um das gleiche zu empfinden und die meisten werden die Begeisterung, wie in diesem Fall für das Spiel, nicht verstanden haben.
Die Erkenntnis, dass dies eventuell ein manisches Verhalten war, kam ja wohl anschließend.
Eine Psychologin hätte ihr wahrscheinlich besser helfen können.

Ich unterstelle jetzt mal keine böse Absicht, wie bei dem anderen Artikel auf der Seite hier über die australische Streamerin, die sich mit zweifelhaften Versprechungen in Warzone wiederbeleben lässt.

T.M.P.

Der kommentierte auf Twitter: „Glory to mankind!“

War vielleicht ironisch gemeint. Ist es im Spiel ja eigentlich auch, wenn man sieht was die Menschen da so verzapft haben.^^

All Might

Genau das dachte ich mir eben auch LOL.
Ich glaube sie checkt nicht das sie von ihrem Idol verachtet wurde.

Cortyn

Das bezweifle ich doch sehr.

T.M.P.

Naja „verachtet“ ist aber schon ein extremer Begriff. Immerhin hat er den Tweet ja geteilt.
Aber ich glaube tatsächlich, dass man unter gefühlt jeden zweiten Post im Internet ein sarkastisches „Glory to mankind!“ setzen könnte. Wann passt „Ehre der Menschheit“ schon mal im positiven Sinn?^^
Der Tweet wurde bestimmt nur so positiv aufgenommen, weil es halt ein Fan-Tweet ist. Denn was dort gemacht wurde war ganz sicher nicht ehrenhaft.

Anonymus

Ich weiss nicht irgendwie seltsames Verhalten. Und warum ignoriert sie die Leute wenn sie endlich das Spiel gekauft haben wenn sie doch unbedingt über das Spiel reden will? Aber Nier Automata ist so toll da kann man ihr wohl kaum böse sein

Huehuehue

Weil sie an den Männern eigentlich kein Interesse hat, sondern nur will, dass sie Nier: Automata kaufen.

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