Fan verkuppelt Kylo Ren und Rey aus Star Wars, eskalierte so sehr, dass es ein Top-Film auf Amazon Prime wurde

Nerdkultur Titelbild The Love Hypothesis

Fan-Fictions zu beliebten Filmen schaffen manchmal den großen Erfolg und werden zu Büchern, sogar zu großen Filmen. Ein erfolgreicher Romantikfilm auf Amazon Prime Video basiert dabei sogar auf Star Wars – Marco Risch von Nerdkultur hat sich das genauer angeschaut.

Wer ist Marco Risch? Seit 2015 veröffentlicht Marco Risch auf seinem YouTube-Kanal Nerdkultur Videos, in denen er anhand von Reviews, Analysen, News oder Interviews verschiedene Filme und Serien behandelt.

Außerdem spricht er mit seinem Kollegen Yves Arievich einmal pro Woche im Podcast Nerd & Kultur über diverse Themen aus der Popkultur.

Sowohl der YouTube-Kanal als auch der Podcast sind Teil des Webedia-Netzwerks, zu dem auch MeinMMO gehört.

In einem neuen YouTube-Video schaute er sich den Film Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe an. Der Film, der Ende September auf Platz 1 in die Prime-Video-Charts gestartet ist (via Moviepilot), sieht unscheinbar aus, doch dahinter steckt mehr Star Wars, als man denken mag.

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Marco von Nerdkultur schaut sich die Fanfiction von Rey und Kylo Ren aus Star Wars an, die sogar zum Film wurde

Was steckt hinter Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe? Der Film, der im Original The Love Hypothesis heißt, basiert auf einem gleichnamigen Buch. Das ist nicht ungewöhnlich im Genre, doch wie Marco im Video erklärt, basiert das Ganze auf einer Fan-Fiction zu Kylo Ren und Rey, die ihr aus den Star-Wars-Sequels kennt. Unter Fankreisen hat dieses Shipping den Titel Reylo.

Die Fan-Fiction hieß Head Over Feet und wurde von Autorin Ali Hazelwood unter dem Pseudonym Ever_So_Reylo auf der Plattform AO3 zwischen Episode 8 und 9 veröffentlicht (mittlerweile wurde die von der Autorin aber gelöscht). Schon in der Fan-Fiction wurden die Figuren aus dem Star-Wars-Universum in eine Universität verfrachtet. Rey als Biologie-Studentin und Kylo Ren als Dr. Ben Solo.

Die war sehr beliebt und daraus wurde letztendlich das Buch The Love Hypothesis. Man änderte natürlich die Namen, die Prämisse blieb aber gleich. Wenn man den Film schaut oder das Buch liest, merkt man laut Marco, wenn man nichts davon weiß, gar nicht die Verbindung zu Star Wars.

In seinem Video zeigt Marco aber, welche Parallelen es gibt, bei denen man den Star-Wars-Hintergrund bemerkt.

Es steckt Star Wars drin – zumindest ein bisschen

Wie viel Star Wars steckt im Film? Aufgrund der Prämisse braucht man im Film keine Science-Fiction-Story zu erwarten, aber es gibt totzdem Verbindungen zu Star Wars. So ist das Casting interessant, wie Marco feststellt. Olive (quasi Reys Figur) trifft auf Dr. Adam Carlsen (Kylo Rens Äquivalent), gespielt von Tom Bateman, der im echten Leben der Mann der Rey Darstellerin Daisy Ridley ist.

Passenderweise heißt der Schurke des Films Dr. Thomas Benton, was klingt wie Tom Bateman. Übrigens ist Thomas Benton das Äquivalent zu General Hux aus Star Wars.

Marco stellt hierbei auch fest, wie offensichtlich der Film zeigt, wer Rey und wer Kylo ist. Olive ist immer hell oder sogar weiß gekleidet, während Adam meist komplett in Schwarz auftritt. Laut Marco stampft Adam sogar beim Laufen wie Kylo Ren in den Filmen. Natürlich haben die meisten Studenten auch Angst vor Adam – wie eben die Stormtrooper.

Dabei vergleicht Marco diesen Kylo Ren sogar eher mit der Parodie, die Adam Driver selbst in Form von Undercover Boss für Saturday Night Live (via YouTube) verkörpert hat. Auch andere Star-Wars-Figuren finden aber ihren Weg in den Film:

  • Finn gibt es in Form der Figuren Malcolm und Jeremy
  • Rose gibt es in Form von Ahn, der besten Freundin von Olive
  • Nicht im Film, aber im Buch gibt es dann noch das Äquivalent zu Poe Dameron. Dort ist es der beste Freund von Adam, Dr. Holden Rodrigues

Im Zuge dessen erwähnt Marco aber auch, dass etwa Reys musikalischen Theme als Leitmotiv genutzt wird, während Adam das Theme von Kylo Ren nutzt. Auch optisch soll es Referenzen an die Sequels von Star Wars geben. Wie ihr merkt, orientiert sich der Film nur ganz lose an den Dynamiken der Star-Wars-Figuren, ist sonst aber eine romantische Komödie. Doch Marco versichert: Dieses Vorwissen macht diesen Film besser.

Für Fans von klassischen romantischen Komödien empfiehlt Marco den Film also durchaus.

Fans des Films können sich aber auch auf mehr Filme freuen. Autorin Ali Hazelwood hat noch mehr solcher Bücher geschrieben, von denen Amazon auch Rechte hat. Zudem hat Netflix die Rechte an ihrem Buch Deep End. Doch dieses Werk spielt im Sport-Genre.

Habt ihr den Film gesehen oder das Buch gelesen? Konsumiert ihr andere Fan-Fictions? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Noch mehr Star Wars findet ihr in einem Ranking von Nerdkultur: Filmexperte rankt 12 Filme zu Star Wars, erschafft das „wohl positivste Ranking auf YouTube“

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