Liegen MMOs im Sterben? Nein, sie sind einfach nur anders als früher

Seit mehr als einem Jahrzehnt liegen die MMOs im Sterben. Doch woher kommen diese Schreie und was beflügelt sie? Wie haben sich die MMOs seither entwickelt?

Meine Kristallkugel ist defekt. Daher kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wohin die Reise geht. Man braucht aber keine Kristallkugel, um zu merken, dass sich die MMO-Landschaft wandeln wird, ja sich sogar schon längst im Wandel befindet.

In die Zukunft zu schauen, ist schwierig. Eine Leichenschau hingegen ist einfach. Und da unsere geliebten MMORPGs ja ständig sterben, werfe ich mal einen Blick auf den leichengepflasterten Weg der Vergangenheit, um einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Rückblick: Wann begann das große „Sterben“?

wow_killer

WoW-Killer und „Feature-Flut“

Es gibt Wendepunkte, die tiefere Abdrücke im Sumpf der MMO-Geschichte hinterlassen als andere. „WoW-Killer“ war so ein Schlagwort, witzigerweise oft nur von der Community oder von übereifrigen Buchstabenwerfern angedichtet.

Anschließend gab es die „Alleinstellungsmerkmal-Ära“, jedes Spiel hatte mindestens ein Rad neu erfunden. Und was ist besser als ein Rad? Genau viele neu erfundene Räder. Es folgten Titel, die versuchten alles zu bieten was das Herz eines MMO-Spielers erfreuen könnte. Housing, levelnde Waffen, PvP, Mircomanagement, Sandbox, Angeln, Landwirtschaft, Crafting und und und…

Es gab einfach immer noch ein Feature mehr als bei der Konkurrenz. Ob das neue Feature sinnvoll war oder nicht, stand häufig auf einem anderen Blatt. Das Motto lautete schlicht: „In unserem Spiel könnt ihr Alles… außer Tiernahrung!“ Oh, gute Idee wir brauchen noch ein Pet-System.

tiernahrung


Plötzlich hatten bestehende MMOs mit großer Nutzerschaft ein Problem, es gab Konkurrenz. Viel schlimmer noch: Der ein oder andere von denen hatte sogar richtig gute Ideen.

Der Free2Play-Irrsinn

Letztlich war ein Ideenaustausch zu erkennen, so näherten sich die Spiele langsam einander an. Aber wenn Produkte sich nicht mehr grundlegend voneinander unterscheiden, wie gewinnt man dann noch Käufer? Richtig, über den Preis.

„Oh Dan, ich bekomme wirklich ZWEI Ingame-Items zum Färben meiner Kleidung gratis?“

„Ja, und das ist noch nicht alles! Wenn du direkt zugreifst, bekommst du diesen Esel noch dazu!“

Da sich aber kaum jemand überreden lässt, sein MMO zu wechseln weil der Konkurrent 2 Euro weniger Abo-Gebühr aufruft, „Sie zahlen keine 10 Euro pro Monat, keine 9 Euro, nicht einmal 8 sondern nur unglaubliche 7,99. Ja sie haben richtig gehört“, griff man zur ultimativen Marketing-Idee und verpasste dem gesamten Paket einfach einen Free2Play-Stempel.

„Ist das dein Ernst, Dan? Ich kann spielen, ohne jemals zahlen zu müssen? Aber Dan… Dan, wer bezahlt dann die Entwickler? Und die albernen Werbesprecher? Dan? Dan, warum weinst du Dan? Dan? Zwei Rasierklingen für eine?“

50s


Den Erfolg von Free2Play beäugend, näherten sich schnell auch die angestammten MMOs den neuen Vermarktungsideen. Heute gibt es kaum ein Abo-System, welches sich nicht auch durch Spielwährung über Ingame-Shops erwerben lassen kann. Selbst Blizzard hat dies in WoW ermöglicht.

Vorausschau: Wie geht es mit den MMOs weiter?

Und jetzt? Ist jetzt Ende? Alle MMOs sind Einheitsbrei und damit müssen wir halt leben? Nein, so schlimm ist es dann doch nicht.

Die MMO-Landschaft bewegt sich unaufhörlich. MMOs werden zu Unrecht in stetiger Regelmäßigkeit zu Grabe getragen. Das liegt daran, dass sich Redakteure und Spieler ungern aus ihrer Komfortzone herausbegeben wollen. Denn ebenso wie die MMO-Landschaft ändern sich auch ihre Grenzen.

Zu Zeiten eines World of Warcraft-Releases waren die Grenzen des Begriffs MMO deutlich abgesteckt. Doch je mehr Mitbewerber auf den Markt vorstießen, desto weiter wurden die Grenzen verschoben.

Ob nun The Division, Guardians of Ember, The Crew oder sogar ein GTA5 im Onlinemodus, Viele heutige Spiele besitzen einen MMO-Anteil. Sie als MMO zu bezeichnen, fällt mir und vielen anderen trotzdem schwer. Für Hardcore-MMO-Spieler werden diese Spiele nie ein vollwertiges MMO darstellen. Nur wie viel Relevanz hat das „Massively“ heutzutage noch?

map


Ob es auf einem Server 50, 500 oder 5000 Spieler gibt, ist mir doch gelinde gesagt ziemlich Schnuppe solang ich mich in vertrauter Runde von fünf Freunden durch Instanzen quäle.

Vermisst einer diese 4 Massively-Elemente bei MMOs?

Was ist mit den anderen typischen MMO-Features?

  • Weltbosse? Danke, aber Lag-Fest und sinnloses Skill-Gespamme, ob ich das vermissen würde?
  • Angebot und Nachfrage im Auktionshaus? Na die überschaubare Wirtschaftskreislauf-Simulation bekommt wohl auch der Praktikant programmiert.
  • Belebte glaubwürdige Spielwelt? Na klar, Bilder von Kaufleuten auf debeb 40 schwer-gerüstete Ritter samt Pferd stehen, sind ja auf vielen mittelalterlichen Wandteppichen zu finden. Und dass es mehr Helden, Magier und Weltenretter als Bauern gibt, ist in meinen Augen nur mit viel Kartoffelschnaps glaubwürdig zu erklären.
  • Allgemeiner Serverchat? Für mich eins der stärksten Argumente gegen große MMO-Server. Was interessiert mich denn das 0:2 des FC Hintertupfingen aus der Bezirksliga Nord. Vermischt mit der Frage warum es keine Flugmounts gibt und der obligatorischen Aussage, dass WoW eh viel geiler ist, kann ich auf dieses Feature in großen Teilen auch dankend verzichten. Und all das, bevor jemand behauptet er wäre ein gutaussehendes Mädchen und kein 42-Jähriger Schlachtermeister. Serverchats sind oft so niveaulos, dass es mir die Schuhe auszieht.
chat

Natürlich, große PvP-Schlachten und OpenPvP bilden eine Ausnahme, die große Server zwingend benötigen. Burgbelagerungen und Co. mit 3-5 Spielern vermitteln vielleicht einfach kein wirklich epochales Spielerlebnis.

Wirklich trauern müssen aber auch die Hardcore-MMO-Spieler nicht. Reinrassige MMOs wird es auch weiterhin geben. Ob aber im Gewand eines AAA-Titels, das wage ich zu bezweifeln.

Zu übermächtig ist die Dominanz der magischen drei Buchstaben WoW für westliche Publisher und zu deutlich waren die mäßigen Erfolge einiger WoW-Killer. Bei einer Spieleranzahl von 10 Millionen lächelt man in Fernost hingegen nur milde. Auch weiterhin werden aufwendige MMOs das Licht der aufgehenden Sonne erblicken, ob und wie weit man sich aber nach den Wünschen des westlichen Publikums richten wird, bleibt hingegen abzuwarten.

tentakle

Keine Angst vor der Zukunft

Den ewigen Abgesang auf das sterbende MMO werden wir wohl weiterhin hören. Gründe dafür gibt es ebenso viele wie Gründe dagegen. Je enger man die Definition fasst, desto wahrer wird vielleicht auch der nahende Tod. Angst in Zukunft auf liebgewordene Spielelemente verzichten zu müssen, habe ich persönlich aber kaum.

Ein „Witcher 3“ im Onlinemodus mit 5 oder 10 Freunden in der gleichen Welt zu erleben, ist für mich kein Schreckensszenario. Es stellt nur die Entwickler vor neue Aufgaben. Selbst ein Lobby-MMO wie „Skyforge“ hat mich begeistern können, mir fehlten nur ein Zeitvertreib abseits von Gruppenspiel und Instanzen.

Wo ist für Euch die Grenze zwischen Massively Multipayer und Multiplayer? Braucht ihr wirklich Server mit hunderten von Spielern oder reichen Euch Freundesliste und Co?


Dieser Text stammt von unserem Leser Erzkanzler. Mehr von Erzkanzler gibt’s auf seinem Blog.

Auch interessant:

Was heißt MMO heutzutage? Alles und gar nichts mehr

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SonTyp

Meiner Meinung nach sind aktuelle MMOs viel zu leicht. Man kriegt unglaublich viel Erfahrung geschenkt, die Raids sind selbst mit Random Teams ohne große taktische Absprache machbar, man kriegt gute bis sehr gute Ausrüstung hinterhergeschmissen anstatt dafür Wochen oder Teils Monate farmen zu müssen und man ist nach wenigen Monaten bereits auf dem maximalen Level angekommen.
Was für mich früher einen wichtigen Bestandteil eines MMO ausgemacht hat, war grinding und farmen. Ich habe es sehr genossen lange, schwierige Quests zu machen, um dann mit den erhaltenen Items anzugeben – wenn alle wussten, dass man diese nur aus dieser nervig langen Questreihe bekommt. Heutzutage ist es viel zu einfach auf Maxlevel zu kommen und eine passable Ausrüstung zu erhalten, dann bleibt einem fast nur noch PVP. Und auch hier gewinnt nicht der, der seine Klasse besser kennt, der seine Stärken und Schwächen abschätzen kann, sich richtig positioniert, etc. sondern dank Aktionkamera etc. derjenige Spieler, der schneller und wilder durch die Gegend hopst und seine Tasten härter hämmert.

Zu der Frage mit der Anzahl der Spieler: Zu viele braucht man nicht; wie hier bereits mehrfach erwähnt wurde, hat man mit den meisten eh nie zu tun. Was viel wichtiger ist als eine hohe Anzahl an Spielern, ist ein regelmäßiger Zustrom. Kommen irgendwann praktisch keine neuen Spieler mehr dazu, so werden die alten Hasen immer stärker, kommen selbst in anspruchsvollen MMOs immer weiter an die optimale Ausrüstung und das höchste Level ran, etc. Alles außer dem gerade neu rausgekommenen Raid, der neue, bessere Ausrüstung verspricht, wird dann kaum bis gar nicht mehr gemacht, was zumindest bei mir zu Frust führt, da ich diese teils sehr schönen PVE-Inhalte eigentlich geniessen möchte.
Also: Damit ein Spiel und ein Server längerfristig gut läuft und den Spielern Spaß macht, braucht es nicht zwingend Millionen Spieler. Es braucht aber regelmäßig neue Spieler, sodass die Community nach Möglichkeit immer pyramidenförmig angeordnet ist (viele Lows, einige Spieler im mittleren Bereich, wenige Highs). Ist das gewährleistet, so ist es egal, ob es nun im Schnitt 2 Mio Lows, 1 Mio mittlere und 100.000 Highs oder doch eher 1.000 Lows, 200 mittlere und 50 Highs sind.

Andy Boultgen

Ich denke solche Diskussionen und Überlegungen wird es auch in 10 Jahre geben.Viel wird sich bis dahin verändert haben,vor allem der Spieler selbst.Viele Spiele werden verschwunden sein und noch viel mehr werden dazu kommen.Aber eine Konstante wird es sicherlich auch dann noch geben,nämlich Wow.Andere vielleicht auch aber da würde ich mich nich festlegen.

Nirraven

Ob WoW noch in 10 Jahren gespielt wird? Es ist jetzt schon altbacken und das holt sie irgendwann ein. Aber sie holen echt alles aus der alten Engine raus was geht 🙂

Dahoo

Chapeau , das war mal toll zu lesen.
Der Chatverlauf war mein Highlight 😀

Was die Entwicklung von Mmo´s angeht denke ich muss
man einfach den begriff Mmo nicht mehr nur auf klassische Mmo´s
beschränkt sehen.
Es gibt mittlerweile so viele Fassetten weil immer mehr Spielehersteller sich denken
„Hey, unser Spiel können auch mehrere zusammen spielen“
Shooter, Hack&Slay, Moba und Weltraumsimulationen.
So ziemlich alle versuchen ihr Spiel mit dem Prinzip eines Mmo´s zu Harmonisieren.
Man könnte also genauso gut sagen Mmo´s dominieren förmlich den Weltmarkt da sie
mittlerweile alle Spielarten in Borg-Manier assimiliren 🙂

schneemann72

Sehr unterhaltsamer Artikel, dass mal vorweg!

Das Problem mit der Spielindustrie ist dasselbe wie mit Hollywood, nur noch Variationen eines Themas kommen auf dem Markt -bloss kein Risiko eingehen, man könnte ja Geld in den Sand setzen.

Immer nur auf Nummer sicher gehen ist der Killer Nr1 für Innovation, der Geist ist nicht mehr in der Flasche sondern mittlerweile im Atombunker -so kommts mir jedenfalls vor…

TheCatalyyyst

Meine Erfahrung mit MMORPGs ist im Hinblick auf „klassische MMOs“ beschränkt auf Guild Wars 2 und ein Free2Play Titel, dessen Namen ich schon gar nicht mehr weiß. Ich bin ursprünglich durch Destiny auf mein-mmo gestoßen, lese aber inzwischen auch gerne Artikel über Spiele, die ich nicht Spiele, weil mir die Qualität der Seite und die Community gefällt. Ich würde also nicht sagen, dass ich ein großer MMO Spieler oder Kenner wäre, aber ich habe immerhin einen Charakter in GW2 auf Level 80 gebracht (zu der Zeit hatte ich niemanden mehr, der da mitgemacht hätte, was erklärt, warum ich in dem Spiel nie viel mehr gemacht habe, als die Hauptstory abzuschließen und viele Gebiete zu erkunden. Eigentlich hätte das Spiel mehr Aufmerksamkeit meinerseits verdient, aber naja.)
Und ich muss sagen: dass „MMO“ zieht oft das „RPG“ in Mitleidenschaft, zumindest für mich (aus meiner Sicht natürlich, ich bin offensichtlich eher jemand, der gerne alleine spielt). Und wenn ich dann gerade das Gebirge erkunde, mit stimmigem Aussehen des Charakters, weil ich die dem Gebiet zugehörige Rasse Spiele, dann ist es irgendwie störend, wenn da ein Hardcore-Spieler mit Lava-Flügeln und Drachen-Pet vor mir herfliegt, von einer Ressource zur anderen tingelt und dabei alles wegschnezelt, was ihr/ihm im Wege steht. Das ist total immersionsbrechend, wenn ich gerade Wild sammeln möchte, um meinen Koch-Beruf weiter auszubauen.

Es ist auf der anderen Seite sehr befriedigend, in einem öffentlichen Event mit vielleicht 50-80 anderen Spielern einen großen Drachen zu töten. Dem kann ich auch durchaus etwas abgewinnen.

Ich denke halt eher, dass gerade die offene Welt nicht „MMO“ sein sollte, sondern für jeden instanziert (sodass man Freunde mitnehmen kann, aber einem nicht dauernd Randoms begegnen). Für Teile der Map, in denen solche großen Events stattfinden, sollte das natürlich nicht gelten.

Ein anderes Beispiel aus dem selben Spiel: ich war gerade irgendwo in diesem „zombie-mäßigen Sumpf“ unterwegs (man verzeihe mir das bitte, ich weiß nicht mehr, wie die Gebiete hießen) als ich ein den Beginn eines Events sah und eine ordentliche Menge Spieler, die bereits da war. Da dachte ich mir „och, gehste vielleicht hin, vielleicht gibt es da ja was zu holen“. Als dann der erste Teil des Events beendet war (es war so ein mehrteiliges Event, wo der erfolgreiche Abschluss des ersten Teils ein zweites Event initiieren kann) wurde ich auf einmal in eine Gruppe eingeladen, ohne das ich es zunächst bemerkte. Ich machte dann fröhlich weiter, während die Gruppe auf einmal verdächtig inaktiv war. Nachdem ich dann einmal gestorben war, habe ich diese Gruppeneinladung bemerkt, bin rein, und wieder zum Event, ohne zu sehen, was da im Chat los war. Erst beim zweiten Tod habe ich dann die hämischen Bemerkungen gegen mich dort gesehen, weil ich das Event weitergemacht habe: diese Gruppe wollte das Event offensichtlich verstreichen lassen, um ein anderes zu starten, und haben mich dann extra eingeladen, um mir das mitzuteilen. Nachdem ich das nicht gemerkt habe (wie gesagt, ich gucke kaum in den Chat) fingen dann solche Kommentare an „Wenn ich den mal im PvP treffe…“ „Idiot“… et cetera und so weiter. Danach habe ich dann auch erstmal das Gebiet gewechselt, weil mir so etwas echt zu blöd ist.

Um jetzt mal zu einem relevanten Punkt zu kommen: das „massive“ der Spiele ist eine Sache, die ich tatsächlich schwierig finde: für Hardcore-Gamer interessant, für Casuals, die sich die Welt ein bisschen angucken wollen oder ein bisschen Rollenspiel machen wollen, eher nicht so. Das ist wie mit den 50 Leuten, die alle einen Händler „besetzen“. Für manche Spieler Alltag und egal, für andere stört es die Immersion und das Spielgefühl. Man könnte jetzt sagen: „dann spiel doch Skyrim“, aber Fakt ist, dass GW2 mir eigentlich echt gefällt; die Welt, die Geschichten, die Figuren, das Spielgefühl, alles. Für mich wäre es eben besser, in offenen Gebieten „seine Ruhe“ haben zu können, als dauernd anderen Leuten über den Weg zu laufen, mit denen ich sowieso nie etwas zu tun haben werde. Also „Massive“ bei Raids und Dungeons und was nicht alles (auch gerne in der offenen Welt als Gruppe, wenn man mit 50 Leuten das Gebiet der Nord erkunden will, warum nicht?) kann ich verstehen und finde ich auch gut, aber wenn ich einfach nur die Welt erkunden will, dann stört es meistens eher.

So, ich hoffe, dass ich meine Gedanken einigermaßen kohärent ausdrücken konnte.

Das ist ja wieder ein echter Roman geworden, was?

Nirraven

—„Ich denke halt eher, dass gerade die offene Welt nicht „MMO“ sein
sollte, sondern für jeden instanziert (sodass man Freunde mitnehmen
kann, aber einem nicht dauernd Randoms begegnen). Für Teile der Map, in
denen solche großen Events stattfinden, sollte das natürlich nicht
gelten.“—

Du beschreibst den vorgänger zu GW2 🙂
Habe länger GW1 gespielt und als ich von der open World von GW2 erfahren habe, hätte ich mir nicht gedacht das eine open World auch viele Nachteile haben kann.

TheCatalyyyst

Tja, für GW1 habe ich wohl etwas zu spät mit Gaming (und gelegentlichen MMORPGS insbesondere) angefangen. 🙂

Mir fällt gerade auf, dass ich meine Äußerung eigentlich auch mit einem einfachen Zitat aus dem Artikel hätte ausdrücken können:
„Na klar, Bilder von Kaufleuten auf denen 40 schwer-gerüstete Ritter samt Pferd stehen, sind ja auf vielen mittelalterlichen Wandteppichen zu finden.“

Aber naja, so ging es ja auch.^^

Erzkanzler

Ich hab deine Ausführungen aber gern gelesen 😉

N0ma

Mit GW1 haste echt was verpasst, lässt sich auch leider nicht mehr nachholen, es sei denn man hat seine eigene Gruppe.

Nirraven

Hast du schon mal „The Elder Scrolls Online“ oder auch kurz TESO in Betracht gezogen? Nach deiner Beschreibung von dir was du suchst, könnte es etwas für dich sein. Aber ich muss sagen das ich es nur kurz zur Beta gespielt hab und deswegen nichts über den derzeitigen Zustand sagen kann, außer das es anscheinend gut läuft. Besonders seit dem Konsolenrelease.

TheCatalyyyst

Also über TESO liest man hier auf mein-mmo in letzter Zeit nur Gutes, da scheint sich vieles gebessert zu haben.

Ich werde mal gucken, in einem Nostalgie-Anfall spiele ich gerade Fallout New Vegas komplett durch, wer weiß wie lange das dauert…^^

Vielen Dank erstmal für die Anregungen.

Foxx382

Was hab ich herzhaft über die Nicknames gelacht XD!

Nirraven

Vor allem Parge Lenis 🙂

Auch wenn man drüber lachen kann, ist es leider traurig das solche Chats eher Standard als die Ausnahme sind.

Bodicore

/ignore all
/quit

Ja so geht es mir auch oft 😉
Allerdings bin ich der Meinung das ein WoW Klon mit guter Grafik super ankommen würde.

Ein MMO braucht:
-TAB -Zielsystem (weil Idiotensicher)
-Heiler Tank und DD-Dreifaltigkeit (weil nicht alle DD spielen wollen)
-starker PvE Content (weil es nun mal mehr PvE Spieler gibt als reine PvP Spieler)
-40er Raids (Grosse Gilden müssen gebaut werden (Kommunikation)
– Kleine Server sortiert nach Sprachregion (Megaserver sind viel zu anonym)
-Abosystem (Shops sind toxisch egal ob P2W oder nicht)

N0ma

stimme zu

Adestimare

die anzahl der PVP-Spieler darf man aber nicht unterschätzen

N0ma

die können ja bei BDO bleiben ^^

Bodicore

oder bei allen andern 2736534 F2P Spielen mit PvP Schwerpunkt 😉

Ne also Spass beiseite, PvP ist sowieso in 99% der Spiele stark vertreten weil man dazu wenig Programmieraufwand betreiben muss. Ein gutes PvE zu programmieren ist da schon schwerer.

Bodicore

In den Umfragen sind reine PvP Spieler immer weit abgeschlagen der Grossteil sind PVP/PVE Spieler also Leute die beides wollen, gefolgt von reinen PVE Spielern.

N0ma

„Vermisst einer diese 4 Massively-Elemente bei MMOs?“
Wenn sie fehlen würden, ja, auch alle 4. (aus welchem Spiel stammt eigentlich der Chat ?? oder war des n Fake 🙂
Wenn du mit den immer 5 gleichen Leuten jeden Tag spielen müsstest würde dir das auch recht schnell langweilig werden. 😉 Ausserdem würdest du dann nichts dazulernen.

Mein Alltimefavorite MMO ist ja GW1, da ging man mit 8 Leuten raus in die World, das hat eigentlich gereicht, in den Städten wars dann aber wieder MMO. Diese Mischung fand ich gut.
Ich hab zwar generell kein Problem mit „Open“ World, allerdings ist da bis jetzt meistens das Problem respawn und angepasste Worldboss Schwierigkeit mehr schlecht als recht gelöst. Das einzige wo das aus meiner Sicht funktioniert hat war in Tera mit den BAM’s.

Für die Zukunft seh ich das aus den shorttime survival Games – Sandbox MMO’s mit PvE Elementen werden. Wobei genaugenommen gabs das ja schonmal.

Erzkanzler

Der Chat ist eine „dramatisierte Darstellung“ 😉

[edit]:
„Wenn du mit den immer 5 gleichen Leuten jeden Tag spielen müsstest würde dir das auch recht schnell langweilig werden. 😉 Ausserdem würdest du dann nichts dazulernen.“

In beispielsweise Division machen viele Spieler genau das und Youtube, Foren & Co helfen beim lernen, dafür brauch ich persönlich keine Pro-Spieler die mit „ogog!“ durch Instanzen rennen nur um sie möglichst schnell beendet zu haben 😉

schaican

erinnerte mich stark an den „brachlandchat“

Adestimare

Das sehe ich auch so zu dem Zitat kann ich auch nur ein bsp. bringen und das ist Monster Hunter.
Ich weiß die Monster Hunter Reihe ist keine Reihe von MMO´s aber ich habe es auch immer mit den selben leuten gespielt.
Es macht meiner Meinung nach den meisten spaß und zu dem Aspekt mit dem lernen, was bringt es wenn 4 gleich unerfahrene leute zusammen spielen der eine dem anderen irgendwelche falschen tipps etc gibbt da lernt man doch auch nichts.

N0ma

Meine Erfahrungen sind da andere, nicht selten sieht man bei Leuten die nur im eigenen Saft spielen, ala „ich spiel nur in meiner Gruppe/Gilde“ Builds und Spielweisen die veraltet sind oder glauben es nicht wenn man sagt das geht auch anders. Aber Raid MMO’s würd ich jetzt auch nicht mit Monster Hunter vergleichen.

Erzkanzler

Letztendlich gilt auch da, solang es Spaß macht ist alles ok. Erst wenn die Gruppe darunter leidet besteht Handlungsbedarf.

Ich kenne oft (eigentlich immer) die besten Builds, aber oft spiele ich etwas, das mir mehr Spaß macht. Wenn es wirklich um die letzten 2% geht, dann wechsel ich natürlich gern. Aber aus Raidleitererfahrung weiß ich ziemlich genau, wenn ein Build Spielern nicht liegt, ist es sinnlos ihnen das aufzudrücken. Im Extremfall ersetze ich lieber einen Spieler als ihn zu zwingen etwas zu spielen an dem er keinen Spaß hat, denn er wird nie wirklich gut sein.

N0ma

das auf alle Fälle

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