Mein-MMO fragt: Sind „virtuelle“ Freunde unbedeutender als „reale“?

In Onlinespielen trifft man Fremde und die werden mit der Zeit zu Kekannten oder zu Freunden. Aber wie „real“ sind solche „virtuellen“ Freunde?

Seit dem Zeitalter des Internets ist es deutlich leichter, Bekanntschaften rund um den Globus zu schließen. Es benötigt oft nicht mehr als ein paar Zeilen geschriebenen Text, um die Grundsteine für eine lange Freundschaft zu legen. Sei es in einer Gilde in World of Warcraft, bei einem amüsanten Browserspiel auf Facebook oder einfach in einer Forendiskussion von Steam.

WoW Gnomes Screenshot RP

Beim Daddeln schließt man schnell neue Bekanntschaften. Doch sind die genau so „gut“ wie „reale“ Freunde?

Doch kann es überhaupt so weit gehen, dass man bei diesen Leuten wirklich von „Freundschaft“ sprechen kann? Können Beziehungen aus dem Internet überhaupt so eine Gefühlsdichte entwickeln, wie es bei „Face-to-Face“-Kontakten der Fall ist? Gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen diesen beiden Arten der Freundschaft?

Cortyn meint: Auch wenn meine Meinung zu dem Thema hinlänglich bekannt sein sollte, führe ich sie gerne noch mal aus. Die einen mögen es traurig finden, die anderen werden es nachvollziehen können: der größte Teil meiner Freundschaften hat im Internet begonnen. Ich verdanke dem Internet und auch World of Warcraft ziemlich viel – rückblickend ist es erschreckend (aber auch erfreulich), wie viel genau.

Meine „virtuellen“ Freunde haben mir durch viele schlechte Zeiten geholfen, in denen es meine „realen“ nicht konnten. Alleine schon, weil die Distanz eben kein Problem darstellt – einmal kurz im Skype durchgeklingelt und schon stößt man auf ein offenes Ohr. Da dieser Teil meines Freundeskreises dieselben Interessen teilt wie ich, kann man zu fast jeder Tageszeit darauf zählen.

WoW Cloud Aerith Final Fantasy ViiEs wäre auch durchaus möglich, dass das so ein Tick von uns Rollenspielern ist. Beim RP kommt man kaum darum herum, besonders viel mit anderen Menschen zu schreiben, was womöglich auch die Annäherung deutlich einfacher gestaltet, als es vielleicht bei einem Spiel wie Counter Strike mit hitzigen Gefechten der Fall wäre.

Bladeandsoul coelin Hansu

Die ältere Generation hat gelegentlich Probleme damit, „virtuelle“ Beziehungen mit „realen“ gleichzusetzen.

Sicher, ich kenne noch viele Leute aus meiner Schulzeit und habe vor allem zu den Gamern darunter noch regen Kontakt – gelegentlich zockt man auch eine Runde Heroes of the Storm zusammen oder lässt sich im Alteractal abfarmen, aber die reale Distanz macht Treffen quasi unmöglich, von 1-2 Terminen pro Jahr abgesehen.

Zusammengefasst mache ich keinen Unterschied zwischen „realen“ und „virtuellen“ Freundschaften. Menschen sind Menschen. Ob ich mit Ihnen über eine Armlänge Abstand oder Hunderte Kilometer des Internets verbunden bin, spielt für mich keine Rolle. Die Menschen sind real, die Gefühle füreinander sind real und somit sind es auch die Freundschaften.

Aber genug von mir, kommen wir zurück zu Euch! Was haltet Ihr von Bekanntschaften aus dem Onlinebereich? Können sie „reale“ Freunde ersetzen? Was sind die Vorteile und was die Nachteile? Oder macht auch Ihr keine Unterschiede zwischen diesen Personen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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