Mecker Mittwoch: Cash Shops

Die letzten Wochen habe ich mich ja eher über spezifische Dinge aufgeregt, mal mehr und mal weniger gut recherchiert (*hust*). Heute soll es um ein Thema gehen, welches ich ganz allgemein als die “Plage” des 21. Jahrhunderts der Gaming-Industrie sehe. Nein, es sind nicht absurde DLC-Mechaniken, aber das kommt der Sache schon relativ nahe. Es geht um Echtgeld-Shops im Allgemeinen und dazu würde ich am Ende auch gerne eure Meinung hören!

Früher war die Welt noch in Ordnung

Pokemon - Rote Edition

Als ich noch jung war (in Dämonenjahren ist das schon eine Weile her) war die Welt der Videospiele noch relativ einfach. Man besaß einen GameBoy und hatte sich “Pokemon” (rot! – was sonst?!) über mehrere Wochen zusammengespart oder einfach zum Geburtstag schenken lassen. Das haben die meisten Freunde ebenfalls so gehandhabt und dann wurde fleißig miteinander und gegeneinander gespielt.

Ein wenig später gab es die ersten LAN-Parties, auf denen man ausführlich Warcraft 3, Counter-Strike oder Call of Duty spielte. Reden wir für einen Moment nicht darüber, warum jeder von uns die Spiele hatte… ach egal, weiter im Text!

Spiele machten uns gleich…

Worum es mir nun geht, ist Folgendes: Games waren damals etwas, das junge Menschen auf eine ganz besondere Weise verbunden hat. Denn innerhalb des Spieles war es vollkommen egal, ob du der Sohn oder die Tochter einer eher ärmeren Familie warst oder das Kind vom Staatsanwalt. Durchs Spielen verschwanden Barrieren, die an anderer Stelle durch soziale Unterschiede (wenn man ehrlich ist, sind es eher finanzielle Unterschiede und nichts Soziales) aufgebaut wurden. Alle waren gleichwertig und die einzigen Differenzen bestanden, wenn überhaupt, aus der Zeit, die man in das jeweilige Spiel investiert hatte.

… aber heute machen sie einige gleicher

Heute ist das anders. Wer im realen Leben viel Geld hat, der kann das fast immer innerhalb der virtuellen Welt zum Ausdruck bringen. Man kauft einfach 20.000 Kartellmünzen, erwirbt für 20€ ein brennendes Metallpferd oder besitzt sämtliche Skin-Variationen und wenn sie sich nur durch den Lidschatten des linken Auges voneinander unterscheiden. Eine ganze Generation an kostenlosen “Spielen” lebt sogar nur noch davon, dass man jeden Spaß und Erfolg hinter Zusatzkäufe versteckt (Beispiele: Heroes Charge, Travian, etc.).

Cash Shop Coins (Futurama)

Natürlich verstehe ich auch die Seite der Entwickler, denn wenn man Leuten Geld abnehmen kann, dann ist das als Konzern immer die richtige Entscheidung. F2P-Titel wie SMITE, LoL oder viele andere bauen auf solche Käufe, um zu überleben. Trotzdem trauere ich der Zeit nach, in der man 70 DM auf den Tisch legte und dann alles im Spiel erreichen konnte. Wer will, der schmeißt heutzutage einfach noch 300€ hinterher und ist dann ein ganz besonderes Schneeflöckchen. Und das schafft Unterschiede, die in den Köpfen der Spieler immer bewusst oder unbewusst mitspielen. Dabei hätte man im Grunde mit der Einführung des Internets diese Unterschiede doch so schön beseitigen können.

Wie seht Ihr das Ganze? Hänge ich wieder zu sehr in der Vergangenheit? Oder genießt Ihr sogar solche Cashshops? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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Fly

Blau war mein erstes <3 Liegt samt Gameboy in meinem Nachtschrank ^.^ Aber nichts geht über die “Grüne” Edition aus Polen… XDD

mmonsta

ich hab dr mario,gargoyles quest und skate or die aufm gameboy gezockt. da ich mich für alle möglichen retro rpgs interessiere kam mir iwann auch pokemon unter, warum es aber diese ganzen versionen gab/gibt is mir immer noch nen rätsel. :D…..von daher rot?

nen vernünftiger cash-shop der keinerlei spielerische vorteile bietet is mir sehr willkommen.
es sei denn er kommt in kombination mit nem vollabo wie es zb wow vorgemacht hat.
es is mMn nur fair mit nem f2p oder b2p modell.
es sollte aber wirklich nur kosmetik, fluff, acc-services etc dabei sein. xp-buffs/pots hängen wieder stark vom spiel ab und können je nachdem locker toleriert werden.
wirklich vernünftige inhaltsupdates die jetz nich den umfang eines vollpreisaddons haben können von mir aus für nen schmalen taler ebenfalls im shop landen.
solche sachen wie zusätzliche aktionsleisten oder instanzen/bg-pass *swtor-hust* find ich dagegen schrecklich und gehören ignoriert.

Lauryll

Ich teile die Meinung der meisten hier.
Wer will, soll sein Geld ausgeben für nen anderen Skin/zusätzliches Mount/Pet. Solche Sachen stören mich gar nicht so sehr und ja, hab ich auch schon gemacht, auch wenn ich normalerweise sehr wählerisch bin (außer ich mache den Fehler übermüdet irgendwo rumzustöbern…müde treff ich immer besonders gute Entscheidungen…*hüstel*) und schon abwäge “Brauch ich das wirklich? _Will_ ich das wirklich?”

Kosmetischer Kram ist für mich dabei gar nicht so sehr ein Statussymbol, wie du es andeutest. Klar, es heißt, dass jemand Geld reingesteckt hat, vielleicht auch zu viel, vielleicht auch um anzugeben (Ich muss dabei sofort an LoL und neue Skins denken. Die können schon echt teuer sein…), aber das lass ich dann gar nicht wirklich an mich ran. Ich reg mich auch nicht über Leute auf, die fette Autos fahren oder nur Designerklamotten tragen…es sei denn…sie benehmen sich wie absolute Vollidioten!
Aber, naja…ich rege mich auch über arme Vollidioten auf, das zählt dann also nicht XD

Gegenstände, die deutlich mehr Boni geben, nerven mich bedeutend mehr, außer ihr Nicht-Erwerb schmälert meinen Spielspaß nicht, sondern gibt dem Käufer nur einen kleinen Vorteil. XP Boosts und sowas.
Bessere Items, mit denen ich in PvP einfach umgenatzt werde…das fällt dann eben in die Schiene p2w. Mag ich ebensowenig wie die meisten anderen hier.

Coreleon

Also von mir aus können die Spiele im Cash Shop soviele Reittiere und Viecher haben das einem das Auge blutet. Oder Kostüme , skins , Farben,Frisuren … wer dafür geld ausgeben möchte kann das dann auch gerne ganz ausgiebig tun und sich freuen.
Wenn aber das Spiel so zurecht gepacht wird , damit man dann item XY aus dem Cash Shop benötigt (AA HUST) dann hört bei mir der Spaß auf und da geht es dann auch ganz schnell in die p2w schiene.
Leider werden viele Entwickler immer gieriger und versuchen den Leuten das Geld wo es nur geht aus den Taschen zu ziehen. Bin mal gespannt wann die ersten Bugfixes gegen € anbieten. -.^

MfG

Alastor Lakiska Lines

Ich weiß nicht, ob ich den Steam Marktplatz als Cash-Shop bewerten soll….dank dem Spiel “The Mighty Quest for Epic Loot” (brachiales P2W) konnte ich meine Steam-Bibliothek füllen, indem ich mir im Sale das Infinity-Pack (-50% = 15€) gegönnt habe….aus kalkulierten Gründen. Das Infinity-Pack gibt dem Käufer viele (inzwischen nicht mehr verfügbare) Kreaturen und Fallen und fügt die fast wöchentlich neu erscheinenden Inhalte dieser Art auch noch hinzu. Und man kann diese Dinge mit Marktübersicht und -spekulation für beträchtliche Summen (1-3€, teils mehr) an andere Spieler verkaufen. Das Paket hat sich in den 1. Monaten selbstabbezahlt und Gewinne erwirtschaftet und meine Steam-Bibliothek wächst weiter. Andere können die Schneeflöckchen sein, während ich mich in harter (auf meinem Steam-Account befindlicher) Währung wälze. Denn Schneeflocken schmelzen schneller als Gold.

Nomad

Ja, Cashshops und F2P sind eine Seuche. Sie vernebeln jede Sicht auf Kosten und Qualität. Jede Leistung, jedes Produkt muß einen Preis haben, der den Entstehungskosten entspricht, so dass der Käufer entscheiden kann, ob er es zu diesem Preis kaufen will oder nicht. Über CS und F2P werden die tatsächliche Kosten verschleiert und Schmarotzer werden begünstigt. Und wie bereits weiter unten gesagt, leidet oft die Qualität, weil Entwicklungsressourcen nur noch in CS-Inhalte fliessen, schleichende Abzocke.

Ich bevorzuge faire und eindeutige Kostensysteme. Das kann auch ein Abo-System sein, wenn es keine Laufzeiten beinhaltet.

Am besten finde ich B2P, mit regelmässigen bezahlpflichtigen Erweiterungen (wobei damit nicht Mini-DLCs zum übertriebenen Preis gemeint sind).

LonesomeRider87

Also erst mal muss ich dir in einem Punkt widersprechen. Man hatte natürlich Pokemon blau!!!
Zum Thema Cash-Shops: Ist für mich immer abhängig davon was es zu kaufen gibt. Wenn es nur um die Kosmetik geht (seien es Skins, Kostüme oder was auch immer…) find ich das okay. Es bleibt jeden selbst überlassen ob er dafür Geld ausgeben will oder nicht. Letztlich macht es keinen Unterschied was den Spielspaß angeht und man sieht zwar anders aus aber jeder kann gleich weit kommen. Und die Entwickler können auch wohl verdientes ihr Geld verdienen.
Wenn es aber Sachen zu kaufen gibt die das Gameplay beeinflussen (eine Über-Waffe, Exp-Boost, usw…) finde ich das echt nervig. Ich seh es nicht ein jeden Monat 50 € oder was auch immer auf den Tisch zu legen nur um mit halten zu können. Denn wenn man mit so was mal anfängt geht das ziemlich schnell dumm aus… Solche Spiele meide ich mittlerweile

Koronus

Das mit Blau kann ich bestätigen.

Fly

Man hatte natürlich beide! Und Gelb! ^^

Koronus

Ich habe in meinem Freundeskreis nur lauter Blau Spieler und ein Bro hat neu begonnen und ich mir extra Gelb geholt und wir wetteifern jetzt wer besser trainiert.

Fly

Gelb war schon Pflicht um Pikachu “Surfer” beizubringen. Der Alptraum eines jeden Gestein-Pokemons 😀

Koronus

Und der einzige Weg für ein Minispiel.

Osgariath

Rot war aber durch das wilde Missigno auch net schlecht 😀

F2P-Nerd

Cash Shops sind ein probates Mittel für Entwickler und Publisher, ihr Geld reinzubekommen. Modern und sauber, wie ich finde. Es wird weiterhin niemand gezwungen, das entsprechende Spiel zu spielen.
Bin sehr froh, dass das Abomodell und andere verstaubte Systeme (starre Expansions u.a.) immer weiter abgeschafft werden.

Da anscheinend die Zahlen stimmen, werden die Entwickler/Publisher damit auch weiter machen. Ich selber finde es sehr gut. Außerdem gibt es ja immer noch in jedem MMORPG die Chance, sich Dinge auch zu “erarbeiten”

N811 Rouge

Im Studium hatte ich mehr Zeit, aber viel weniger Geld.
Heute habe ich mehr Geld, aber viel weniger Zeit.

Theoretisch könnte ich jetzt also sagen: Ich wiege die mir fehlende Zeit für “Erfolge” einfach durch das mehr an Geld auf. Aber wie gesagt, nur theoretisch 🙂

Gerd Schuhmann

Man hat halt oft so wenig Spaß dran, Geld auszugeben. Es ist was anderes, sich ein neues Mount mit irgendeinem harten AV zu verdienen, es zu kriegen und jedesmal, wenn man es ruft, denkt man: Boah, für das Ding hab ich mal richtig geschuftet. Damals hier mit der Raid-Gruppe! Und noch das AV unbedingt um 2 Uhr!

Was anderes ist: Man kauft ein Mount für 15 Euro. Was denkt man dann: Jo, hab ich mir mal gegönnt. Sieht hübsch aus. Jo. 🙂

Ich hab neulich 9 Euro bei Hearthstone gelassen für 7 Packungen und da war nur Mist drin.:) Da denke ich mir ja nicht: Klasse, so ein Adreanlinrausch, gleich die nächste. Sondern ich überleg mir das nächste Mal 2mal, ob ich das bezahle.

Da geht’s jetzt nicht um 9 Euro und wie lange ich für die 9 Euro arbeiten müsste, sondern um dieses Gefühl.

Ich hab mal ein tolles Video gesehen, wo sie analysieren, dass es auch Spaß machen kann, ein Free2Play-Game extra so zu spielen, dass man diese Paywalls umgeht. Und tatsächlich mir geht das so, ich hab oft die Idee – oder zumindest früher, als ich mehr Zeit hatte: Es dann TROTZDEM zu schaffen.

Mir in Lotro die Erweiterung zu kaufen nur mit Ingame-Erfolgen. Oder in einem Browser-Game es “ohne Geld auszugeben”, bis nach oben zu schaffen. Aber da muss man schon extrem viel Zeit investieren und ehrgeizig sein.

Inge Koschmidder

Oh ja, dieses Gefühl ist etwas ganz besonderes!!!
Ich spiele seit über einem Jahr Trial’s Frontier (f2p).
In den Rezessionen liest man oft “b2p / p2w”, aber ich bin Platz 450 von fast 2 Mio. Spielern *stolz auf die Schulter klopfen*
Und dies, ohne auf den ingame Shop drauf zuzugreifen!
In der Freundesliste sehe ich so viele, die sich Vorteile erkauft haben (upgrades für motorräder, selber Ressourcen sammeln ist mehr als zeitaufwendig) und ich bin um so glücklicher, wenn ich sehe, dass ich besser bin, auch wenn meine Karre nicht so viele upgrades besitzt wie die der anderen!!!

Ich würde auch nie auf die Idee kommen, mir z.B. bei Need For speed ein “timesaver-pack” zu kaufen! Wozu auch? Der Reiz ist doch der Fortschritt in Spiel, nicht das Ziel. Nach dem Abschluss des Spiel-Ziels gibts ja (selten) was zu tun…

Larira

Problematisch am Cash Shop ist auch noch, dass die meisten Entwicklerressourcen da reingesteckt werden. Sprich, kaum neuer PvE/PvP-Content dafür jede Woche 5 neue Pets und Mounts. Sieht man grad an Teso. Zwar sind die Entwickler ja soooooooo beschäftigt mit der Konsolenveröffentlichung. So dass es dieses Jahr nichts wird mit neuem Content. Aber für neue Reittiere reicht es offenbar.

Grüße

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