Mass Effect: Andromeda – Frauenfeindlichkeit tritt Spenden-Welle los

Der Tumult um die schlechten Animationen bei Mass Effect: Andromeda hat jetzt etwas Gutes. Frauenfeindliche Angriffe gegen die Entwicklerin Allie Rose-Marie Leost haben letztendlich eine Spendenwelle für Girls Make Games ausgelöst.

Die Animationen, vor allem die Gesichtsmimik, bei Mass Effect: Andromeda sind ein Problem. Als Schuldigen haben manche Menschen im Internet eine Frau ausgemacht. Die soll an allem schuld sein. Die Entwicklerin Allie Rose-Marie Leost wurde herausgepickt und in einem Blog hart angegangen. Es wurde impliziert, sie sei inkompetent und habe sich bei EA „nach oben geschlafen“, um einen Job zu bekommen, der nicht ihrer Qualifikation entspricht.

Darauf folgten zahlreiche persönliche Angriffe gegen Leost über die sozialen Netzwerke, bis sich sogar BioWare genötigt sah, ihre ehemalige Mitarbeiterin in Schutz zu nehmen.

Alexandria Neonakis, eine Künstlerin, die für Naughtyy Dog arbeitet, hat sich auf ihrem persönlichen Twitter-Account über diese Angriffe gegen Leost geärgert und echauffiert. Als Frau im Gaming fühlte sie sich von diesen Angriffen persönlich getroffen.

Als Frau in der Gaming-Industrie habe man es schwer. Ständig werde die Kompetenz angezweifelt. Der Vorwurf: Man habe die aktuelle Position nur, weil man ein Mädchen sei. Sie habe sich 10 Jahre lang alles in der Gaming-Industrie erarbeiten müssen, schreibt Neonakis, trotz aller Leute, die ihr gesagt haben, sie könne und solle das nicht. Und jeder Frau im Gaming, mit der sie gesprochen habe, sei es genauso ergangen.

Nach diesen Aussage wurde Neonakis selbst zum Ziel einiger Tweets und Angriffe.

Neonakis spendete daraufhin 500$ an die Organisation „Girls Make Games“ in Namen dieser Angreifer. Girls make Games (hier geht’s zu ihrer Webseite) ist eine Organisation, die Workshops für junge Frauen anbietet, die in die Game-Industrie einsteigen möchten.

Die US-Seite Kotaku sympathisiert mit Neonakis, gilt selbst als ein Feindbild der „Gamergate“-Bewegung.

Wie Kotaku berichtet, löste Neonakis Spende eine regelrechte Spendenwelle aus, der sich zahlreiche Game-Designer angeschlossen haben. Darunter der Uncharted 4 Director Neil Druckmann, der Firewatch-Director Jake Radkin, Mitarbeiter von Disney, High Moon und anderen Studios. Neonakis hat auf ihre ursprünglichen 500$, noch einmal 500$ draufgelegt.

So sind letztlich im Namen der Frauenfeindlichkeit Tausende von US-Dollar an Girls Makes Games gespendet worden.


Die Hintergründe der Vorwürfe gegen Leost beleuchten wir in diesem Artikel:

Mass Effect: Andromeda: Cosplayerin soll an allem Schuld sein

Quelle(n): kotaku
Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
0
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Community-Aktivitäten
Hier findest Du alle Kommentare der MeinMMO-Community.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
25 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
airpro

Ich spiele nicht AC weil ich Jade Raymond so geil finde. Auf das Spiel „nur von Traumfrauen programmiert“ warten wir hier im Baumhaus noch.
Die Spieler wollen ein tolles Produkt, wie die Programmierer aussehen ist da normalerweise belanglos. Solange die sich nicht auch noch selbst zum Honk machen (Bungie plays Raid)
Und wenn die Leost so toll programmieren kann, warum ist sie dann jetzt schon raus (berufliche Umorientierung) und das Ergebnis so schwach. Es wurde urprünglich ja nur nach dem Chefanimateur gesucht. Wenn Politiker ihre Familie im „Betrieb“ beschäftigen wird der „Kunde“ ja auch misstrauisch.

airpro

Naja hässliche Menschen müssen sich schon mal nicht mit dem Vorurteil der Bevorzugung rumschlagen, das würde ich doch zu gern mal sehen.
Natürlich hat das bildhübsche Cosplay Pinup die Stelle wegen ihrer überragenden Fähigkeiten ausgeübt. https://ixquick-proxy.com/d

Bodicore

Ich werde auch jednTag angezweifelt und muss meine Kompetenzen beweisen und wenn ich schwach werde verdrängt mich jemand von meinem Posten. Ich bin sicher es reden viele Leute schlecht über mich. Und ich habe sicher den einen oder andern Job nicht bekommen weil meinem Vorgesetzten meine Nase nicht gefallen hat.

Leider kann ich mich weder auf Rassissmus noch auf Frauenfeindlichkeit berufen und spenden würde keiner für mich. Desshalb werde ich meine Pause jetz beenden und wieder an die Arbeit gehen.

Loki

Wo arbeitest du bitte, bei Germanys Next Top Model? Wenn ich auf der Arbeit jeden Tag angezweifelt werde, bzw. tag täglich so ein Kampf um Projekte machen müsste, würde ich mir ganz schnell einen anderen Job suchen.

Davon ab, gibt es genügend Beispiele dass vorallem im IT Bereich, Frauen mehr mit Leistung punkten müssen, damit ihre Kompetenz nicht in Frage gestellt wird bzw. sie überhaupt anerkannt wird.

Bodicore

Naja in der Schweiz ist das eben so.
Ab einen gewissen Gehalt steht man auf ganz schön wackligen Stelzen, weil halt jeder deinen Platz einnehmen will. Hier zählt nur der Umsatz wenn du den bringst kannst du auch eine volltattowierte Tunte auf Kokain sein.

Das ist warscheinlich auch der Grund warum hier alle einen Stock im Arsch haben (welchen wir uns natürlich selber eingeführt haben, damit es kein anderer machen kann)

Loki

Naja, ein paar Bekannte haben auch in ihren Job in gehobenen Positionen in Zürich. Ein bisschen Ellenbogen ausfahren ist ja normal, aber das was du beschreibst habe ich bisher noch nicht gehört.

Auf Golem oder Heise gab es letzte Woche ein Bericht über den Chef vom Support einer Firma, welcher ausversehen mit der Signatur von seiner Kollegin geantwortet hat. Die Reaktionen der Kunden war absolut das Gegenteil welche er sonst bekommen hat, die Leute waren unfreundlich, stellten seine Kompetenz in Frage.

Für eine Woche hat er Signaturen mit seiner Kollegin getauscht. Das Ergebnis, es war seine beschissenste Arbeitswoche, weil er ständig Kompetenzkriege mit Kunden ausfechten musste. Seine Kollegin dafür, hatte ihre beste Woche, weil sie die Scheiße eben nicht hatte.

Und das ist der Standard, vorallem in der IT Branche. Es gibt einfach genügend sozial inkompetente Kellerkinder, welchen ihren Frauenhass an anderen auslassen, weil keine Frau mit ihnen ficken will.

Erzkanzler

Die Twitterkampagne gegen dich persönlich weil das „Produkt“ deiner Firma mies ist und du dich eh nur hochgeschlafen hast, hab ich allerdings wohl verpasst?! 😉

Sollte das der Fall gewesen sein und ich hab sie übersehen, gilt für dich genau das Gleiche wie für Frau Leost. Ich unterscheide da nicht nach Rasse oder Geschlecht.

Erzkanzler

Das sehe ich ähnlich, aber man muss differenzieren die Gamergate-Bewegung ist kein Opfer der Schere zwischen arm und reich. Das sind engstirnige Verschwörungstheoretiker und Trolle die es genießen sich im Mittelpunkt zu sehen.

Gesamtgesellschaftlich gebe ich dir recht. Anstatt sich gegen wirtschaftliche und globalisierte Ausbeutung aufzulehnen bedient man sich einfacherer Feindbilder. Aber wir driften ab.

Letztlich freut es mich, dass es Menschen wie Neonakis gibt, die mit Courage dem entgegenstellen und Flagge zeigen. Auch wenn die großen Probleme damit nicht gelöst sind. Ein kluger Mann sagte mal: „Wenn du einen Baum möchtest, wünsche dir keinen Wald sondern pflanze einen Samen.“

Psycheater

Heutzutage fühlt sich auch jeder wegen jedem Scheiß angegriffen
#DontAssumeMyGender
Facepalm Hoch 10. Auch wenn die Attacken der ganzen anonymen Internethirnies gegen die (vermeintliche) Verursacherin der Animation absolut indiskutabel sind. Der einzige Schuldige an den miesen Animationen sind EA und Bioware und die nicht vorhandene QA

Leon Loeser

Anfeindungen ggü. einer Frau != Frauenfeindlichkeit.

Erzkanzler

Hast du dir die Vorwürfe mal durchgelesen? Wenn man jemandem vorwirft nur erfolgreich einen Job bekommen zu haben weil diejenige eine Frau ist, kann man schon Frauenfeindlichkeit unterstellen 😉

Gerd Schuhmann

Der Vorwurf ist ja: Früher hat Gaming uns gehört, uns Nerds. Jetzt kommen die Frauen und nehmen uns das weg, so wie sie uns alles wegnehmen. Seit Frauen da mitmachen, ist es doof. Frauen machen alles kaputt.

Das ist das, was dahintersteckt: Frauen sind doof und machen uns alles kaputt. Das ist „Baumhaus – Keine Mädchen erlaubt“ und nichts anderes.

TheCatalyyyst

Ich komme überhaupt nicht dahinter, wie so eine Mentalität entsteht. Was steckt denn dahinter?
„Die klauen unsere Jobs?“
Tun sie auch, genau wie andere Kerle, die besser als man selber sind. Es sei denn, man macht was dagegen und strengt sich an.

Echt schade zu beobachten, dass sich sowas durch alle Themen zieht: Gleichberechtigung, Religion, Politik, etc…

Das „Baumhaus – XX nicht erlaubt“ trifft es echt gut.

Erzkanzler

Mal ehrlich… hoffen wir, dass sie irgendwann mal in das geistige Alter kommen in denen sie gern Frauen im Baumhaus hätten.

Man was hab ich mit Frauen im Bauhaus für Spaß gehabt… egal gaaanz anderes Thema 😀

HoffnungStirbtZuletzt

Stimmt nicht. By Gamer Gate geht es darum, dass seit die feministischen SJWs Mitspracherecht haben, obwohl sie selber gar nicht spielen, Spiele als „mysogonist“ oder „patriarchal“ bezeichnen, sobald Frauen als sexuelle Wesen dargestellt werden oder Männer als Muskelprotze.

SJWs bedienen sich dabei einer Doppelmoral.

Beispiel 1: Spiel mit Sexy Frau -> Hexenjagd auf den Spieleentwickler per Social Media bis dieser nachgibt i

Beispiel 2: Männer wollen, dass in einem Spiel lieber ein Mann die Hauptrolle übernimmt -> „Bäh, ihr patriarchalischen Frauenfeinde und Unterdrücker #killallwhitemale“.

Dieser ganze Mist wird in den Medien instrumentalisiert, um Männer immer schlechter in der Gesellschaft dazustehen zu lassen.

Prinzipiell ist es mittlerweile so, dass man Frauen nicht mehr im leisesten kritisieren darf. In Amerika könnte eine Frau sich belästigt „fühlen“ und schon bist du Krimineller. Außerdem wird der Kritiker von „weißen Rittern“, die ungefragt herbei eilen und dem „armen Ding“ helfen wollen, mundtot gemacht mit ad hominem Phrasen („Du Arschloch / Frauenfeind / So redet man nicht mit Frauen“ etc.).

Feminismus wird immer mächtiger. Man muss nur mal hinschauen. Spiele, Filme, Massenmedien. Alles ist voll davon.

Marrurk

Na klar darf man Frauen kritisieren, genauso wie man Männer auch kritisieren darf.
Nur ist es eben immer noch so das Frauen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft noch benachteiligt werden. Patriarchat und so.
Das was du da schreibst ist einfach nur ein Ausdruck eines, vermutlich, Mannes der befürchtet seine Vormachtstellung zu verlieren.

Gerd Schuhmann

Ich beobachte das echt nicht. Ich nehm die Welt nicht so wahr.

Wie ist in einer Welt, wie du sie beschreibst, eine Serie wie „Game of Thrones“ möglich? Anita Sarkeesian ist ein Nischenphänomen. Das ist eine Frau, eine Stimme unter vielen Stimmen. Das ist nicht „die neue Macht, auf die jeder hören muss.“

Nur weil einem Polygon und Kotaku auf den Sack gehen mit ihrer Agenda, ist das nicht „die neue Macht“, nach der sich alle richten. Sondern es gibt parallel dazu noch andere Magazine, die andere Schwerpunkte setzen.

Das muss man halt in einer Gesellschaft aushalten, dass es verschiedene Stimmen und Interessen gibt. Und Gamergate will eine Stimme mundtot machen. Das geht einfach nicht.

TheViso

Ein Kuss an Gerd.

airpro

Anita Sarkeesian ist vor Allem ihre eigene Marke. So sympatisch wie Alice (natürlich hab ich gemodellt und mein Geld in die Schweiz gerettet) Schwarzer.

airpro

Animation: hässlich.
Lead Animator: Hübsch
Spieler: nur Lead Animator hübsch, Animation nicht! Fehlbesetzung!
EA: Grafik nicht so schlimm, aber Ihr seid hässlich!

PS: Wenn das Spiel toll ist dürfen die Programmiererinnen sogar häßlich sein, soweit würde ich da gehen!

jansalterego

Nope. So ultra-simpel ist das nicht, jedenfalls nicht wenn wie hier die Angriffe darin begründet sind, dass es sich bei der Angegriffenen um eine Frau handelt und/oder wie ebenfalls hier bei den Angriffen frauenfeindlich vorgegangen wird.

Andy Boultgen

Hat zwar jetzt nichts mit gaming zu tun,aber mein chef ist weiblich und ist wirklich sehr kompetent in materie und führung.die hat sich sicherlich nich hoch geschlafen.

Erzkanzler

Wie mir diese Gamergate-Verblender auf den Nerv gehen… echt.

Leider ist das ja viel mehr als ein Gamingphänomen. Heute gönnt man einfach niemandem mehr Erfolg und Neid keimt direkt auf. Selbst wenn, und ich betone deutlich das ich diese Einschätzung nicht machen kann oder werde, diese Dame nicht ausreichend befähigt gewesen wäre, ist es völlig Absurd die Person dafür anzugreifen. Das sich jeder (entschuldigt die Wortwahl) kleinepimmlige Möchtegern dank internet als oberster Richter und Rächer aller „betrogenen Spieler“ aufspielt, ist widerwärtig.

Man kan seinen Unmut über das Produkt äußern, man kann anderen empfehlen es nicht zu kaufen da es einem persönlich nicht zusagt und DANN IS ABER AUCH GUT! Was da gerade läuft ist üble Nachrede und Verleumdung, zu Recht in Deutschland ein Straftatbestand.

Mit solchen Aktionen dagegen zu halten ist zwar ein Lichtschein im tüben Dunkel der Engstirnigkeit, das Problem wird man leider so auch nicht lösen.

davidus

Der letzte Satz ist leider auch wahr. „Gamergater“ schienen anfangs noch eine gewisse Art von Integrität zu verfolgen, zumindest der besonnenere Teil. Da ging es noch um sowas wie ehrliche Berichterstattung in der Gaming-Industrie und Ähnliches, wenn ich mich nicht irre. Mittlerweile scheint es nur noch eine geifernde Trollwelle mit massiver Unterstützung der sogenannten Alt-Right Bewegung und angeschlossene Verschwörungstheoretiker zu sein. Man wird wohl in Zukunft bei jeder passender und und unpassender Gelegenheit mit solchen Angriffswellen rechnen müssen.

jansalterego

Naja, die ganze Integritätsgeschichte war – abgesehen davon, dass sie auf Falschinformationen beruhte – schon von Beginn an nicht viel mehr als ein sehr kleines Feigenblatt für eine frauenfeindliche Trollkampagne.

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

25
0
Sag uns Deine Meinungx
()
x