Mass Effect Andromeda: Durchgespielt! Wie war’s insgesamt? – Mein Fazit

Mass Effect: Andromeda ist endlich durchgezockt und die letzten Quests sind abgeschlossen. Wie unser abschließendes Fazit zum Spiel ist, erfahrt ihr hier.

Obwohl wir bereits vor einigen Wochen einen sehr ausführlichen Text zu Mass Effect: Andromeda veröffentlicht haben, hatte ich die Handlung des Spiels bis dahin noch nicht abgeschlossen.

Inzwischen hat sich das geändert und ich kann nun also einen abschließenden Gesamteindruck vom Spiel geben. Mein Zähler für den Abschluss des Spiels steht auf 96%, das einzige was mir noch zu fehlen scheint sind einige der „kleinen“ Nebenmissionen, von denen ich zwei nicht abschließen kann und die andere von der Marke „Durchkämme die ganze Spielfeld, ohne dass es Interface-Hinweise gibt“ sind – also zu vernachlässigen.Mass Effect Andromeda Vetra Ryder Sight

Wie schlägt sich Mass Effect: Andromeda also als Gesamtwerk im Vergleich zu den anderen Teilen der Reihe?

Aus der Kontroverse um das Ende von Mass Effect 3 haben die Entwickler auf jeden Fall gelernt. Andromeda lässt kaum Zweifel am Ausgang des Spiels und es wird wohl auch keine große Verschwörungstheorien geben (wie etwa die Indoktrinationstheorie rund um Commander Shepard).

Die Auswirkungen, die man im Verlauf der Geschichte trifft, werden zu großen Teilen in der letzten Mission aufgegriffen. Zwar sind es oft nur kurze Auftritte oder einzelne Sätze von geretteten NPCs, jedoch entsteht tatsächlich das Gefühl, dass andere Entscheidungen dazu geführt hätten, dass einige NPCs uns im Stich lassen.

Woran es an Mass Effect: Andromeda auf jeden Fall mangelt sind große Bosskämpfe, die einprägsam in Erinnerung bleiben. Die Kämpfe gegen die Architekten sind zwar grandios, alle andere „Bosse“ sind aber eher langweilig. Vor allem der Endkampf war eher nervig als herausfordernd, was dem Ende einen etwas faden Beigeschmack beschert.Mass Effect Andromeda Architect Closeup

Doch wo es Andromeda in großen, epischen Momenten mangelt, das macht es durch kleine, nachdenkliche Augenblicke wieder wett. Wenn Ryder zusammen mit Jaal in seinem Zimmer auf dem Boden sitzt, um eine Sternenkarte zu betrachten oder man mit Vetra einen riesigen Berg erklimmt, um die Aussicht zu genießen – das sind tolle Bilder, die im Kopf bleiben. Und kroganische Kneipenschlägereien vergisst man auch nicht so schnell.

Ein letzter Kritikpunkt ist, dass die Entscheidungen während des Spiels keinen allzu großen Einfluss haben (von der letzten Mission abgesehen). Es wirkt so, als wolle man hier eher einen Nachfolger vorbereiten und die Auswirkungen der Entscheidungen erst im nächsten Teil der Serie zu spüren bekommen – so war es auch damals bei Mass Effect 1 der Fall.Mass Effect Andromeda Jaal Ryder Chilling

Abschließendes Fazit: Mass Effect: Andromeda ist ein durchweg solides Action-RPG und ein würdiger Vertreter der „Mass Effect“-Reihe. Es mangelt dem Spiel zwar an wirklich grandiosen und erinnerungswürdigen Höhepunkten in der Story, dafür lassen sich immer wieder kleine, wunderschöne Momente finden. Die haben zwar nicht die Imposanz einer Entdeckung wie in der ursprünglichen Trilogie, sorgen aber dafür, dass es ständig spannend bleibt.

Auch jetzt noch würde ich das Spiel jedem Fan der Serie empfehlen.


Den vollständigen Test zu Mass Effect: Andromeda findet Ihr hier.

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