Magic-Experte: Hearthstone-Turniere sollten natürlicher werden

Der Magic: The Gathering-Experte Brian Kibler schlug in einem Interview vor, dass die Hearthstone-Turniere auf höchstem Niveau mehr dem Spiel der Zocker zu Hause gleichen sollten.

Brian Kibler ist in der Trading-Card-Szene wahrlich kein Unbekannter. In Magic: The Gathering hat er sich einen Namen gemacht, später für Blizzard deren Trading-Card-Game designet und auch mit Hearthstone hat er sich intensiv beschäftigt. In einem Interview mit gosugamers gibt er einen frischen Blick von außen auf das Game.

Dabei machte er sich vor allem Gedanken zum jetzigen Turnier-Format Hearthstones. Hier können sich die Spieler vorher oft darauf einigen, eine bestimmte Klasse zu bannen. Das sorge dann für ungewöhnliche Umstände, die mit dem normalen Spiel, das die Zuschauer kennen, wenig zu tun haben. So wären in Turnieren oft Decks wie der Handlock unheimlich stark, weil deren natürlicher Feind, der Jäger, gebannt sei. Spieler sähen diese Turniere, beschlössen dann, doch auch mal den Handlock auszuprobieren und erlebten im Ladder-Spiel ein rüdes Erwachen, wenn sie auf die ersten Hunter träfen.

Hearthstone Hunter

Außerdem erforderten die jetzigen Turnier-Regeln häufig, dass ein Spieler gleich drei Decks mitbringt. Auch das sei für Hearthstone-Spieler, die mit Turnieren anfingen, problematisch. Er selbst habe sich vor seinem ersten Turnier noch hinsetzen und eine dritte Klasse fix auf Stufe 10 leveln müssen, damit er die notwendige Karte für sein letztes Deck erhielt.

Kibler kann viele seiner Erfahrungen aus Magic: The Gathering-Tagen auf Hearthstone übertragen. So falle es ihm leicht, wenn er das Brett sehe, im Kopf ein paar Berechnungen anzustellen, um sich für den richtigen Zug zu entscheiden. Partien, die nicht auf dem Brett entschieden würden, sondern auf der Hand des Gegners fielen ihm hingegen schwer. Gegen Decks wie Miracle-Rogue oder den Handlock fehle ihm die Erfahrung im speziellen Hearthstone-Spiel, um Züge des Gegners vorherzusagen.

Hearthstone DuellIm Gegensatz zu Magic sei Hearthstone deutlich simpler. Das bringe Vor- und Nachteile mit sich. Es sei für Einsteiger wesentlich schwieriger in Magic hineinzufinden, als in Hearthstone, das deutlich davon profitiert, dass es von Anfang fürs digitale Medium entwickelt wurde. Hearthstone könne in der Komplexität allerdings nicht mit Magic mithalten und gerade der Arena-Modus werde doch etwas langweilig mit der Zeit.

Kibler gefallen von den neuen Naxxramas Karten vor allem der Totengräber für seinen Priester. Er schätzt vor allem Karten, die es erlauben, bestimmte Klassen „gegen den Strich“ zu spielen und so neue Synergien zu entdecken.

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Quelle(n): www.gosugamers.net
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