Justice Online: MMORPG lässt zum Start die Server von einem Priester segnen

Das MMORPG Justice Online soll in China das neue WoW werden. Da geht man besser keine Risiken ein: Ein taoistischer Priester segnete den Server-Raum zur Eröffnung der Open-Beta.

Justice Online – das neue Riesen-MMORPG aus China: In China startete am 29.6. das MMORPG „Justice Online“ in eine offene Beta. 250 Entwickler arbeiten seit mehr als 5 Jahren an dem Wuxia-MMORPG. Das soll für China das neue „World of Warcraft“ werden. Zumindest ist das der Plan von NetEase, der zweitgrößten Gaming-Firma des Landes. Justice Online ist ein Riesenprojekt und Hoffnungsträger.

justice treacherous waters online

Dämonenfreie Server!

Ein Segen, damit die Server halten: Wie Justice Online über den eigenen Blog bekanntgab, hat man einen taoistischen Priester angeheuert, um den Raum zu segnen, in dem die Server des MMORPGs stehen. Die englischsprachige Seite abacusnews sprach gar davon, dass der Priester die „Dämonen aus dem Server-Raum verbannen soll“.

Server nun stabil: Über den Blog verkündet NetEase, mit dem neuen Segen liefen die Server nun stabil. Der Mönch hat dazu eine Segnungs-Zeremonie abgehalten und Schriftrollen über die Server gehängt, einige davon sogar mit Code.

Justice-Online-Code

Lieber mal den Programmierer Code schreiben lassen

Presse findet das nicht so lustig: Die Gaming-Presse in China hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Da gehen die Meinungen auseinander. Wir haben einige der Nachrichten, dank der Macht des Google-Translators lesen können. So heißt es bei „265g“ kritisch, es gebe eine Welle der Metaphysik in chinesischen Gamer-Kreisen und die luden da Geistliche ein, um für einen glatten Start ihrer Spiele zu sorgen.

Lieber mal Programmierer ranlassen: Besser als einen Mönch da ein paar Zeilen Code schreiben zu lassen, sei es aber, die Programmierer den Code checken zu lassen, bevor das Spiel online geht und was Schlimmes passiert. Vielleicht mache das einige Spieler mit „veraltetem, feudalen Aberglauben glücklich“, aber … na ja.

Justice-Online-Server

PR-Stunt: Die Aktion von NetEase ist wohl klar ein PR-Stunt, der sogar in den Augen der Chinesen etwas seltsam wirken mag.

Justice Online: Hohe Produktionswerte, aber … das Gameplay

Spiel wird kritisch gesehen: Ohnehin wird Justice Online aktuell eher kritisch gesehen. Zumal sich in den letzten 5 Jahren auch in China der MMORPG-Hype abgekühlt hat, in den letzten Jahren sind MOBAs und Battle-Royale-Spiele auf dem Vormarsch.

Schönstes Spiel von China: Zwar lobt man die hohen Produktionswerte, die für ein chinesisches Spiel neue Standards setzen, aber viel Innovation sollte man nicht erwarten. Einige Spieler beschreiben das Gameplay gar als langweilig. In jedem Fall wird’s interessant sein, zu sehen, was mit „Justice Online“ passiert, nun wo man den Segen aus höchsten Kreisen hat.

justice-trailer-01

Großer Andrang zum Start

40 Stunden Warteschlange: Bei NetEase ist man jedenfalls guter Dinge. Man sagt, das Spiel sei ein „Instant Hit“ von Tag eins an. Die Presse (via sina.com) meldet zum Start von Justice Online: Spieler hätten bis zu 33 Stunden warten müsse, um in das erste Mal zu spielen. Es waren bis zu 40.000 Leute in der Warteschlange.

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