Heroes of the Storm ist nicht LoL und das ist auch gut so!

Heroes of the Storm, Blizzards spaßiges MOBA-Spiel, steht nach wie vor im Schatten von LoL oder DotA 2. Doch laut dem Game Director Alan Dabiri ist das nichts Schlimmes. Heroes of the Storm soll kein zweites DotA oder LoL werden, sondern ein Spiel sein, mit dem Blizzard-Fans und Entwickler gleichermaßen Spaß haben

Auf der BlizzCon 2017 kündigte Game Producer Alan Dabiri Alan Dabiri unter anderem an, dass es bald einige Änderungen in Heroes of the Storm geben werde. So will man die „Laning-Phase“ bedeutender machen.

Also die Spielphase, in der man die „Lanes“ unter Kontrolle bekommen soll und dort verbissene Duelle und 2vs2-Kämpfe ausfechtet. In LoL oder DotA 2 ist die Lane-Phase essentiell für den Spielaufbau, in HotS ist sie bisher eher ein Zeitvertreib, wenn es gerade nichts besseres zu tun gibt.

Das soll sich mit den auf der Blizzcon angekündigten Updates für 2018 ändern. Durch Anpassungen wie unbegrenzte Munition bei den Türmen, die auch Unsichtbare entdecken sollen, dürften Lane-Kämpfe bald intensiver und wichtiger werden.

Soll HotS also mehr ein Standard-MOBA wie LoL oder DotA 2 werden?

HotS muss nicht das beste MOBA der Welt sein

Heroes of the storm hanamura 11

Wie Alan Dabiri in einem Interview mit der Seite Polygon sagt, soll HotS aber nicht ein Klon von Lol oder DotA 2 werden. Die geplanten Änderungen sollen vielmehr Aspekte in HotS verbessern, die bisher zwar okay waren, aber besser sein könnten. Und da gehört wohl eine intensivere Laning-Phase dazu.

Überhaupt wolle man bei HotS gar nicht den MOBA-Olymp erklimmen und LoL und DotA 2 verdrängen (was derzeit auch in weiter Ferne liegt).

Heroes of the Storm habe seinen eigenen Weg im MOBA-Genre und wolle dieses Genre auch insgesamt vorwärts bringen, indem man mit Konventionen breche und taktische und strategische Optionen einfüge, die es woanders nicht gäbe.

Heroes of the Storm ist ein riesiger Fan-Service

Hots Stukov Massive Shove

Außerdem ist ein Aspekt von HotS Dabiri besonders wichtig: Heroes of the Storm ist ein Fest für alle Blizzard-Fans. Wo sonst kann man seine liebgewonnenen Helden und Schurken direkt spielen und sie in allen möglichen und unmöglichen Situationen mit- und gegeneinander antreten lassen? Das ist vor allem dann cool, wenn der entsprechende Charakter schon längst im eigentlichen Heimatspiel passé ist, beispielsweise Arthas oder Garrosh.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, dass sich die Entwickler mit albernen und abwegigen Ideen austoben können, die sie nie und nimmer im Hauptspiel unterbringen könnten. Beispielsweise „Dreadlord Jaina“, eine lang gehegte Fan-Theory, die wohl nie Teil des Kanons von WoW werden dürfte. In HotS hingegen gibt es eine Jaina-Skin, die sie als grausame Dämonin zeigt.

Heroes of the Storm soll also ein Spiel sein, das sowohl Blizzard-Fans als auch Blizzard-Entwicklern gefallen soll. Solange es die Fans von Blizzard-Games begeistert, sei es egal, ob es im Schatten von übermächtigen Konkurrenten wie DotA 2 oder LoL stünde.

LoL ist so weit weg – was will Blizzard auch anderes sagen?

Jürgen meint: Gut, HotS ist sicher nicht der Marktführer im MOBA-Genre und viele Spieler finden das Spiel im Vergleich zur Konkurrenz LoL oder DotA 2 übermäßig simpel und anspruchslos. Daher kann sich Alan Dabiri schlecht hinstellen und HotS als Mega-Erfolg anpreisen.

HotS Genji Diablo Dva Header

Dass HotS die MOBA-Konkurrenz ähnlich wegfegt wie damals WoW mit anderen MMORPGS aufgeräumt hat, dürfte also auch mit den neuen Updates wohl nicht passieren. Es sagt sich also leicht, dass man eh nicht der Platzhirsch im Genre sein wolle, wenn man es ohnehin auf absehbare Zeit nicht mehr wird.

Aber in einem Punkt gebe ich Dabiri recht: HotS ist für Blizzard-Fans ein wahres Fest! Es macht so viel Spaß, als Tracer aus Overwatch Diablo eine Haftbombe an den roten Hintern zu pappen oder als Panzer aus Starcraft dem Orc Thrall ein paar Granaten zu fressen zu geben. Da fühle ich mich wieder wie ein kleiner Junge, der mit seinen Kumpels auf dem Schulhof diskutiert, ob Darth Vader den Terminator im Duell schlagen könnte oder ob Batman eine Chance gegen Wolverine hätte.

Erfahrt hier alles zu den neuen Helden Hanzo und Alexstrasza in Heroes of the Storm!

Quelle(n): Polygon
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Lilith

Schon lustig was der Kerl sagt. Es sollte also nie den Moba Olymp besteigen und das es im Schatten steht von lol und DotA ist auch ok ?
Gehört so einer nicht gefeuert ? Das Ziel sollte IMMER sein das beste Spiel hervor zu bringen und nicht halbherziger rotz.

Caldrus82

Unbegrenzte Muni bei Türmen wird interessant, da müssen sie dann aber auch einige heroes verändern, denn einige sind gerade für das pushen der lanes verantwortlich und werden dadurch geschwächt.

Luriup

Darth Vader gegen den Terminator?
T-800 oder T-1000.
Bei Arni hätte er sicherlich leichtes Spiel,
ist ja nur ein Droide.^^

Keupi

Naja, ich hatte LoL ca. zwei Jahre intensiv gespielt und finde HotS echt langweilig dagegen. Ich kenne auch alle Blizzardspiele und finde den einen oder anderen Charakter toll, aber das alleine reicht mir nicht. Es sieht vielleicht anders aus, wenn man DotA2 oder LoL nicht gespielt hat.

Das Ding an LoL ist, dass es das Spiel ist, was WoW bei den MMORPGs ist. Der absolute Genrekönig. Da reicht dann der Name von Blizz alleine nicht aus. Aber grundsätzlich ist HotS jetzt absolut kein schlechtes Spiel.

Corbenian

Ich habe Dota2 rauf und runter gespielt, LoL konnte mich leider nicht überzeugen. Und dennoch spiele ich jetzt am liebsten HotS.

Ich mag das Gameplay der verschiedenen Karten, die Helden und die kurzweiligen Runden.

Bei Dota2 ist man schon in der Regel eine Stunde für eine Runde am PC gebunden. Bei HotS schafft man da im Schnitt 3 Runden.

Keupi

Ich möchte um Himmels Willen niemanden das Spiel madig machen. Wem es gefällt und daran Spaß hat, der soll das gerne weiterhin haben. Ich hatte ja geschrieben, dass ich vorher LoL gespielt hatte und mir deswegen z.B. das kaum vorhandene Laning und Lasthiten gefehlt hat.

Aber, ich denke schon, dass Blizzard sich etwas mehr Erfolg für HotS versprochen hat. Wenn man nun bedenkt, dass der Name und die Bekanntheit der Figuren auch zum Erfolg von HotS beitragen, dann sieht man zumindest, dass der Moba-Markt nicht wirklich ein neues Moba gebraucht hatte und Blizzard mit der Idee der Casualisierung eventuell nicht richtig gelegen hat.

Gorden858

Das denke ich schon. Wenn sie versucht hätten genau die gleiche Kundschaft anzusprechen, dann bin ich mir ziemlich sicher, wären sie untergegangen.

Haruki

Gerade weil es kein Laning gab fand ich HotS immer spaßiger als alle anderen MOBA’s … RIP

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