Hearthstone: 5 Spinnen und ein Treant-Fall

Mit 5 neuen Spinnen und einem frischen Druiden-Zauber haben es Hearthstone-Spieler zu tun, wenn sie sich an die Spiel-Modi mit konstruierten Decks wagen.

Im Moment wird viel darüber diskutiert, wie sich das Metagame bei Hearthstone in der nächsten Woche oder in der übernächsten ändern wird oder wie es gar aussehen könnte, wenn Naxx schon komplett eingeführt ist. Aber all das ist Zukunftsmusik. Im Moment gibt es bei Hearthstone 6 neue Karten, die schon eine große Rolle für konstruierte Decks spielen und denen ihr sicher in eurem Spiel-Alltag begegnen werdet, da man nur 30 Minuten braucht, um sich die Karten zu besorgen. Wie sehen die aus, was können sie und was macht man dagegen?

Die sechs neuen Hearthstone Karten, frisch aus dem Arachniden-Viertel

Geisterhafter Krabbler (1/2 für 2 Mana, ruft nach dem Tod zwei 1/1-Spinnen und zählt als Wildtier, gibt es als Belohnung für den Sieg über Anub’Rekhan) – Ist allein nichts besonders, profitiert vor allem durch Synergie-Effekte mit dem Totengräber, durch Beast-Buffs in einem Hunter-Decks oder von der Kombination mit anderen Minions wie der „Aasfressenden Hyäne“. Bringt relativ viel Value für 2 Mana, ist besonders anfällig gegen AE-Dmg.

Netzfürst der Nerub’ar (1/4 für 2 Mana, erhöht die Kosten für Diener mit Kampfschrei um 2 Mana, gibt es nach einem Sieg über die Großwitwe Faerlina) – Eine defensive Karte, die das Tempo des Gegners verschleppen kann, vor allem gegen gut aufgestellte Decks, die vor allem auf Kampfschrei-Diener setzen (und das sind eine ganze Menge). Könnte sich als deutlich stärker erweisen, als es auf den ersten Blick aussieht, wenn auch im Moment eher Diener mit Todesröcheln neu ins Metagame Hearthstones kommen.

Nerubisches Ei (0/2 für 2 Mana, mit dem Todesröcheln erscheint ein 4/4 Diener, gibt’s für einen Sieg über Maexxna) – Das ist eine günstige Trick-Karte, die je nach restlichem Deck eine zweite Karte braucht, um aktiv zu werden. Meist geht es nicht darum, das Ei selbst kaputt zu hauen, sondern den Gegner die Arbeit machen zu lassen. Also muss man dem Ei entweder Spott verleihen oder ihm irgendwie einen Angriffspunkt zuschanzen, damit man das Ei als Kamikaze-Angriff an einem gegnerischen Diener aufbrechen kann (ganz genau – ein Neruber-Omelette á la Hearthstone). Ein 4/4-Diener für 2 Mana bringt richtig Value.

Hearthstone Naxxramas Karten

Maexxna (2/8 für 6 Mana, Wildtier, tötet Diener an denen sie Schaden macht, gibt’s für den Abschluss des Arachniden-Viertels, also auch für den Sieg über Maexxna) – die erste legendäre Karte und sicher bald die meistgespielte Legendary in Anfänger-Decks bei Hearthstone. Ziemlich langsames Tempo, nur situativ einzusetzen und muss dann wahrscheinlich noch aufwändig vor übertriebener Aufmerksamkeit des Gegners geschützt werden. Mit Stärkungszaubern und einem Spott kann Maexxna eine unangenehme Rolle spielen, so richtig auf sie gewartet hat aber kein häufig gespieltes Deck. Wäre mit 5 Mana deutlich attraktiver gewesen.

Giftsamen (Druiden-Klassenkarte, 4 Mana, verwandelt alle Diener auf dem Feld in 2/2-Treants, gibt es für die Klassenherausforderung, Faerlina mit einem vorgefertigten Deck umzubrezeln). Eine sehr situative Karte, um die herum man wahrscheinlich ein Deck bauen müsste. Hat ganz gute Synergie-Effekte mit Prankenhieb und könnte bei einer bestimmten Board-Kombination dem Gegner so richtig den Tag verderben (im Prinzip eine Art Mass-Sheep). Könnte aber auch eine dieser Karten werden, die das ganze Spiel über in der Hand sitzen und die man nach 3 Partien auf Nimmerwiedersehen herausnimmt. Irgendein cleverer Druiden-Spieler arbeitet sicher gerade an der Hammerdeck-Idee für die Giftsamen. Auf jeden Fall eine Karte, die man ab sofort im Hinterkopf behalten sollte, wenn’s gegen Druiden geht.

Wegelagerer der Anub’ar (Schurken-Klassenkarte, 5/5 für 4 Mana, holt als Todesröcheln einen zufällig ausgewählten, befreundeten Diener vom Schlachtfeld auf die Hand zurück, gibt’s als Belohnung für den Sieg über Maexxna mit dem Schurken-Premade) – 5/5 für 4 Mana ist schon verdammt viel Value und ein richtiger Brocken im Mid-Game. Der Todesröcheln-Effekt ist für Miracle-Rogue-Decks, die auf Kampfschrei und Combos setzen, durchaus positiv. Kann aber vom Gegner auch gegen den Schurken eingesetzt werden. Ist wahrscheinlich die Karte der hier vorgestellten, die es am ehesten in eine Top-5-Hearthstone-Plays-der-Woche-Liste schafft. Kann aber dort auch als die Karte auftauchen, die dem Schurken das Spiel vermasselt. Sollte aber, gerade weil sie doch recht schwer zu entfernen ist, mit am meisten Play sehen.

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