HandOfBlood hat sich auf Twitch zu dem plötzlichen Stream-Abbruch geäußert. Dahinter steckte eine Werbe-Aktion.
Das ist die aktuelle Situation: Am 3. November 2026 kam es zu einem plötzlichen Stream-Abbruch bei HandOfBlood nach einem vermeintlichen Polizeieinsatz. Später kursierten Videos von Einsatzfahrzeugen und Beamten, die mehrere Kartons aus dem Büro der Firma des Streamers trugen. Wir haben auf MeinMMO darüber berichtet.
HandOfBlood meldete sich via Instgram bei seinen Fans und versicherte, es bestehe kein Grund zur Sorge. Die für den 5. November geplante LAN zu WoW: Forever solle trotz allem wie geplant um 12:00 starten. Dann könne er außerdem mehr zu dem Vorfall sagen.
Auf Anfragen des FUNK-Formats offen un’ehrlich sowie der Bild dementierte die Berliner Polizei jedoch, dass es einen Einsatz gegeben habe. Jetzt klärte HandOfBlood die Situation auf.
Fake-Razzia sollte neue Knabe Kola bewerben
Das steckt dahinter: Bevor es in WoW gehen konnte, nahm sich HandOfBlood die Zeit, über den Polizeieinsatz zu sprechen. Tatsächlich handelte es sich um eine Werbe-Aktion für Knabe Drinks, der Getränkemarke des Streamers. Bei einer früheren Aktion hatten Influencer Pakete mit Getränkedosen erhalten, dazu auch ein Gag-Geschenk mit einem Tütchen, das Kokain darstellen sollte, eine Anspielung auf die frühere Rezeptur von Coca-Cola. Diesen Witz habe man fortführen wollen.
Das neue Produkt, Knabe Kola Null, enthält nicht nur kein Kokain, sondern auch kein Koffein, so die parallel veröffentlichte Pressemeldung.
HandOfBlood erklärte, man habe im Voraus bereits über die Möglichkeit gesprochen, dass die Aktion nicht bei allen gut ankommen würde. Dass das Ganze solche Wellen schlagen würde, habe man jedoch nicht erwartet. Um den PR-Stunt echt aussehen zu lassen, nutzte man sogenannte Ghost-Accounts, die Videos des angeblichen Einsatzes in den sozialen Netzwerken streuten.
Man habe jedoch nicht erwartet, dass die Aufnahmen so stark verbreitet und politisiert würden. Die Aktion fiel zusammen mit bundesweiten Razzien gegen mutmaßliche Linksextremisten. Da HandOfBlood kein Geheimnis aus seinen progressiven Ansichten macht, hatten einige Nutzer der sozialen Netzwerke einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen vermutet. Andere waren von einem Swatting ausgegangen, also von einem fingierten Notruf, durch den Einsatzkräfte bei HandOfBlood aufgetaucht wären.
Der Streamer betont ausdrücklich, dass man eine Razzia darstellen wollte und kein Swatting, das sei etwas, worüber man sich nicht lustig machen wolle. Er könne auch die Kritik an der Aktion nachvollziehen.
Die Fans reagieren gemischt: Im Chat finden einige den Stunt „mega geil” und sprechen vom „ganz großen Kino”, andere finden, das war ein „sau scheiß Move”. HandOfBlood ist zwar bekannt für aufwendige und abgefahrene Promo-Aktionen, die Fake-Razzia geht einigen allerdings offenbar zu weit, weckt sie doch unangenehme Assoziationen zum Swatting, einem gut dokumentieren Problem auf Twitch. Bericht: Gruppe hat 132 Twitch-Streamer von der Polizei jagen lassen
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Kommentare
Ich hab da absolut kein Verständnis für. Das ist auch für Werbung nicht zu rechtfertigen.
Angesichts Swating und anderen Problemen gerade in westlichen Ländern, ist das einfach unverantwortlich und nicht cool.
Tja, da bin ich schön drauf reingefallen.
Lahme Aktion, das Ganze. Applaus für soviel Mangel an Awareness, Herr Knabe.