„Werde sonst gefeuert“ – Mehr als die Hälfte aller Spiele-Entwickler nutzt bereits KI, dabei wollen sie oft gar nicht

„Werde sonst gefeuert“ – Mehr als die Hälfte aller Spiele-Entwickler nutzt bereits KI, dabei wollen sie oft gar nicht

Die GDC hat Spiele-Entwickler nach 2025 gefragt: Viele setzen im Alltag auf KI, doch die Ablehnung der Technologie ist groß. Dennoch ist künstliche Intelligenz aus der Mehrheit der Spiele-Entwickler nicht mehr wegzudenken. Vor allem kleine Teams können oder wollen nicht auf die Hilfe verzichten.

Was ist das für ein Bericht? Die Game Developer Conference gibt jährlich den „State of the Game Industry Report“ heraus, wo man sich die Entwicklung des Marktes des letzten Jahres ansieht. In der Regel werden Spiele-Entwickler nach dem letzten Jahr befragt und wie es ihnen aktuell geht. Insgesamt wurden mehr als 2.300 Entwickler und Personen aus dem Gaming-Bereich befragt. Den Report findet ihr direkt bei der GDC, müsst aber für den Download persönliche Daten eingeben.

Der aktuelle „State of the Game Industry Report 2026“, zeigt, dass vor allem KI eine wichtige Bedeutung in der Spieleentwicklung hat. Doch obwohl viele Entwickler die Technologie mittlerweile im Alltag einsetzen, lehnt die Mehrheit den Einsatz weiterhin ab.

Mehr als die Hälfte der Entwickler setzt auf KI, doch viele lehnen die Technologie trotzdem ab

Wie sehen die Zahlen konkret aus? Die Mehrheit der Befragten (52 %) gab an, dass sie KI im Alltag verwenden. Die große Mehrheit davon nutzt ChatGPT, dicht gefolgt von Google Gemini. Ein Drittel der Befragten (35 %) nutzt für berufliche Aufgaben keine Chatbots. Selbst Firmen wie Larian Studios haben für Spiele wie Baldur’s Gate 3 KI eingesetzt.

Die Mehrheit der Personen lehnt KI dennoch ab, obwohl sie aktiv im Alltag eingesetzt wird. 52 % der Befragten glauben, dass sich die Tools wie Chatbots negativ auf die Videospielbranche auswirken würde. Und das sind immerhin 30 % mehr als bei der GDC-Umfrage von 2025.

Laut GDC kommen die meisten negativen Meinungen von Beschäftigten in den Bereichen visuelle und technische Kunst (64 %), Spieldesign und Narrative (63 %) sowie Spieleprogrammierung (59 %).

Und selbst unter den Personen, die solche Tools nicht einsetzen wollen, müssen sie einsetzen, weil sie sonst laut eigener Aussage ihren Job riskieren würden. So wird ein ukrainischer Entwickler mit den Worten zitiert:

KI ist Diebstahl. Aber ich muss sie nutzen, sonst werde ich gefeuert.

Gibt es auch positive Äußerungen? Ja, etwa 7 % der Befragten sind der Meinung, dass generative KI einen positiven Einfluss auf die Spielebranche hat. Aber die Zahlen sind deutlich niedriger als noch 2025. Hier waren noch 20 % positiv eingestellt.

Selbst Gabe Newell, Chef von Valve erklärte kürzlich, dass KI aus vielen Personen bessere Entwickler machen könne. Und zwar zu besseren Entwicklern als Personen, die schon seit einem Jahrzehnt nichts anderes tun. Viele Entwickler sind aber von diesem Gedanken nicht wirklich begeistert. Die Sorge, dass es sie am Ende ihren Job kosten könnte, ist groß: Gabe Newell glaubt: KI macht aus unerfahrenen Leuten bessere Programmierer, als es 10 Jahre Erfahrung könnten

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Deadlyjoker

Was für schwachsinnige Aussagen und Argumentierungen. Ki kann Arbeitsabläufe extrem vereinfachen. Kann ich null nachvollziehen wie die das sehen

Berndiso

Wenn es richtige KI gäbe, bräuchte man niemand mehr der Spiele programmiert. Nur weil so bisl Algorithmus hilft ist es noch lange keine KI.

nailbender

Aus Sicht eines Devs mit über 20 Jahren Berufserfahrung kann ich sagen: KI ist ein sehr nützliches Werkzeug, um dabei zu helfen, qualitativ bessere Software zu entwickeln. Sie macht die Arbeit deutlich einfach wenn man weiß, wie sie einzusetzen ist und wo ihre Limitierungen liegen.

Ein nutzbringendes Werkzeug abzulehnen halte ich für wenig hilfreich. Das wäre so, als würde man darauf beharren, jede Schraube mit einem Schraubendreher festzuziehen, weil man Power Tools doof findet.

kjtten

Mit 20 Jahren Erfahrung hast du aber auch das Wissen um die Qualität des Outputs einzuschätzen und Fehler und Probleme zu erkennen, selbst zu beheben, oder zur Behebung anzuleiten. Der Erfahrungsschatz des Anwenders ist ein wichtiger limitierender Faktor bei der Frage wofür KI sinnvoll eingesetzt werden kann, der leider zu oft übersehen wird.

Für einen Senior kann die KI einen Junior ersetzen, der auf Anweisung zuarbeitet und so den quantitativen Output bei gleichbleibender Qualität erhöht.
Aber man kann halt nicht von einem Junior mit KI den Output eines Seniors erwarten – höchstens quantitativ, das aber auf Kosten der Qualität.

nailbender

Da hast du absolut Recht. Daher ist es aus meiner Sicht auch wichtig, den richtigen Umgang mit dem Werkzeug zu vermitteln und gleichzeitig sein Wissen weiter zu geben und den jüngeren Kollegen anzuleiten.

Das Werkzeug macht die Arbeit einfacher, aber es ersetzt den Arbeiter nicht vollständig.

Es wird vielmehr einen Shift geben in dem sich ein Entwickler weniger auf die reine Erzeugung von Code beschränken kann, sondern sich mehr um die Themen kümmern muss, die ebenfalls von enormer Wichtigkeit sind. Themen wie Softwarearchitektur werden Beispielsweise stärker ins Zentrum der Tätigkeit rücken.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von nailbender
kjtten

Definitiv. Die neue Generation hat es dabei trotz KI nicht mal unbedingt einfacher, auch wenn es von außen so wirken mag. Einerseits nimmt ihnen die KI die einfacheren Aufgaben zum lernen weg, und andererseits wird von ihnen auch erwartet selbst sinnvoll KI einzusetzen.

Läuft halt der Erkenntnis, dass man Sachen besser lernt, wenn man sie selbst macht zuwider, wenn ein Großteil der Arbeit auf das Verstehen und Beurteilen von “fremdem” Code hinausläuft. Ich beneide unseren Azubi absolut nicht..

Zoxx

Nur Träumer glauben noch das Studios die 2-3 Spiele pro Jahr rausbringen ohne KI arbeiten. Früher lagen Jahre zwischen Idee und Vollendung, so viel besser sind die Programmierer auch nicht geworden,sie nutzen Hilfsmittel um immer schneller liefern zu können…daher auch immer öfter unfertige Spiele.
KI kann bei einigen Dingen durchaus positiv für Spiele sein,die Schattenseite sieht man allerdings in den ganzen Stores sei es Microsoft, Sony, Steam oder wie sie alle heißen. Immer mehr billige Kopien von bekannten Spielen oder 2D Pixelspiele die zwar zum Teil auch ihre Berechtigung haben aber wo ich mich frag warum Kauf ich eine Nextgen Konsole wenn ich Spiele spielen soll die auf nem Atari laufen können.

kjtten

Der Aussage fehlt Kontext über was für Spiele wie hier reden, bei denen KI diesen enormen Produktivitätszuwachs auf Qualitätskosten gebracht haben soll…

Asset-Flips konnten schon immer in minimaler Zeit rausgehauen werden, das war und ist ja das Geschäftsmodell. Kleine Mobile- und Indie-Titel packen Solo-Devs und kleine Studios locker mehrere im Jahr, auch schon lange vor KI. Und bei größeren Indies, AA und AAA seh ich nicht, dass plötzlich irgendwelche Studios mehrere Titel pro Jahr rausbringen.

Also von welcher Art Spielen reden wir hier, die früher Jahre brauchen und nun in Monaten auf den Markt geschmissen werden?

Dahingeschluderte Spiele gab es schon immer, genau wie Titel die rein aus wirtschaftlichen Gründen, ohne kreative Vision geschaffen wurden. Gibt es aktuell noch mehr davon, weil für Solos und kleine Teams durch KI die Möglichkeiten wachsen, während Hürden und Kosten sinken? Klar. Aber diese Masse entstehen vor allem durch ein Mehr an Entwicklern und Studios, die auf das schnelle Geld hoffen, nicht weil die schon vorhandenen so unglaublich viel produktiver geworden sind, dass sie jetzt Monate statt Jahre für einen Titel brauchen.

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