H1Z1: Zombies schicker, Cash-Shop besser, Spieler saurer

Viele achten auf auf ein schickes Äußeres und möchten modisch gut gekleidet sein – auch die Zombies im MMO H1Z1. Derweil verärgert eine Änderung im Cash-Shop die Spieler.

Daybreak kündigte an, dass man momentan auf dem Testserver des Zombie-Survival-MMOs H1Z1 einen neuen Patch teste. Dieser ermöglicht es den Untoten, bei einem Respawn ihre Kleidung und ihr Animationsset selbst zu wählen. Dies soll dazu führen, dass Zombies noch individueller aussehen und sich auch etwas anders als ihre Mit-Untoten verhalten. Man wird also nicht mehr auf ähnlich aussehende Zombies treffen, die sich auch gleich bewegen, sondern es soll mehr Individualität herrschen.

Das Update überarbeitet zudem die Sprungfähigkeit der Spielfigur, das Fahrverhalten der ATVs und vermindert den Schaden der AK-47-Gewehre. Motorradhelme werden dafür aufgewertet und die Explosionen sehen hübscher aus. Fadenkreuze sind individuell anpassbar.

H1z1 Screenshot 5
Änderungen bei den Lockboxes in H1Z1

Außerdem wurde bekannt gegeben, dass man Lockboxes auch im Ingame-Shop kaufen kann. Diese werden dann nicht mehr verschlossen sein. Die Kisten können in Paketen zu je 5, 10, 20 und 50 Stück gekauft werden. In manchen Paketen befindet sich außerdem eine besondere Kiste, welche ein seltenes Item enthält. Dabei handelt es sich immer um Skins für die Items.

H1Z1

Diese Änderung stößt den Fans von H1Z1 sauer auf. Die Preise seien einfach zu hoch. Es sei deutlich günstiger, einfach Schlüssel zu kaufen und die Lockboxes von anderen Spielern zu erhalten. Außerdem liegt beim Spiel im Moment noch einiges brach, da kommen Änderungen am Cash-Shop immer schwierig an. Ob Daybreak noch Änderungen vornimmt, ist nicht bekannt.

Dafür haben sich die Entwickler prominente Unterstützung für ihr Spiel geholt. Chris Wynn, der zuvor bei Bioware am kommenden RPG Mass Effect: Andromeda arbeitete, ist jetzt Executive Producer des Zombie-MMOs. Was dies für die Zukunft des Spiels bedeutet, ist ungewiss.

Quelle(n): MassivelyOP, MO Lockboxes
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Damian

Ich habe den Eindruck das Game ist schon ein Zombie bevor es auch nur released wird. Ich höre schon so lange von H1Z1, dass es eher demotiviert als neugierig macht.
Ohnehin kann ich dem Early Access-Konzept so gar nichts abgewinnen. Die meisten Spieler werden durch den Alpha-Status und den damit einhergehenden Problemen zum Release kaum noch Lust haben das Game zu spielen.
Da ist es mir doch lieber, wenn Entwickler, wie in all den Jahren zuvor, lange im Kämmerchen vor sich hinwerkeln und dann erst mit einer Beta an die Öffentlichkeit gehen…

Gerd Schuhmann

“Lieber” ist klar. Bei so Spielen wie H1Z1 muss man wohl sagen, dass die nach der Methode nie erschienen wären.

Das Studio war, wie man heute weiß, in einer finanziellen Schieflage. Es musste Geld rein. Und das am besten sofort. Wenn man da gesagt hätten. Wir machen ein Zombie-Survival-MMO – das erscheint 2017. Wo keiner weiß, ob das Genre noch existiert, ob’s das Studio noch gibt – das hätte nicht funktioniert.

Genau wie die meisten anderen Leute, die zum Early Access greifen, sich das “traditionelle Entwickeln” nicht leisten können. Jetzt WildCard mit Ark – die kannte man vorher gar nicht. Wer weiß, ob die überhaupt die Kohle hatten, um von Sommer 2015 bis SOmmer 2016 das Spiel fertig zu entwickeln. Von welchem Geld denn? Und dann die Frage: Interessiert sich in 2016 noch einer für Survival und für Dinos? Vielleicht haben wir ja auch ein Jahr in die falsche Richtung entwickelt und es sagt uns keiner? Schön blöd.

Wenn du mal guckst: Publisher sind in den letzten Jahren reihenweise eingegangen. Die wurden aufgekauft oder haben zugemacht, bis nur noch wenige Giganten übrig geblieben sind – Ubisoft, EA, Activision, Bethesda usw. Der Rest sind “Kleinst-Unternehmen” und die sind Indy. So diese normalen Publisher, die sich auch mal einen Fehlschlag leisten, die aber nicht zum Konzert der Super-Großen gehören … da gibt’s echt nicht mehr so viele. Diese Publisher-Mittelschicht ist arg im Schwinden. Entweder machst dein eigenes Ding und bist Indie – oder du bist ein Studio bei einem der “Riesen” oder du hast es echt schwer.

Kannst dir mal den Spaß machen und kannst so die Publisher von deinen Lieblingsspielen mal googlen, wie’s denen aktuell geht.

Das kommt alles mit veränderten Strukturen, dass die Leute über Steam kaufen, da haben es die kleinen Titel noch schwerer, weil die Plätze im Schaufenster weniger werden. Die großen Titel vereinen immer mehr Aufmerksamkeit auf sch, werden immer gigantischer. Globalisierung spielt da mit rein – das hat alles Auswirkungen, die man vielleicht nicht so sieht.

Bei H1Z1 hat damals eine Seite wie die Gamestar einen riesen Aufriss gemacht, was sich Sony traut, in den Early-Access zu gehen. Heute weiß man: Sony wollte das Studio loswerden und die mussten gucken, wo sie bleiben, und brauchten einen Hit. Das hatte mit Sony null zu tun.

Wer Early-Access nicht mag, das kann ich gut verstehen. Aber man muss sich klar machen: Anders gäbe es diese Spiele nicht. Das ist eine knallharte Branche. Die Entwickler haben kaum finanzielle Polster. Die können es sich nicht leisten, wie du sagst: Wir entwickeln 3 Jahre und dann verkaufen wir das. Wer soll’s bezahlen, wenn die Kassen leer sind, weil die ganze Kohle bei den wenigen Riesen-Konzernen ist?

Damian

Ja, ich glaube schon, dass Du Recht hast. Die Frage ist nur, ob bei einem solchem Modell irgendeine Nachhaltigkeit für die Games entsteht oder ob die Entwickler sich für die Zeit der Entwicklung über Wasser halten, um dann entweder gar nicht zu releasen oder mit dem Release einzugehen, weil das Game, mit dem Early Access und der Zeit bis zum Release alle Interessenten verschreckt hat…

Gerd Schuhmann

Du siehst doch an Herr der Ringe Online wie es bei einem ganz klassischen Modell genauso kommen kann. Da hast du halt ein Release, dann hast eine Erweiterung, einen Höhepunkt – und dann geht dem Spiel die Luft aus und es fehlt die Motivation, weiter zu investieren.

Das ist eigentlich genau wie bei H1Z1 nur mit einem verschobenem Zeitrahmen. Die Crux ist halt: Um Geld zu verdienen, muss das Spiel gut sein und sich weiterentwickeln. Und damit sich das Spiel weiterentwickelt und besser wird, muss Geld da sein.

Und wenn du kein Hit bist, hast du Probleme, weil du älter wirst und die notwendigen Verbesserungen nicht vornehmen kannst. Es hängen ja viele Leute mit dem Herzen an solchen Spielen, die von Jahr zu Jahr älter, aber nicht besser werden, weil kein Geld mehr da ist.

Das ist eigentlich das Problem, das jedes MMO hat, das jetzt kein Hit ist oder ein großzügiges Studio im Rücken hat.

Nomad

Ist für mich eines der wenigen Spiele, die echt was haben.
Selten hat mich ein Spiel so gefesselt. Leider passiert so wenig in der Entwicklung, und wenn, dann Dinge, die mich nicht interessieren.
Lockboxes zum kaufen ? Hä ? Sind wir nicht in early alpha ? Da kauf ich doch nicht noch im Shop, gehts denn ? So was erwarte ich, wenn das Spiel released ist. Abzocke ?
ATVs, Gewehre, weder das eine noch das andere habe ich bisher sinnvoll einsetzen können.
Ein anständiger Cursor zum zielen, ja das wär mal was.
Und ein ordentliches Inventar. Nach jedem Wipe fang ich von vorne an, und mit dem ewigen Platzmangel nervt das langsam.
Wirklich, echt, ein tolles Spiel. Leider mit vielen Haken und Ösen. Und irgendwie dem falschen Entwicklungsfocus, meiner Meinung nach.

LyNX-EyED

Ich frage mich immer noch wann das Game für PS4 kommt? Das ist doch ein Sony-Entertainment game?

Gerd Schuhmann

Nein, die haben mit Sony nix mehr zu tun.

Es ist immer dieselbe Antwort: Die Spiele sind noch nicht released. Die sind in einem Early Access. Die Playstation hat kein Programm, in dem so Titel erscheinen können. Deshalb gibt es die nur zum Release.

Und H1Z1 ist noch ewig von einem Release weg.

Nomad

“ewig vom Release weg”
Jo, das fürchte ich auch.
Warum ?

Gerd Schuhmann

Wenn man die gewaltigen Pläne kennt, die man in 2014 noch ständig erzählt hat, was man alles machen will. Und wenn man dann weiß, dass man im Prinzip die 2. Jahreshälfte in H1Z1 damit verbracht hat, an dem Battle Royale-Modus zu arbeiten, der früher nie ein Thema war, weil man auf die Idee kam: Wir müssen jetzt Steam und eSport und Event-tauglich werden …

Nomad

Haste absolut Recht. Leider.
Warum nur ?
Ich finds echt schade, weil es für mich wirklich ein Spiel mit Zukunft wäre.

Gerd Schuhmann

Das ist halt SOE. Smedley war total in die Idee verliebt: Wir sparen uns Werbung und alles – und wir lassen die Streamer das Spiel für uns vermarkten. Dann hat man gemerkt: Da brauchen wir einen Arena-Modus. Und dann wurde das halt gemacht und da gingen die Ressourcen rein usw.

Wenn man da hört, wie heiß Smedley auf Twitch und Streamer war – und wie er das machen will, der wird da schon die Vorstellung gehabt haben: Wir machen dieses Twitch-Event und kriegen tausende neue Spieler und Publicity, die wir sonst nie bekämen.

Dass man da die Core-Fans, die im Prinzip ein Survival-MMO mit Walking Dead Hintergrund wollten, richtig verärgert – das muss jedem klar gewesen sein. Ich hab ja H1Z1 von Anfang an verfolgt. Die haben in 2015 im Prinzip was ganz anderes gemacht als man den Leuten vorher lange versprochen hat.

Das ist wie wenn man bei WoW irgendwann gesagt hätte: Also Leute, das PvE hier und so … das zieht irgendwie nicht. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Arena. Extrem uncool. 😛

Nomad

also irgendwie wohl auch gut, daß er weg ist, wa

Gerd Schuhmann

Ich finde: Die Leute bei H1Z1 sind schon zurecht sauer. Das sind Hoch-Risik-Versuche: Wir werden viral.

Und wenn die fehlschlagen, ist halt doof. Es wurd immer geworben mit MMO-Elementen und Crafting und große Welt. Das war immer: Das können wir, deshalb wird das ein tolles Spiel.

Und wenn man dann aber viral als “Deathmatch”-Titel bekannt werden will … Das ist ja wirklich eine komplett andere Richtung.

Und das Problem, was sie dann hatten, war halt: Dass Ark als “Phänomen” genau diese ganzen Sachen, die H1Z1 mal machen wollte, schon hat und ist auf Konsolen (da wollte H1Z1 ja mal hin) und hat statt Zombies Dinos und das noch und einen klaren Release-Termin und ne Menge Updates – und dann ist halt Ark wirklich von hinten auf der Überholspur links vorbei.

Ich hab heute gelesen, Ark läuft wirklich seit dem Early Access immer besser von Monat zu Monat. Das ist echt ne Maschine, die nur an Fahrt gewinnt.

Und bei H1Z1 hat man stark angefangen und dann stark nachgelassen. Das hat man nicht kommen sehen, glaube ich. 🙂

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