SOE stellt H1Z1 in Las Vegas vor: Air-Drops als neues Feature

Auf der Keynote zum Survival-MMO H1Z1 gestern Nacht in Las Vegas stellte das Team von Sony Online Entertainment ein neues Feature vor: Flugzeuge werfen gut sichtbar besondere Ausrüstung ab. Das Team rechnet damit, dass es um diese Air-Drops ein regelrechtes Gemetzel geben wird.

Dieser Tage findet parallel zur Gamescom in Köln auch die SOE Live in Las Vegas statt. Das MMO-Studio Sony Online Entertainment stellt die einzelnen Spiele und Projekte vor, darunter auch das Survival-MMO H1Z1. Das hatte gestern Nacht unserer Zeit seinen großen Auftritt.

SOEs Präsident John Smedley fasste die Entstehungsgeschichte des Spiels kurz zusammen: Erst im Dezember sei die Idee dafür entstanden. In einer Produktionspause, während der Arbeit an einem anderen Spiel, habe man mit einigen Prototypen herumexperimentiert, bis die Idee zu einem Survival-MMO wie DayZ oder Rust dann absolut gezündet und das ganze Team begeistert habe. Das bestehe nämlich aus Zombie-Fans, die keine Folge von Walking Dead verpassten. Dabei habe man ursprünglich nur mit der Forgelight-Engine herumgespielt, um zu sehen, was damit alles möglich sei. Die Forgelight-Engine wird auch bei Planetside-2 eingesetzt und die meisten im H1Z1 kommen auch von diesem Game. Das erklärt wohl, warum man schon wenige Monate nach der Idee ein Spiel hatte, an dem nun immer weiter gefeilt wird.

Early-Access erst, wenn SOE das Spiel liebt, nicht nur mag

Dass der Early-Access noch immer auf sich warten lasse, erklärte Smedley so: „Im Moment mögen wir das Spiel sehr, wir wollen es aber erst in den Early-Access lassen, wenn wir es lieben. Und diesem Stadium näheren wir uns immer mehr.“ Das sei kein Kokettieren. Man spiele hier auch nichts vor, sondern man möchte H1Z1 erst in die Öffentlichkeit bringen, wenn man total davon überzeugt sei.

„Deeper, deeper“, ist das Motto – H1Z1 soll komplex werden

Im weiteren Verlauf des Panels gingen die wichtigsten Mitglieder des H1Z1-Teams auf Fanfragen aus dem Saal ein. So wollte einer der Anwesenden wissen, ob die einzelnen Elemente des Spiels miteinander interagierten, ob man also mit einer Pistole die Reifen eines Jeeps zerschießen oder mit einem Benzinkanister auch etwas in Brand stecken könne. Darauf antworteten die Entwickler, dass genau so etwas Teil ihres Plans sei. Smedley feure sie stetig dazu an, das Spiel noch tiefer und noch tiefer zu machen. Das sei also genau ihr Ding. Für den Early Access wolle man allerdings erstmal eine Art Querschnitt des Spiels live bringen, von allem etwas also, damit die Fans wertvolles Feedback geben können.

H1Z1 Art

Auf die Frage, was denn H1Z1 von anderen Zombie-Games wie DayZ unterscheide, nannte der ehemalige FPS-Pro-Gamer Jimmy Whisenhunt die MMO-Erfahrung von SOE. Man sei eine MMO-Firma, darauf sei man spezialisiert und das könne man auch verdammt gut.

Die Bunny-Hat-Frage und die Sache mit dem Pay2Win bei H1Z1

Wie es mit dem Looten aussehe, ist eine Frage bei H1Z1, die sowohl Entwickler als auch Fans umtreibt. Die Entwickler, erzählten sie, hätten sich zu einer „Bunny Hat“-Konferenz getroffen, um zu beratschlagen, ob man von einem erlegten Spieler auch ein kosmetisches Item looten könne, das der aus dem Shop hat, wie etwa Häschen-Ohren. Die Antwort: Ja, das wird gehen. Dabei verliert der Spieler, der die Ohren ursprünglich mal gekauft hat, zwar diese Ausgabe davon, im Shop hat er aber die Blaupause für diesen Gegenstand erworben und kann die Häschenohren also erneut craften. Während der mordende Räuber sie dennoch erbeutet hat. Doch nichts, wofür man im Station-Shop einmal Geld ausgab, soll so direkt verloren gehen können.

Das Thema „Pay2Win“ wird ohnehin von den Fans mit Argus-Augen beobachtet. Als für Besucher der SOE-Live ein spezielles Item als Belohnung ausgeschrieben wurde, klingelten in den sozialen Medien schon die Alarmglocken, SOE verteile hier Waffen, die anderen einen Vorteil verschaffen. Doch SOE gab sofort Entwarnung: Hierbei handelt es sich nur um einen Skin für eine Keule, irgendwelche Auswirkungen auf das Spiel gebe es nicht.

Gilden wie sie andere MMOs kennen werden in H1Z1 Communities, also Gemeinschaftne, genannt. Für Zusammenschlüsse von Spielern wird besondere Herausforderungen im Game geben. Denn vielköpfige Gemeinschaften bringen in H1Z1 auch entsprechende Risiken mit sich. Wer mit 30 Mann in vollem Tempo durch eine Stadt laufe, sei eben das serverweit attraktivste Ziel für alle Zombies, erklärten die Entwickler. Das Finden von Freunden wolle man auch nicht zu einfach gestalten, denn auch das gehöre zum Abenteuer einer Zombie-Apokalypse. Schlicht neben dem Kumpel zu spawnen, würde wohl kaum zu dieser bedrohlichen Atmosphäre passen.

Gier führt in H1Z1 zu Gemetzel – Der Air-Drop

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte man den „Air-Drop“ als neues Feature vor. Dabei zieht ein lautes Propeller-Flugzeug im Himmel seine Kreise, das irgendwo eine große Box voll mit wertvoller Ausrüstung abwirft. Die Spieler sehen das, rennen in die Richtung und versuchen die Box unter ihre Kontrolle zu bringen. Im Beispiel-Video entsteht dabei eine Situation, die an die Hunger Games erinnert: In einer Art „Battle Royale“ bringen sich die H1Z1-Spieler im Kampf um die wertvolle Ausrüstung um, bis der letzte Überlebende sich den kostbaren Blick in die Box sichert.

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