Wegen eines Banns auf Twitch darf er im eigenen Haus nur flüstern

Wer einen Bann auf Twitch bekommt, muss aufpassen, dass er nicht in anderen Streams erscheint. Sonst werden auch andere Streamer bestraft. Mit dieser Regel schlägt sich jetzt Streamer Hyphonix rum und musste auf eine große Portion Freundschaft verzichten.

Der Twitch-Streamer „Hyphonix“ gibt zu, dass er viele Fehler begangen hat. So viele, dass er jetzt von der Livestreaming-Plattform Twitch.TV gebannt wurde. Das kam wohl schon öfter bei ihm vor, deshalb hält der aktuelle Bann auch gleich für 30 Tage. Das wäre aber alles gar nicht so schlimm, wenn er nicht mit anderen Streamern im gleichen Haus leben würde.

Wenn seine Freunde streamen, durfte er nicht bei ihnen sein

Hyphonix lebt zusammen mit den Streamer-Freunden Alfie und Black in einem Haus in Los Angeles. Sie streamen im Haus fast rund um die Uhr, doch wegen seiner neusten Bestrafung durfte Hyphonix jetzt in keinem Stream mehr erscheinen. Es war sogar verboten, seine Stimme in anderen Streams zu hören.

Diese Regel ist in dem besagten Streaming-Haus besonders schwierig einzuhalten. Während seine Mitbewohner streamen, darf er sie nicht einmal fragen, wie es ihnen geht oder wie ihre Pläne für den Tag sind. Zuerst müssen sie das Mikrofon ausschalten.

Wie kam es überhaupt zu diesem Bann?

Vermutlich beruht sein jüngster Bann darauf, dass er sein Shirt ausgezogen hat, nachdem er sich selbst mit Tomatensoße begossen hatte. Diese Aktion führte er als Protest gegen die neuen Twitch-Regeln durch, die einen passenden Dress-Code für Streams voraussetzt.

Sein Bann strapaziert offenbar Hyphonix‘ Nerven. Auf Twitter machte er seinen Gedanken jetzt freien Lauf und erklärte, dass diese Situation ihn runterzieht.

„Es ist so deprimierend, dass ich in meinem eigenen Haus nicht mehr reden darf, weil ich [auf Twitch] gebannt bin. Ich muss so tun, als wäre ich nicht da. Twitch, lasst mich bitte mit meinen Mitbewohnern reden. Ich verstehe, dass ich für 30 Tage gebannt bin, aber das ist eine beschissene Lebensqualität für mich.“

Mitbewohner müssen ihre Webcams ausschalten

Gegenüber Kotaku erklärte Hyphonix, wie schwierig die Situation im Haus ist. Jedes mal, wenn er einen Raum betritt oder hinter einem Streamer vorbeigeht, müssen diese erst ihre Webcam ausschalten und ihr Mikrofon stumm stellen. Sollten sie das nicht tun, könnten sie dafür sogar Ärger bekommen – und er einen Perma-Bann.

Update: Jetzt darf er wieder in anderen Streams auftauchen, aber …

Nachdem Hyphonix Probleme mit den Regeln öffentlich wurden, sprach er mit Twitch. Sie erlauben ihm jetzt, bei seinen Mitbewohnern Alfierules und Black vor der Webcam aufzutreten. Er darf allerdings nicht der Haupt-Inhalt des Streams sein.

Verrückte Streams in der Vergangenheit

In diese schwierige Lage hat sich Hyphonix mit seinen vergangenen Streams gebracht. Oft sah man ihn, wie er mit Freunden verrückte Stunts in seinem Stream vorführte.

Da werden Stühle zerscheppert oder Body Slams auf Tische durchgeführt. Für manche Zuschauer waren die Inhalte dieser Streams schon immer etwas … fragwürdig.

Er selbst beschreibt sich als „Edgy“-Streamer, also jemand, der gerne mal aneckt. In Bezug auf die neuen Verhaltensregeln von Twitch sagt er, dass er auch „einfach mal dumm sein“ will. Doch freizügige Streamer verstoßen gegen die neuen Regeln. Genau wie Aktionen, bei denen man sich selbst verletzt.

Umzug aus dem Haus oder zu anderer Streaming-Plattform?

Seine Fans raten ihm, sich neue Hobbys draußen zu suchen. Da müsse er nicht flüstern. Andere sagen, dass er einfach eine neue Wohnung suchen soll, doch Hyphonix sieht das Streamer-Haus als eine Art Familie. Deshalb käme ein Umzug nicht in Frage.

„Sollte ich permanent auf Twitch.TV gebannt werden, werde ich auf YouTube weiter streamen“, erklärt er. „Ich würde aber weiterhin in dem Haus wohnen, denn das Streaming wäre dann mehr Real Life, das draußen stattfindet.“


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