In Final Fantasy XIV kursieren Nackt-Mods – Entwickler geht dagegen vor

Die Modder-Community in Final Fantasy XIV ist in letzten Monaten stark gewachsen. Sie hat durch die Verbreitung von Screenshots auf Social Media an Popularität gewonnen. Doch Square Enix scheint alles andere als glücklich darüber zu sein, vor allem Nackt-Mods stören die Entwickler.

Modding ist im Gaming mittlerweile bei vielen Spielen Alltag. Games wie Skyrim oder Minecraft haben riesige Communities, die viel Zeit und Arbeit investieren, hochwertige Mods produzieren.

skyrim zelda mod

Dabei gehen verschieden Firmen und Entwickler mit Mods unterschiedlich um:

  • Manche Firmen unterstützen Mods und machen sie zu einem festen Teil des Spiels wie Studio Wildcard in ARK Survival Evolvled.
  • Andere tolerieren sie stillschweigend
  • Wiederum andere versuchen sie zu unterbinden wie RockStar es kurzzeitig bei GTA V gemacht hatte.

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In Final Fantasy XIV war Modding sehr lange Zeit eine „Untergrundbewegung“, von der die meisten Spieler wenig bis nichts mitbekommen haben. Doch in den letzten Monaten hat die Modder-Community massiven Zuwachs bekommen.

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Der entscheidende Grund dafür, dass Mods florieren, dürften die „Nude Mods“ sein. Schon seit Monaten kursieren Screenshots von nackten oder quasi-nackten Final-Fantasy-XIV-Charakteren in den sozialen Medien und ziehen dabei viel Aufmerksamkeit auf sich.

Dabei werden etwa die üblichen Mods für die weiblichen Charakteren mit einstellbarer Brustgröße angeboten. Aber das ist noch nicht alles.

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Wahlweise können auch die männlichen Charaktere alle Hüllen fallen lassen. Sogar Futanari-Fans werden auf ihre Kosten kommen, denn den Moddern ist es gelungen, Penisse an weiblichen Charakteren anzubringen.

Die Nackt-Mods sind natürlich nicht die einzigen, die es „auf dem Markt“ gibt. Viele Modder beschäftigen sich mit der Umgestaltung der bereits existierenden Outfits oder anderer Gegenstände.

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Fernöstliches Kleid vor und nach dem Modden

Beliebt sind zum Beispiel durchsichtige Klamotten, Tattoos oder das Entfernen unerwünschter Kleidungsteile, sowie Farbänderungen von Begleitern und Pets.

Es gibt aber auch Modder, die sich mit den technischen Aspekte des Spiels beschäftigen und Mods produzieren, die zum Beispiel die Texturen der Haare oder Augen verschönern.

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Legal, illegal, scheißegal?

Dabei ist Modding in FFXIV keinesfalls eine rechtliche Grauzone. In dem Unterpunkt 2.6 der Terms of Service wird explizit verboten, den Code des Spiels zu verändern.

Zudem kommt es auch vor, dass die Modder sich Gegenstände zugänglich machen, auf die sie im Spiel eigentlich keinen Zugriff haben dürfen.

Dazu gehören zum Beispiel die optionalen Outfits aus dem Mogry-Kiosk oder solche, die noch für niemanden zugänglich sind.

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Da diese Gegenstände bereits vor längerer Zeit ins Spiel implementiert wurden, können die Modder sie finden und für ihre Charaktere „freischalten“, selbst wenn sie eigentlich keine Berechtigung haben sie zu besitzen.

Wie alle anderen Mod sind die kosmetischen Gegenstände allerdings nur für den Nutzer sichtbar.

Erster Ärger am Horizont

Die öffentliche Verbreitung der Screenshots von Mods kann aber auch Konsequenzen haben. Ein bekannter FFXIV-Modder wurde laut eigener Aussage von einem GM abgemahnt (via Reddit).

Er hat über Twitter durch Veröffentlichung von Screenshots von seinem Charakter bei der Verbreitung der Mods in der Community stark mitgewirkt.

Entdeckt wurde der Spieler dadurch, dass er den Link zu seinem Twitter-Account in die Such-Info seines Charakters im Spiel reingepackt hatte. Screenshots von der Unterhaltung mit dem GM postete er als Beweis auf seinem Twitter-Kanal.

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Allerdings gibt es keinen festen Beweis dafür, dass die Screenshots von der Unterhaltung mit dem GM tatsächlich echt sind. Einige User auf Twitter und Reddit haben behauptet, dass der betroffene Spieler den GM-Zwischenfall gefälscht hat, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Der Spieler selbst besteht darauf, dass die Screenshots echt sind und postete weitere, die seinen Charakter im GM-Gefängniss zeigen.

Wir haben bei Square Enix nachgefragt, ob diese Unterhaltung tatsächlich stattgefunden hat. Allerdings teilte man uns mit, dass SE über die Legitimität der Screenshots keine Angaben machen kann, weil es unter den Schutz der Kundeninformationen fallen würde.

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Es wäre aber nicht das erste Mal, dass Square Enix gegen pornografische Inhalte vorgegangen ist, die aus FFXIV stammen. Ein Präzedenzfall war bereits vor einigen Monaten in der japanischen Community vorgefallen.

Mindestens 11 verschiedene Spieler wurden vom GM kontaktiert mit der Bitte, pornografische FFXIV-Inhalte von ihren öffentlichen Social Media–Kanälen zu entfernen, die sie in ihren Suchinfos verlinkt hatten.

Die Community nimmt Stellung

Die Reaktion der Community auf die vermeintliche Abmahnung ist gespalten. Manche Modder sehen sich in der Opferrolle und werfen SE unfaire Behandlung vor, während andere sagen, dass der abgemahnte Spieler selbst Schuld die dafür trägt, dass er das Modding trotz der Regelverletzung überall so offen zur Schau gestellt hat.

Der Spieler „Kayoko Star“ hat getweetet: „Es haut mich um, dass ein SE GM beschlossen hat lieber ein Katzenmädchen zu jagen, das auf Twitter Nackt-Screenshots postet, anstelle von Bots, RMTs und Hackern, die das Spiel tatsächlich beeinflussen.“


Der Youtuber Denmo McStronghuge, der Spieler hinter dem FFXIV-Charakter Mr. Face, entgegnet dem allerdings: „Es ist echt dämlich, vorsätzlich die Regeln zu brechen und dann auf andere zu zeigen, die ebenfalls „die Regeln brechen und keinen Ärger bekommen.“

Welche Auswirkungen diese Abmahnung auf die Modder-Szene in FFXIV haben wird und ob noch weitere folgen werden, kann jetzt noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.


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