Final Fantasy XIV: Hit dank MMO-Neulingen und Nostalgie

Naoki Yoshida, der Kopf hinter Final Fantasy XIV, sprach in einem Interview über die Gründe des Erfolgs von Final Fantasy 14: A Realm Reborn. Dabei beleuchtete er auch einige Design-Entscheidungen, wie die kurzen Dungeons und die Steuerung über den Controller. Yoshida machte aber vor allem die einfache Zugänglichkeit des Spiels für MMO-Neulinge für den überraschenden Erfolg des eigentlich schon totgeglaubten Spiels verantwortlich.

Naoki Yoshida steht wie kaum ein anderer Developer für den Erfolg seines Spiels. Immerhin schien eine Rettung des Final Fantasy MMORPGs fast unmöglich. Doch Yoshida gelang die Mission Impossible. Und FF XIV mauserte sich langsam zu einem Hit bei Fans und Kritikern. Als Grund dafür macht der Interviewer von usgamer.net aus, dass FF XIV auch die Spieler anspreche, die sonst niemals ein MMO anrühren würden.

Immer die MMO-Neulinge im Blick

Yoshida stimmt ihm da gerne zu. Heute versuchten die meisten Entwickler von MMORPGs Spieler zu gewinnen, die gerade ein anderes MMORPG spielen. Das sei genrebedingt schwer. Gerade weil diese Spiele eine starke Bindung erzeugen und Spieler über zwei, drei Jahre oder noch länger binden.

Mit Final Fantasy habe man eine andere Spielerschaft ansprechen wollen. Und weil Final Fantasy eine Konsolenspiel-Reihe war, musste man es auch für die Konsolen entwickeln, aber vor allem für deren Spieler. Also musste es zugänglicher und auch einfacher werden als ein konventionelles MMO. Deshalb habe man darauf geachtet, auch komplexe MMO-Mechaniken einsteigergerecht zu entwickeln.

Gerade beim Designen von Verliesen habe man Spieler im Hinterkopf behalten, die sich nicht stundenlang von ihrem Alltag frei machen könnten. 4er-Verliese über den Duty-Finder gingen rasch und einfach, Spieler könnten hier etwas erledigen und danach mit ihrem Leben weitermachen.

Spieler mit Controller sollten auf keinen Fall benachteiligt werden

[quote_box_right]final-fantasy-ps4-pc-3Schon unseren Test zu Final Fantasy XIV: A Realm Reborn gelesen?[/quote_box_right]

Bei der Entscheidung, auch eine Steuerung über den Controller zu erlauben, an den sich viele Konsolen-Spieler gewöhnt hatten, sei es das Wichtigste gewesen, dass Controller-Spieler sich nicht gegenüber „Maus und Tastatur“-Spielern benachteiligt fühlten.

Immerhin sorgten Tastaturen dafür, dass sich jede Fähigkeit mit einem Klick abrufen lassen. Bei Controllern galt es immer, ein Menü zu öffnen, dann eine Fähigkeit auszuwählen … – hätte man das so gemacht, wären Spieler mit Controller immer benachteiligt gewesen. Als man dann auf die Cross-Hotbar-Idee kam, wusste man, dass es die richtige war. Und das habe sich ja auch ausgezahlt.

Ein Final Fantasy ohne Chocobos? Wie Disneyland ohne Mickey Mouse!

Auf das allgemeine Feeling angesprochen und wie viel Final Fantasy im MMORPG sein müsse, betont Yoshida, dass es natürlich wichtig sei, die klassischen FF-Elemente im Spiel zu haben: „Wäre es ein Final Fantasy ohne Chocobos? Nein, natürlich nicht.“ Das wäre ja so, als würde man sich Disneyland ohne Micky Mouse vorstellen.

Natürlich spiele man auch mit der Nostalgie der Fans. Auch Yoshida selbst ist davon nicht frei. „Ich habe es damals auf dem Super-Nintendo gespielt und war gespannt darauf, wie es jetzt in Full HD aussieht. Oder wie sich der Crystal Tower spielt, wenn ich mit 24 Freunden da reingehe“, so Yoshida.

Das komplette Interview gibt es auf Englisch bei usgamer.net

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