Ein 22 Jahre altes MMORPG fragt, wie es seine Spieler zurückgewinnen kann – Die geben klare Antwort

Ein 22 Jahre altes MMORPG fragt, wie es seine Spieler zurückgewinnen kann – Die geben klare Antwort

Als im Mai 2024 das 22. Jubiläum von Final Fantasy XI auf dem Programm stand, wollten die Verantwortlichen von Square Enix über eine Umfrage herausfinden, was passieren müsste, damit Spieler zum MMORPG-Oldie zurückkehren.

Was ist das für eine Umfrage? Final Fantasy XI gehört zwar zu den wichtigen MMORPGs, die World of Warcraft den Weg geebnet haben, doch passiert auf den Servern des Online-Rollenspiels nicht mehr viel. Bis Mai 2023 versorgte Square Enix den Genre-Oldie mit Content-Updates. Danach wurde der inhaltliche Support offiziell eingestellt.

Dennoch nutzten die Entwickler das 22. Jubiläum im vergangenen Jahr, um über eine Umfrage Feedback aus der Community zu erhalten. Das Ziel war es, aus den Antworten der Spieler Maßnahmen für den zukünftigen Betrieb des Spiels abzuleiten. 13.878 Interessierte sollen dafür weltweit ihre Antworten beigesteuert haben.

Final Fantasy XIV wird um ein Mobile-Spinoff erweitert – hier der Job-Trailer:

Mehr Solo-Inhalte und günstiger, bitte!

Was verrät die Umfrage? Auf playonline.com gibt’s die vollständige Auswertung aller Fragen zu Final Fantasy XI. Im Folgenden findet ihr die wichtigsten Erkenntnisse aus den Antworten der Spieler:

  • Während knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer FFXI weiterhin spielen, hat die Mehrheit der verbleibenden Spieler dem MMORPG im Jahr 2015 oder später den Rücken gekehrt. Für den größten Verlust an Spielern sorgte die Ära „The Voracious Resurgence“ ab 2020.
  • In Japan geben 47 Prozent der aktuellen Spieler und Umfrageteilnehmer an, drei oder mehr Stunden pro Tag im Durchschnitt zu spielen. Außerhalb von Japan sind es 66 Prozent mit drei oder mehr Stunden.
  • Viele Spieler erklären über ihre Antworten, FFXI bevorzugt alleine zu spielen. Dazu passt es, dass die Entwickler immer wieder den Wunsch nach mehr Solo-Inhalten gelesen haben.
  • Außerhalb von Japan geben 57,4 Prozent der Befragten an, bei einer Verringerung der monatlichen Kosten über eine Rückkehr nachzudenken. In Japan sind es nur 25,7 Prozent. Hier bekam die Antwort „Veränderung meines Lebensstils“ die meisten Nennungen (41,1 Prozent) – sprich: Sie haben derzeit zu wenig Zeit für das MMORPG.
  • FFXI ist wenig überraschend kein Spiel, das eine junge Zielgruppe anspricht. Die meisten japanischen Umfrageteilnehmer waren 40 bis 50 Jahre alt. Die Teilnehmer aus dem Rest der Welt waren in großer Zahl zwischen 30 und 40 Jahre alt.

Spannend: Die Entwickler ergänzen, dass sich viele Spieler nicht nur für FFXI eine Verringerung der Abo-Gebühr gewünscht haben, sondern auch für FFXIV. Dabei wurde immer wieder der Wunsch eines Sparangebots genannt, wenn ein Spieler das Abo für beide FF-MMORPGs abschließt. Wäre das auch was für euch?

Verwunderlich ist dieser Wunsch auf jeden Fall nicht. Obwohl FFXI keine großen Content-Updates erhält, gibt’s weiterhin die monatliche Gebühr von 11,95 US-Dollar pro Monat, plus 1 US-Dollar pro Monat pro Charakter und 2 US-Dollar pro Monat für die Mog-Wardrobe. Wenn dazu noch das FFXIV-Abo kommt, ist man schnell bei 30 US-Dollar, die alle 30 Tage nach Japan gehen. Falls ihr Final Fantasy als MMORPG mal anders erleben wollt, schaut hier vorbei: Ich spiele Final Fantasy XIV schon jetzt mobil und es hat mir den Spaß an Eorzea zurückgebracht

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MythraAegis

Square Enix hat es sich mit der Community von Final Fantasy XI gründlich verscherzt – und das aus eigenem Verschulden. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen eines ganz klar: Das Interesse an FFXI ist durchaus noch vorhanden, und viele Spieler wären bereit, zurückzukehren, wenn bestimmte Änderungen umgesetzt würden. Doch wie will Square Enix das erreichen, wenn sie die deutschsprachige Version und damit einen bedeutenden Teil der Community komplett im Stich lassen? Es ist eine Farce, wie das Unternehmen mit seinen Fans umgeht – besonders mit denen, die nicht aus Japan oder englischsprachigen Ländern kommen.

Die Einstellung der deutschen Version – ein unverzeihlicher Fehler

Square Enix hat irgendwann beschlossen, dass die deutsche Version von FFXI – und damit die Übersetzungen, das UI, die Lokalisierung und alle Texte – einfach nicht mehr notwendig sind. Das ist nicht nur eine Geringschätzung der deutschsprachigen Spieler, sondern auch ein direkter Schlag ins Gesicht für eine Community, die über Jahrzehnte hinweg loyal zu diesem Spiel gestanden hat. Viele Spieler, die in den 2000er Jahren angefangen haben, waren auf die deutsche Übersetzung angewiesen. Sie hat das Spiel zugänglicher gemacht und den Einstieg erleichtert. Dass Square Enix diese Unterstützung gestrichen hat, zeigt, dass sie weder ein Gespür für die Bedürfnisse ihrer Spieler haben, noch Wert auf eine langfristige Bindung legen.

Wie soll das Spieler zurückbringen?

Es ist absurd, dass Square Enix ernsthaft darüber nachdenkt, Spieler zurückzugewinnen, ohne sich um die Grundlagen zu kümmern. Ohne eine deutsche Version werden viele Spieler nicht einmal in Erwägung ziehen, FFXI erneut zu spielen. Und wer weiß, ob man überhaupt mit Euro zahlen kann? Vermutlich müssen deutsche Spieler immer noch mit Dollar oder Yen hantieren, was den gesamten Prozess nur noch umständlicher und abschreckender macht.

Wie will Square Enix also neue oder alte Spieler anziehen, wenn sie es nicht einmal schaffen, ihr Spiel in einer der größten europäischen Sprachen anzubieten? Die Konkurrenz in der MMORPG-Welt ist riesig, und Titel wie World of Warcraft, Guild Wars 2 oder Final Fantasy XIV bieten vollständige deutsche Lokalisierungen, damit sich Spieler wohlfühlen und vollständig in die Welt eintauchen können. Dass Square Enix bei FFXI darauf verzichtet, ist ein klarer Wettbewerbsnachteil und zeigt, dass sie entweder nicht mit der Zeit gehen oder schlichtweg nicht verstehen, was Spieler von einem modernen Service erwarten.

Der finanzielle Aspekt – eine unverschämte Preispolitik

Zusätzlich zur fehlenden Lokalisierung verlangt Square Enix auch noch dieselben monatlichen Gebühren wie für ein modernes MMORPG. Spieler müssen 11,95 US-Dollar pro Monat zahlen, plus zusätzliche Gebühren für Charakter-Slots und Funktionen wie die Mog-Wardrobe. Für ein Spiel, das seit Mai 2023 keine neuen Inhalte mehr bekommt, ist das völlig überzogen. Und jetzt soll diese Abzocke auch noch ohne jegliche Unterstützung für deutschsprachige Spieler auskommen? Das ist lächerlich. Square Enix erwartet von Spielern, dass sie für eine unvollständige und unzugängliche Version des Spiels genauso viel zahlen wie für aktuelle, vollständige Titel – eine Frechheit sondergleichen.

Square Enix muss Verantwortung übernehmen

Die Lösung ist eigentlich simpel: Square Enix muss die deutsche Version von FFXI wieder einführen. Dazu gehört eine vollständige Übersetzung, ein lokalisierter Client und die Möglichkeit, problemlos mit Euro zu bezahlen. Alles andere ist Augenwischerei und zeigt, dass das Unternehmen kein ernsthaftes Interesse daran hat, Spieler zurückzugewinnen.

Wenn sie wirklich der Meinung sind, dass FFXI eine Zukunft hat, dann müssen sie das Spiel aufwerten und nicht abbauen. Es reicht nicht, nur Umfragen zu machen und auf billige Sparangebote zu setzen. Square Enix hat die Verantwortung, die Grundlagen zu schaffen, damit Spieler überhaupt zurückkehren können. Die deutsche Version ist dabei nicht optional, sondern eine Grundvoraussetzung.

Fazit: Square Enix muss zur Vernunft kommen

Square Enix hat eine Verantwortung gegenüber der FFXI-Community, und sie versagen kläglich darin, diese wahrzunehmen. Wer Spieler zurückholen möchte, muss in sie investieren – und dazu gehört auch die Wiedereinführung der deutschen Version. Alles andere ist ein Schlag ins Gesicht der Fans und eine klare Botschaft, dass Square Enix sich nicht um die Wünsche seiner Spieler schert. Wenn sie so weitermachen, werden nicht nur die Rückkehrer ausbleiben – sie riskieren auch, das verbleibende Fundament von FFXI endgültig zu zerstören. Es ist Zeit, dass Square Enix endlich aufwacht und die richtigen Entscheidungen trifft.

MalosAegis123

Ich glaube das dies nichts bringen wird. Final Fantasy XI ist schon sehr alt, da liegt der Hype eher bei Final Fantasy XIV. Und wie sollten bitte deutsche Spieler Final Fantasy XI Monatlich bezahlen können wenn die Währung € nicht mal hier erwähnt wurde, sondern nur, $? Für amerikanische Spieler wäre es vielleicht denkbar, die zahlen ja ihre Dienste und Abbos mit $. Aber wie soll das bitte bei Europa funktionieren? Und was bringt dieser sinnlose Feedback wenn Square Enix die deutsche Version von Final Fantasy XI komplett eingestellt hat? Wenn die es kostenlos anbieten, dann wäre es okay … es wäre zwar schade weil es keine deutsche Version mehr davon gibt, aber zumindest müsste man dann nicht monatlich zahlen. Was richtig gut wäre, wenn Square Enix ein HD Remaster, beziehungsweise ein Remake herausbringen würde, mit deutscher Lokalisierung. Dabei müssen die dann achten das alle Übersetzungen gleich bleiben. Und nicht so: Deutsch: „Ich werde dich besiegen, das schwöre ich!“ Englisch: „Hell, yeah! Youre head is mine!“
Sah man ja bei Final Fantasy X, da war die englische Version komplett anders als das japanische Original. Japanisch: „Arigato“ (Danke) Englisch: „I love you“ (Ich liebe dich)
Und deutsche Spieler beleidigten wie verrückt, deutsche Übersetzer! Na, super! Die deutsche Übersetzung richtete sich an das japanische Original, und deutsche Spieler explodierten vor Wut und Brüllerei wegen deutsche Übersetzer!? Kann ich einfach nicht verstehen! Selbst Alberd Einstein würde es nicht verstehen! 🤷🏻‍♂️

Und zu Final Fantasy XI, es ist alt, die Mehrheit spielt eher Final Fantasy XIV. Statt das Square Enix wieder mit ihrer Masche, „Wir denken uns was aus wie wir Spieler zurückgewinnen“ antanzt, sollte die zuerst mal die deutsche Version wieder einstellen, das Spiel für PlayStation und XBOX kompatibel machen. Die monatlichen Abbo Kosten, ich weiß ehrlich gesagt nicht wie es richtig funktionieren soll. Da muss sich Square Enix was einfallen lassen!

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