Entwickler enthüllen härtere Strafen für Botter in EVE Online

CCP Games, die Entwickler des Weltraum-MMOs EVE Online, arbeiten an Maßnahmen, um das Problem der Botter in den Griff zu bekommen. Sie haben jetzt darüber gesprochen, was diese „Betrüger“ für Strafen zu erwarten haben.

Das Botter-Problem in EVE Online nimmt überhand. Nun hat das Team enthüllt, wie man Botter künftig bestrafen wird – und auch warum dieses Problem derzeit so aus dem Ruder läuft.

EVE Online Screenshot 2

Botter werden härter bestraft

Wer wissentlich Exploits ausnutzt und Bots betreibt, der muss in Zukunft mit härteren Strafen rechnen:

  • 1. Strike:
    • Zunächst gibt es eine Sperre von drei Tagen (Diese lag vorher beim 1. Strike bei 30 Tagen)
    • Die Spieler sollen während dieser Zeit darüber nachdenken, was sie falsch gemacht haben
    • Man will allen eine Chance geben, sich zu bessern
  • 2. Strike:
    • Schon beim zweiten Mal, wenn man wegen Botting erwischt wird, wird der Account permanent gesperrt
    • Alles, was dem Botter gehört, wird aus dem Spiel entfernt
  • Spieler sollen Botter unbedingt gleich melden

Auf den ersten Blick vermutet man, die Strafe sei abgeschwächt worden – der erste Strike bannt Spieler jetzt nur noch 3 statt 30 Tage. Allerdings ist jetzt schon beim zweiten Strike Schluss mit lustig. In der Vergangenheit bekamen Spieler noch mehr als zwei Chancen.

Bei besonders schweren Vergehen können Spieler auch bereits beim ersten Strike permanent gebannt werden. Die neuen Strafen greifen ab dem 1. März.

Darüber hinaus haben Spieler angefragt, wie es denn mit einer Live-Jagd auf Botter aussieht. Spieler und die Entwickler jagen die Betrüger, während dies live gestreamt wird. CCP Games erklärte, dass man dies schon während des Fanfests gemacht habe. Es sei eine interessante Möglichkeit, da man dann live sieht, wer bottet. Bei dieser Live-Jagd sollen etwa Schiffe und Raumstationen von Bottern vernichtet werden. Wer dann diese Besitztümer verteidigt, der outet sich live als Botter.

EVE Online

Free2Play führte zu den Problemen

Darüber hinaus erklärten die Entwickler, dass das Botter-Problem mit Start des Ascension-Updates und der Einführung des Free2Play-Modus aus dem Ruder lief. Denn nun ist es so, dass es sich für Betrüger mehr „lohnt“, Accounts zu stehlen, die nicht mehr gespielt werden. Denn diese können jetzt immer weitergespielt werden. Damit ist es möglich, Skillpunkte der Spieler des Accounts zu extrahieren, deren Konto gestohlen wurde, und diese Skillpunkte zu verkaufen. Auch können alle Gegenstände verkauft werden – sogar gegen echtes Geld. Früher hatte ein von den Besitzern aufgegebener Account wenig Wert, da man mit ihm nicht mehr spielen konnte.

Man darf gespannt sein, ob die neuen Strafen für Botter in EVE Online den gewünschten Effekt haben.

CCP Games meint es ernst und erklärte den Bottern in EVE Online den Krieg.

Autor(in)
Quelle(n): KotakuPCGamer
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