Über 1.000 Stunden arbeitete ein Entwickler daran, ein totes MMO wieder spielbar zu machen. Jetzt hat KI das an einem Wochenende geschafft.
Das Titelbild ist ein Symbolbild.
Um dieses MMO geht es:
- Ein Entwickler hat in den vergangenen drei Jahren über 1.000 Arbeitsstunden damit verbracht, ein altes MMO namens „Renewal Online“ wieder aufzubauen.
- In westlichen Medien ist heutzutage nur noch wenig über Renewal Online nachvollziehbar, da es wohl lediglich lokal in Singapur erhältlich war. Es soll sich dabei um ein isometrisches 2D-MMO gehandelt haben.
- Die Server des Spiels wurden bereits 2004 abgeschaltet.
Das hat jetzt die KI gemacht: In einem Post auf Reddit stellt der Entwickler frustriert fest, dass KI jetzt innerhalb kurzer Zeit die Arbeit erledigen könne, in die er so viele Stunden gesteckt habe.
„Als ich 2023 anfing, war das Spiel seit über 20 Jahren tot, und ich war der Einzige, der versuchte, es wiederzubeleben“, schreibt er im GameDev-Subreddit. „Allein im Oktober 2026 haben drei weitere Entwickler angefangen, an dem Wiederaufbau desselben Spiels zu arbeiten.“
Da die drei Entwickler wohl sogar schon einen Server online haben, vermutet er die Nutzung von KI. Also habe er am Wochenende selbst mal getestet, wie weit er mit KI bei dem Projekt komme und erstaunliche Ergebnisse bekommen:
Die KI braucht jetzt weniger als 20 Minuten, um die originalen Client-Dateien zu analysieren, die gesamte Welt zu rekonstruieren und einen Charakter auf der Karte herumlaufen zu lassen.
Ich habe es am Wochenende selbst ausprobiert. In dieser Zeit konnte ich Folgendes implementieren:
- Multiplayer
- Kampf und Zaubersprüche
- Mob-Spawning und Kampf-KI
- Erfahrungspunkte, Stats und Levelaufstiege
- NPCs und Händler
- Bankensystem
- Sie war außerdem in der Lage:
- Das gesamte Spiel auf modernes macOS zu portieren.
- Die Netzwerkprotokolle zu reverse-engineeren und das serverseitige Protokoll innerhalb von Minuten zu emulieren.
- WASD-Steuerung zu einem 20 Jahre alten Spiel hinzuzufügen.
- Die Auflösung über 640×480 hinaus zu erhöhen, indem mehr Tiles gerendert werden.
Ich musste keinerlei technische Vorgaben machen. Ich habe ihr einfach gesagt, welches Feature ich wollte, und sie 15 Minuten lang arbeiten lassen.
Anfangs dachte er noch, künstliche Intelligenz könne zwar Software „vibecoden“, aber unmöglich ein Spiel reverse-engineeren und ein komplettes MMO neu aufbauen. Nach dem Test ist er geschockt und verzweifelt.
„Ich weiß wirklich nicht, was ich jetzt tun soll“, schreibt der Entwickler. „Zum ersten Mal seit über zehn Jahren mache ich mir echte Sorgen um meinen Job und meine Zukunft.“
Was haltet ihr von den aktuellen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz, besonders in Bezug auf den stärker werdenden Einzug in die Spieleentwicklung? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Auch beim aktuellen Steam Next Fest, das am 19. Oktober auf Valves Spieleplattform startete, ist der Einfluss von künstlicher Intelligenz deutlich zu erkennen. Durch das Hereinströmen von Spielen, die mittels oder zumindest mithilfe von KI entwickelt worden sind, ist die Auswahl an spielbaren Demos auf ein unübersichtliches Maß angewachsen – zum Leidwesen der Spieler: KI-Spiele überschwemmen Steam, jetzt fordern Spieler ein Feature von Valve
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