Nach Massen-Entlassungen schließt Blizzard nun wohl Standort in Frankreich

Laut Insider-Berichten schließt Activision Blizzard nun wohl Büroräume in Versailles, Frankreich. Das hatte Blizzard wohl am heutigen Dienstagmorgen seinen Mitarbeitern verraten.

Woher kommt die Info? Jason Schreier berichtet via Bloomberg.com über die Vorkommnisse bei Blizzard. Schreier ist bekannt dafür, gute Kontakte in der Gaming-Branche zu haben und stellt eine verlässliche Quelle dar. Seinem Bericht zufolge verrieten ihm heute drei Leute, dass Activision Blizzard am Dienstagmorgen, den 6. Oktober, die Botschaft seinen Mitarbeitern in Versailles überbrachte.

Die Büros ins Versailles sollen geschlossen werden.

Was passierte im Standort in Versailles? Blizzard hat rund um den Globus Büros, in denen Mitarbeiter arbeiten. In den Büros in Versailles arbeiteten Anfang 2019 noch rund 400 Leute für Blizzard. Sie waren für Marketing, Kundensupport und Übersetzungen zu verschiedenen Sprachen verantwortlich. Dazu kamen weitere Aufgabenbereiche für verschiedene Titel von Activision Blizzard.

Sollte wohl eigentlich anders laufen

Das sagt der Bericht: Die Quellen, deren Namen der Bericht nicht veröffentlichen sollte, sprechen von anderen, ursprünglichen Plänen. Eigentlich sollte das halbe Büro zum Standort in London umgesiedelt werden. Doch der Brexit und die Corona-Virus-Pandemie hätten diesen Plan gehemmt. Das führte zu der Entscheidung, den Standort zu schließen.

Unklar ist, wie viele Leute nun ihren Job verlieren. Angeblich soll es in der nächsten Woche genauere Informationen für die Mitarbeiter geben.

Umstrukturierung zu Activision: Einst war das Büro in Versailles ausschließlich eine Einheit von Blizzard, die für Spiele wie Diablo und World of Warcraft verantwortlich war. Wie Bloomberg berichtet, wurde bei einer Umstrukturierung ein Teil des Personals unter das Dach von „Activision Blizzard“ gestellt.

Im Juni 2019 entließ Blizzard Europe 30 % seiner Belegschaft. Davon waren auch die Büros in Versailles betroffen. Blizzard-Mitarbeiter sprachen in dem Zusammenhang über den Release von Diablo 4.

Schreier erklärt: „Eine kürzliche Umstrukturierung machte die halbe Belegschaft zu einem Teil von Activision Blizzard. Ein weiteres Beispiel von Activisions wachsendem Einfluss in der Firma.“

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Stellenausschreibung zeigen: Das könnte stimmen

Das spricht für den Bericht: Schaut man sich die Job-Ausschreibungen bei Blizzard an, sieht es für den Standort in Versailles wirklich schlecht aus. Dort ist genau eine offene Stelle ausgeschrieben, und die ist für einen HR-Coordinator. Der soll unter anderem für das Entlassen und Einstellen von Mitarbeitern zuständig sein. Befristet wäre der Job dann bis Mai 2021.

Als Vergleich: In Irvine bietet Blizzard aktuell 205 Jobs an. (via careers.blizzard.com)

Blizzard Stellenanzeige Versailles
Die einzige Job-Ausschreibung für Versailles bei Blizzard via careers.blizzard.com

Die Schließung des Büros in Versailles wirft ein düsteres Licht auf die Stimmung innerhalb von Activision Blizzard.

Schon im Januar 2020 zeigte ein neuer Insider-Bericht tiefgreifende Änderungen bei Blizzard. Da war die Stimmung laut den Insidern bereits „am Boden“.

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Dimpfelmupser

Die Personen die nach London ziehen wollten, wenn sie Sci-Fi mögen und so, vielleicht sucht Elite: Dangerous Personen

Zuletzt bearbeitet vor 22 Tagen von Dimpfelmupser
Divine

Und immer weiter kann man dem Riesen beim sterben zusehen…

lIIIllIIlllIIlII

Ich weiß nicht… eine Maßnahme um sich an die geänderten Bedingungen anzupassen ist eigentlich das Gegenteil von sterben.

Sterben wäre es, wenn sich die Bedingung ändern – ich mich aber nicht, bis ich nicht mehr Überlebensfähig bin.

Also klar, es ist erst mal ein Absteigen. Und klar, der Trend kann sich vorsetzen, bis es dann tatsächlich vorbei ist. Aber genau deswegen gibt es doch Umstrukturierungen. Um in Zukunft zu überleben.

Wie oft hat sich Netflix neue erfunden und komplett umgebaut. Ich glaub, die wenigsten wissen, dass Netflix ursprünglich ein „Videothek“ war – mehr oder weniger. Die DVDs per Post verlieh und sich bis zum heutigen Modell, wofür die meisten es kenne, sich mehrfach neu erfand. Während die meisten Videotheken Ketten einfach starben. Daher ist ein umbau, weil etwas nicht funktioniert erstmal ein gutes Zeichen.

Divine

Mag sein das ActiBlizz damit vielleicht wächst, unnötiger Ballast wird abgeworfen.
Aus finanzieller sicht sicher klug, sonst würde man es nicht machen.

Blizzard und Wow dagegen wurden quasi von innen vergiftet, die Seelen der Firma pensioniert oder sind weitergezogen, die schlauesten Köpfe widmen sich anderen Projekten, die beliebtesten Communitymanager werden gekündigt und es wird immer mehr in den asiatischen Raum investiert während der Westen vertröstet wird.

Man mag davon halten was man will, ich meinerseits bin mit Blizzard und deren großartigen Spielen aufgewachsen, habe jedes hunderte von Stunden gespielt.

Aber mMn ist der Verfall deutlich zu spüren, egal in welchem Franchise.
Seit einigen Jahren ist diese Treue und Freude auf neue Spiele/Addons deshalb verflogen.
Selbst wenn man dann wiedermal was an macht, wirds kurz danach wieder eingestaubt.

Nicht umsonst freuten mich die News wie, das Mike Morhaime ein neues Studio gründet und wieder Spiele mit einer Seele und Herzblut produzieren will, statt möglichst viel Umsatz zu generieren.

Zuletzt bearbeitet vor 22 Tagen von Divine
lIIIllIIlllIIlII

Ich kann dich da verstehen.
Schwierig zu sagen woran das unterm Strich liegt. Vielleicht hat es Activision versaut.

Wenn ich an beliebte Filme oder Serien denke, gehen die meisten von ihnen einen Ähnlichen Weg. Manche Nachfolger oder Staffeln sind besser, andere schlechter. Der Trend ist oft jedoch ein Abbau. Ich sag nur GOT.

Und um so grandioser der Ausgangspunkt war um so wahrscheinlicher ein Nachlassen. Ist ja auch völlig logisch. Nach einem außergewöhnlichem Hit regrediert alles zur Mitte. Sonst wäre es ja auch nicht Außergewöhnlich.

Ich schätze mal, dass sich aber nicht nur die Studios verändern sondern eben auch ich. Die Art wie ich spiele, was ich spiele, meine verfügbare Zeit, meine Interessen.

Ich schaue auch nicht die gleichen Serien und Filme, die ich als Teenager gesehen habe. Wieso soll ich da nicht auch einen anderen Geschmack bezüglich Spiele entwickelt haben.

Und Blizzard / Acitvision ändert sich bestimmt auch. Ihr Zielpuplikum ist ein anderes geworden. Eine neue Generation. Vielleicht sogar ein anderer Kontinent.

Mal sehen was die Zeit uns bringt. Es muss ja auch Platz am Markt für neue Sterne geben. Dafür müssen alte Sterne auch erstmal die Bühne verlassen. So ist das halt.

Ishdar

Eure Verlinkung zum 30% der Belegschaft wird gefeuert Artikel schickt einen zu wann kommt D4. Und mal wieder ein super reißerischer Headliner auf Bild Niveau. 8% der Belegschaft wurden damals gekündigt, das ist tragisch für die Betroffenen aber mit Sicherheit keine Masse, vor allem weil Blizzard seit dem auch schon wieder X Leute eingestellt hat. Und bei der Unsicherheit die in Europa die gerade herrscht mit Brexit und allen sonstigen Problemen die die EU hat macht es Wirtschaftlich nur Sinn die Standorte hier zu schließen. Aber es ist natürlich immer viel einfacher „Scheiß Activision“ zu schreien als die Systematik logisch darzustellen und nachzuvollziehen.

Irina Moritz

Eure Verlinkung zum 30% der Belegschaft wird gefeuert Artikel schickt einen zu wann kommt D4. Und mal wieder ein super reißerischer Headliner auf Bild Niveau. 8% der Belegschaft wurden damals gekündigt, das ist tragisch für die Betroffenen aber mit Sicherheit keine Masse,

Die Verlinkung ist korrekt. Die Zeitung Le Monde sprach damals von 30% Entlassungen, das steht weiter unten. Wir haben den Text angepasst, um das deutlicher zu machen. Entsprechend ist der Titel auch nicht „reißerisch auf Bild-Niveau“. Es wurde immerhin fast ein Drittel der Leute gekündigt.

MadKiefer

War 2005 dort angestellt. Gute, alte Zeiten. Cork war dann auch noch super, wobei ich zwischenzeitlich zu GOA.com gewechselt bin und später dann nach Berlin zurück – bis dato kamen dann langsam schon die ersten Kettensägen an (damals noch Abfindungsangebote).

Activision/Blizzard braucht nicht mehr lange, bis es knapp hinter EA und Ubisoft steht.

Svaskbert

EeeeeeiiiiiiiissssberGG !!!!!!!!

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