EVE-Entwickler entlässt etwa 100 Mitarbeiter, sagt “Kein Grund zur Panik”

Etwa 100 Mitarbeiter werden das Unternehmen CCP Games, Entwickler des MMORPGs EVE Online, verlassen müssen. Doch das ist laut dem Unternehmen kein Grund zur Panik.

Die betroffenen Mitarbeiter sind in Studios angestellt, die sich mit Virtual-Reality-Titeln beschäftigt haben. Hierzu gehören das Actionspiel EVE Valkyrie sowie das PlayStation VR Sportspiel Sparc.

Denn obwohl EVE Valkyrie recht erfolgreich war, scheint sich die Entwicklung von VR-Spielen momentan nicht zu lohnen. Daher will sich CCP Games auf PC- und Mobile-Spiele konzentrieren.

Diese Änderungen in der Struktur von CCP sind geplant:

  • Die Zweigstelle in Atlanta, USA wird geschlossen. Da wurde früher “World of Darkness” entwickelt, danach wurde es auf VR-Projekte umgestellt.
  • Das Studio in Newcastle, England, soll verkauft werden.
  • Und die Belegschaft in Shanghai wird verkleinert, dass Studio soll sich künftig darum kümmern,d as Geschäft in China voranzutreiben.
EVE Valkyrie

CCP bleiben danach noch 3 Studios: Das Hauptquartier in Island, ein Studio in London und das reduzierte Studio in Shanghai.

Keine VR-Spiele mehr, EVE Valkyrie bleibt erhalten

Das heißt aber nicht, dass EVE Valkyrie verschwinden wird. CCP Games will das Actionspiel weiterhin betreiben und bereitet sogar schon das Winter Update vor, das einige neue Inhalte mit sich bringt. Daher wird das Studio in Newcastle, England vorerst weiter am Spiel arbeiten und Support leisten – allerdings mit reduzierter Mannstärke. Letztlich soll das Studio in neue Hände gegeben werden.

Lediglich die Entwicklung neuer VR-Spiele liegt momentan auf Eis. Sollte sich der Markt fangen und es sich finanziell richtig lohnen, Virtual-Reality-Spiele zu entwickeln, dann will CCP Games auch wieder über diesen Bereich nachdenken. EVE Valkyrie kann übrigens auch ohne VR-Brille gespielt werden.

EVE Online Frostline 2

Entlassungen haben keine Auswirkungen auf andere Projekte

Das MMORPG EVE Online sowie die beiden Projekte Nova (Shooter) und Aurora (Mobile Game) sind von diesen Änderungen nicht betroffen.

In einem Statement an die EVE-Spieler sagt man, EVE Online sei von der “Umstrukturierung” nicht betroffen. Das EVE-Team bleibe weiter in voller Stärke erhalten. Im Gegenteil die Umstrukturierung bedeute nun, dass sich CCP jetzt stärker auf EVE konzentrieren kann.

Spieler von EVE Online stürzen sich derweil in die kürzlich veröffentlichte Erweiterung Lifeblood. Diese bringt spannende Rohstoffkriege mit sich.

Quelle(n): MassivelyOP, Kotaku
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Shino

“Kein Grund zur Panik”. Aha… Hat der Typ das auch zu den Leuten gesagt, die entlassen wurden ?

Guybrush Threepwood

Das Problem an VR ist ja das es kein Zugpferd, keine Killerapp gibt wegen der die Leute sich ne Brille kaufen. Zudem wird es für die Entwickler nicht rentabel sein. Denke solange das nicht richtig günstig wird kann man das eher knicken.

Michael

Mit dem Preis hat das nichts zu tun, ich würd sofort das Geld ausgeben, wenn es ausgereift wäre und brauchbare Spiele dafür geben würde.

CCP hat wohl gehofft, VR setzt sich sofort voll durch und sie gehören direkt mit zu den ersten und erfolgreichsten. Leider nicht die erste Fehlentscheidung von CCP.

Gerd Schuhmann

Emde 2016 gab es mal Gerüchte, dass CCP überlegt hat, einen Käufer zu finden.

Ich nehm mal an, da werden solche “VR-Aktivitäten” auch eine Rolle gespielt haben. Dass da potentielle Käufer sagen: Also Euer Kernstudio, das Studio in London und die Marke “EVE” -> Die nehmen wir gerne. Aber der ganze Ballast, den Ihr da mit rumschleppt -> Da haben wir keinen Bock drauf.

Jetzt klingt’s so, als könnten sie Newcastle verkaufen und müssten Atlanta schließen, weil sie da keinen Käufer für finden. Dieses US-Studio stand ja schon seit Jahren unter keinem guten Stern und war so in einer Dauerkrise.

Das ist aber schon immer bitter, wenn man dann liest “downsizing” und wer dann alles davon betroffen ist. Wenn du nach 4 Jahren in Island überraschend die Entlassung bekommst … das ist halt auch “Fang mal ein neues Leben an”, ohne dass du wirklich Schuld dran trägst.

PBraun

Was sollte das aber sein? Ich meine es gibt da zwischenzeitlich jede Menge; das Valkyrie hier ist top, Solus Project, Farpoint, Resident Evil, demnächst der Skyrim-Port etc. pp.
Also ich mag dem Killerapp-Argument inzwischen nicht mehr folgen.

Es ist natürlich auch ein Katzenschwanz: weniger VR-Besitzer, weniger Rentabilität bei den Entwicklern, weniger “Killerapps”, weniger VR-Set-Käufer………

Dazu hat VR ein entscheidentes Problem (das auch in Zusammenhang mit der Technikentwicklung steht): das kann nicht jeder; konsumiert sich aber auch für Spieler die es ab können, mindestens anders, ich würd sogar sagen schwerer, als normale Games via Bildschirm.

Dennis

So ein Quatsch… es betrifft auch aus der Eve Online Abteilung Mitarbeiter… die er EVE Community lieb und teuer sind…

Ein Blick in die Eve Online Reddit Abteilung zeigt es…

Gerd Schuhmann

Ich hab mal reddit durchgeschaut – sind wohl vor allem PR-Leute/Community-Manager/Social-Media-Leute gegangen.

Das steht jetzt nicht im Widerspruch zu “Das EVE-Team bleibt komplett” – die zählen wahrscheinlich eher zum Beiwerk.

Aber jo, wahrscheinlich, wenn ein Studio derart schrumpft, dann erwischt es auch immer Leute, die irgendwie mit dem Hauptspiel zu tun haben.

DCU Grunt

Unsinn! Das Community Support Team ist von 8 auf 2 eingekürzt worden. Die verbleibenden zwei sind wahrscheinlich auch nur noch da, weil es sonst zu Abo Kündigungen kommen würde, gegen die die Spielerrevolte von Incarna 2011 ein Kindergeburtstag war. Das einzige wirklich einzigartige Asset das CCP hat ist ihre Community. Hier wurde entweder aus blanker Verzweiflung ohne Sinn und Verstand gekürzt oder EVE Online soll für Käufer aufgehübscht werden, weil es keine „unnötigen“ Supportdepartments hat. Dass der potentielle Käufer ohne diese Departments eine Todgeburt kauft wird den Investoren nicht bewusst oder egal sein.

Gerd Schuhmann

Jo, ich hab da auch nachgeschaut. Ich denke da machen wir noch einen Artikel drüber.

PBraun

>[…]kein Grund zur Panik.
>Die betroffenen Mitarbeiter sind in Studios angestellt,
>die sich mit Virtual-Reality-Titeln beschäftigt haben.

Hmm, wer hat da keinen Grund panisch zu werden?
Die Valkyrie-Spieler ja kaum und deshalb müssen die eher nicht beruhigt werden (zähle selbst dazu, ist wirklich toll aber kein Beinbruch, wenns eingehen sollte).
Die Leute in den betroffenen Studios? Wie ist das so, wenn man den Job verliert?

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