Elder Scrolls Online: Ein Blick auf die ersten 4 Monate TESO und warum sich nun alles ändern wird

Im Fantasy MMO The Elder Scrolls Online wird fast jedes Design-Konzept, mit dem man an den Start ging, über den Haufen geworfen. Macht sich TESO schick für Playstation 4 und XBox One? Und waren die vier Monate seit dem Release auf dem PC so eine Art erweiterter Beta-Test? Wir werfen einen Blick auf die ersten vier Monate in TESO und warum sich nun bald alles ändern wird.

Vorm Release: Viel Hoffnung, aber Skepsis

Die Geschichte von The Elder Scrolls Online ist von außen kaum zu verstehen. Bevor Spieler einen Fuß nach Tamriel setzten, war es schon ein riesigen Kracher. Da existierte ein MMO im The-Elder-Scrolls-Universum nur in den Gedanken der Spieler.

The Elder Scrolls Online

In der Fantasie optimistischer Fans entstand ein Skyrim, das niemals aufhören würde. Ein Skyrim, das immer wieder neue Landstriche bekäme, neue Zonen, neue Figuren. Immer würde es etwas zu entdecken, immer etwas Neues zu erleben geben. Es war ein Traum vieler Spieler.

Schon damals zeigten sich Probleme. Bedenkenträger meldeten sich zu Worte. Skyrim war ein klassischer Konsolen-Erfolg gewesen. Und so hörte man von Fans der Single-Player-Reihe, die Einwände gegen Grundideen des MMO-Genres vorbrachten: „Und da soll ich wirklich jeden Monat zahlen, obwohl ich mir schon das Spiel gekauft habe?“

Skeptische Spieler mit MMO-Erfahrung fragten sich, ob Skyrim als MMO überhaupt funktionieren könne. Wie würde man in der Welt eine besondere Geschichte erleben können, wenn man nur einer von Millionen Helden wäre? Wie sollte man die Items konzipieren? Wie passte eine so wunderschöne Welt in die starren Strukturen eines typischen MMOs? Wie bekam man die magische Immersion, das Gefühl sich in einer Fantasie-Welt zu verlieren, in die harte Realität eines MMOs mit Chats, Gold-Spam und Bots? Wie sollte es gelingen, die Anderen, die Fremden, die Nicht-NPCs ins eigene Fantasy-Reich zu lassen. Und so wünschte sich so mancher Fan einfach nur das nächste The Elder Scrolls – und nix mit online.

Schon damals gab es Bedenken und die wurden mit den Beta-Events immer lauter.

In der Beta: Die Fantasie begegnet der Realität

The Elder Scrolls Online

Die Mehrheit der Fans wurde erst zu einer Reihe von Beta-Events ins Spiel gelassen. Später wurde das Zenimax angekreidet: Bei solchen „Events“, wenn die Server immer nur für wenige Tage offenblieben, könnten die Spieler eigentlich kein wertvolles Feedback geben. Sowas sei lediglich ein PR-Event.

Die Beta wirkte auf viele Spieler wie eine kalte Dusche. Zu hoch gesteckte Erwartungen wurden enttäuschte. Träume hielten den Abgleich mit der Realität nicht Stand. Quests waren buggy und führten in Sackgassen. Die Mimik der NPCs wirkte tot und wächsern, das Kampfsystem fühlte sich wie ein „Luftkampf“ an, man spürte nicht die Wirkung der eigenen Schläge. Auf der anderen Seite hörte man Lob für die Grafik, die Tonspur und dass sich das Spiel nach „Elder Scrolls“ anfühle.

Zum Release: Unausgegoren, durchwachsen, solide

Der Release von TESO wurde von zahlreichen Problemen und Problemchen überschattet. Kaum eine Woche verging, ohne dass es in irgendeiner Ecke brannte. Das Team von Zenimax schien mit dem Ansturm der Fans und mit der Vielzahl an Schwierigkeiten überfordert.

The Elder Scrolls Online

Spiel-Systeme offenbarten Konzeptions-Schwächen, Exploiter liefen Amok. Die Ingame-Post wurde für Item-Dupes ausgenutzt, die Gildenbanken ebenso. Cheater machten sich eine unglückliche Design-Entscheidung bei den Höhlenbossen zu Nutze, um ein endloses Heer campender Bots loszuschicken. Außerdem sorgten zahlreiche Quest-Bugs für Frust und Ärger. Die Spieler landeten in Sackgassen.

Die Balance der einzelnen Klassen, von höchster Wichtigkeit für ein Spiel mit Fokus auf PvP, war überhaupt nicht gegeben. Vampire nutzten eine wohl übersehene Kombination an Fähigkeiten und Set-Boni, um einen gottgleichen Status zu erreichen. Drachenkrieger waren zu stark, Balance-Probleme riesig – die Fixes ließen auf sich warten.

[quote_left]Mit der Politur eines Single-Player-Spiels hatte TESO nichts gemein.[/quote_left]Hier gab es Probleme, dort gab es Probleme. Auch technisch zogen dunkle Wolen am Himmel auf. Spieler kämpften mit Account-Problemen, mit den Clients, rangen um den Zugang zum Server. Dann regten sich sogar noch die Verbraucherschützer darüber auf, dass man, um die ersten kostenlosen 30 Tage zu nutzen, trotzdem eine gültige Zahlungsmethode angeben musste. TESO wurde aus allen Seiten beschossen.

Für die Fans der „The Elder Scrolls“-Reihe ohne MMO-Erfahrung, kam es besonders hart. Auf so einen turbulenten Start waren sie nicht vorbereitet. Mit der Politur eines Single-Player-Spiels, das aus der Box funktionierte, hatte TESO nichts gemein.

Neben den aktuellen Problemen, zeigten sich auch strukturelle

Erfahrene MMO-Spieler wussten, dass ein misslungener Start nicht unbedingt auf langfristige Schwierigkeiten hinweisen musste. Immerhin: Die meisten der Probleme würden sich sicher mit der Zeit lösen lassen. Irgendwann würde jedes lodernde Feuer mal verglühen, irgendwann wäre jeder Balance-Fix mal aufgespielt, die Account-Probleme behoben und jeder Quest-Bug gelöst.

[quote_right]Das Spiel kippte von einer Heldenreise hin zum zähen Gefarme.[/quote_right]Doch was war mit den tieferliegenden, den strukturellen Problemen? Was sollte mit grundlegenden Design-Entscheidungen passieren, die nun Schwierigkeiten machten? Und von denen gab es eine Menge. Nach dem Erreichen der Stufe 50 ging es für TESO-Spieler in das „Veteranen“-Endgame. Das Spiel kippte, beklagten viele, von einer Heldenreise hin zum zähen Gefarme und Gegrinde.

Außerdem gab es strukturelle Probleme in den PvP-Kampagnen und bei der zu flachen Item-Progression. Phasing-Probleme ruinierten das Gruppenspiel – um nur einige der Dinge zu nennen, die so tief in der Spiel-Philosophie verankert schienen, dass man kaum damit rechnen konnte, sie bald gelöst zu sehen.

Release für Konsolen verschiebt sich

The Elder Scrolls Online: PS4 und Xbox

Ungefähr in diese Zeit, als die Zukunft nicht sehr rosig aussah, fiel auch die Ankündigung von Zenimax, dass man den eigentlich für Juni geplanten Release des Spiels für Playstation 4 und XBox One um mindestens ein halbes Jahr nach hinten verschieben werde. Die Ankündigung, dass man 2 Wochen vorm Release noch 6 Monate länger brauche, sorgte für Spekulationen über die Hintergründe bei Zenimax (und sehr viel Wut der Konsolenspieler, aber um den soll es jetzt nicht gehen).

Zwar gab Zenimax an, die Verzögerung liege an „technischen Schwierigkeiten“ bei der Portierung. Doch spekulierten einige (unter anderem wir), dass man den Konsolenspielern TESO in der jetzigen Verfassung nicht zumuten mochte und das MMO nicht in so eine schwierige Atmosphäre hinein veröffentlichen wollte.

Die Zeit nach dem Release

So richtig ist The Elder Scrolls Online bis jetzt noch nicht aus dem Release-Stadium herausgekommen. Es wurden drei große Content-Patches aufspielt, die neue Zonen und Features brachten. Doch mit jedem der drei Patches kamen auch neue technische Probleme ins Spiel, die die Betroffenen frustrierten. So war nach dem zweiten Patch für einige die Performance über Monate im Eimer.

The Elder Scrolls Online in Kargstein

Dabei sind die Änderungen, die bisher kamen, durchaus vernünftig. Das Spiel sieht nach der Einführung der neuen Lichtverhältnisse und der Rüstungsfarben deutlich besser aus. Außerdem war man fleißig und hat die meisten Balance-Fehler und Quest-Bugs aus dem Spiel gebannt.

Und man ist zugänglicher für das Feedback der Spieler geworden. So hat man im Moment fast jeden Kern-Kritikpunkt der Spieler auf einer Liste von Dingen, die man ändern möchte: Das Kampfsystem, das PvP, die Mimik der NPCs, das Veteranen-Endgame, die Charakter-Weiterentwicklung, die starre Item-Progression, die Einführung von mehr Skyrim-Elementen, eigentlich alles steht auf dieser Liste.

Grundlegende Entscheidungen aus dem Papier-Stadium des Spiels, viele Grundideen, werden jetzt hinterfragt und offensiv angegangen.

Hat man das Konsolen-Release im Auge?

Für den Beobachter sieht es so aus, als arbeite man mit voller Kraft daraufhin, The Elder Scrolls Online doch noch zu einem Spiel zu machen, das auf den Konsolen die Fangemeinde anspricht und abholen kann.

The Elder Scrolls Online Karte
Zeigt die Karte den Weg zur rosigen Zukunft von TESO?

Die Frage bleibt aber: Wenn jetzt so viele tolle Ideen da sind und man mit wenigen Änderungen solche Kritikpunkte wie die wächsernen Gesichtszüge der NPCs verbessern kann, warum ist The Elder Scrolls Online dann in dieser Form im April so offensichtlich verfrüht an den Start gegangen? Hätte man sich nicht viel Ärger erspart, wenn man damit gewartet hätte?

Warum sieht das TESO der Zukunft so verdammt viel besser aus als das TESO der Gegenwart und insbesondere das der Vergangenheit?

Wenn man sich die Ideen und Änderungen anschaut, die TESO in den letzten Monaten vorstellte und vorgeschlagen hat, dann wirken die nicht so, als hätte man das Feedback der Spieler aus den letzten Monaten seit dem Release wirklich gebraucht, um auf diese Ideen zu kommen.

Dass das Veteranen-System schon von Anfang an keine gute Idee war, dass sich Spieler Arenen und Schlachtfelder wünschten, dass die NPC-Gesichter viel zu wächsern waren und dass sich die Fans nach einem Justiz-System wie in Skyrim sehnten – für diese Erkenntnisse hätte es wohl kaum diese Zeit nach dem Release gebraucht.

[quote_right]Ein wiedergeborenes und runderneuertes The Elder Scrolls Online.[/quote_right]Man kann nur hoffen, dass die Zukunft von TESO, mit all den Änderungen, die nun Beifall erhalten, bald die Gegenwart des Spiels einholt. Und man muss hoffen, dass MMOler dem Spiel nochmal eine zweite Chance einräumen. Bekannt dafür sind Fans des Genres eigentlich nicht.

Da trifft es sich gut, dass mit dem anstehenden Release auf Playstation 4 und XBox One eine zweite Welle starten könnte, in deren Bugwelle dann auch so mancher PC-Spieler nochmal in ein wiedergeborenes und runderneuertes The Elder Scrolls Online zurückkehren wird. Man darf gespannt sein, ob der Plan aufgeht und ob die nächsten Monate bei TESO so turbulent sein werden wie die letzten vier.

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Gotha

Leider werden sie am Phasing nichts mehr ändern können. Das ist meiner Meinung nach die größte Macke.

Mir kam TESO nie wirklich wie ein MMO vor. Da waren zwar andere Spieler, aber selbst wenn ich die mal sehe, sehen die etwas anderes als ich. Nie bin ich mir sicher, ob sich die Person da vorne langweilt und ansprechbar ist, oder in ein Gespräch mit seinem unsichtbaren Questgeber-Freund hält. Zusammen questen ginge bei dem ganzen Phasing aber sowieso nicht.
Verstärkt wird das auch durch den Mega-Server, wo ich mir nicht mal sicher sein kann, ob mein Gegenüber überhaupt eine für mich verständliche Sprache spricht, bzw. schreibt.

Also habe ich ein Singleplayer-Spiel mit allen Nachteilen eines MMOs (geteilte Mobs, Bots, etc.).

Ich gebe zu, ich habe nicht lange gespielt. Aber so wirklich motivierend klingt das alles nicht…

Kimi

Ich bin momentan Level 35 und das Spiel macht mir noch immer wahnsinnig viel Spass. Vorallem die Liebe zum Detail was die Landschaften und Quests angeht ist erstaunlich. Für mich kann da kein einziges Online Rollenspiel mithalten 🙂

Xe

Für mich, als Spieler der Singleplayer-Reihe, war ESO ohnehin nicht reizvoll, ich habe es mir aus Skepsis und aufgrund der hohen Kosten auch gar nicht erst gekauft. Die hier aufgezählten Probleme geben dem Spiel dann den Rest.

Jo

wann ist dir aber verdammt viel entgangen.

KaptainKabul

Nicht gespielt, aber schon ein Urteil gefällt. ESo ist gut, nicht sehr gut, sondern einfach gut. Ich habe meinen Spass mit meiner Gilde und das PvP sagt mir zu. Ich kann auch einige Kritikpunkte nachvollziehen, einige erscheinen mir überzogen. Aber ich würde mich nicht hinreissen lassen ein Urteil über etwas zu fällen das ich nicht gespielt habe.

Jonas Wekenborg

Super geschrieben!

Rexaka

Also ich finde es war gut das sie das Spiel schon veröffentlicht hatten. zugegeben es machte nicht soviel Spaß wie jetzt aber dennoch war es jede Minute wert. Und ich bin froh das ich schon 4 Monate zocken konnte und nicht noch warten muss.

Crescat

“Da trifft es sich gut, dass mit dem anstehenden Release auf Playstation 4
und XBox One eine zweite Welle starten könnte, in deren Bugwelle dann
auch so mancher PC-Spieler nochmal in ein wiedergeborenes und
runderneuertes The Elder Scrolls Online zurückkehren wird.”

“Bugwelle”

Das nenne ich mal einen versteckten semantischen Witz… Chapeau Schuhmann 🙂

Bonebanger

Du hast vergessen das Latenz-Problem aufgrund des Eu Servers, welcher aber in den USA stand zu erwähnen. Ein MMO auf nem anderen Kontinent zu Vk wenn jeder Spieler standardmäßig schon einen Ping von mind 140 ms hat (wobei dann auch klar war warum der Ping nicht Ingame angezeigt wurde) ist schon ein gewagtes unterfangen. Ich kenne ganze Gilden die alleine deswegen aufgehört haben. Ja ok es ist jetzt gelöst da der Server jetzt in FFM steht aber mal ehrlich das hat ja ewig gedauert!

Ich für meinen Teil hab aus folgenden Gründen aufgehört:

-Latenz (ich bin nun mal zu 70% Pvp`ler)
-Veteranen Grind
-Zu wenig Pvp Möglichkeiten
-Extreme Imbalance und ja ich war genauso drauf wie Pydra sprich Sorc Vamp und hab Horden von Gegnern abgefarmt. Warum? weil ich es konnte!
-keine dauerhafte Motivation, ok es gab den Thron in cyrodiil aber das wars auch schon und jener war nur zu erklimmen wenn man ne ganze Truppe hinter sich hatte oder eben als
Vamp Amok lief.

Ansonsten hatte ich die ersten 50 Level sehr viel Spaß und das Spiel hat sich super angefühlt, doch dann war eben die Luft raus.
Nun bin ich wiedermal zurück bei Wow, denn wirklich kein Spiel traut sich an die Arenen ran.

Btw: Wildstar hab ich auch versucht, seeeehr cooles Game aber die Telegraphen sind überhaupt nich mein Ding in Bg`s wird man ja verrückt der ganze boden leuchtet…
Ansonsten find ich es die beste alternative zu Wow die ich bisher getestet habe.

Judah

Ich habe es nun ja an verschiedener Stelle geschrieben. ESO hat sich einfach zu wenig angesehen, was erfolgreiche MMO’s eigentlich ausmacht und was die Spieler (und Abonnenten!) motiviert weiterzuspielen. Mein höchster Charakter in ESO ist Level 40 und bevor ich auch nur die Veteranengebiete betreten habe, langweile ich mich zu Tode. ESO fühlt sich so extrem zäh an. Auch wenn die Quests schöne Geschichten erzählen, nutzt sich deren Struktur einfach sehr schnell ab. Nachdem ich das sechste Dorf von Untoten, Piraten, Vampiren oder Rebellen (ist ja letztendlich auch total egal!) befreit und gegen deren Obermotzboss gekämpft habe, betrete ich das nächste Dorf und…welche Überraschung…! Auch hier wieder Probleme mit Untoten, Piraten, Vampiren etc. Gäääähn! Dazu kommt noch eine für meinen Geschmack viel zu komplizierte MMO-Unübliche-Steuerung (die Angriffe liegen über den Bewegungstasten!), die dazu führt, dass ich mir regelmäßig die Finger verknote.

Das es wie in GW2 und Wildstar nur eine überschaubare Menge an Angriffen gibt, finde ich optimal für einen dynamischen Kampf, wo man in Bewegung bleiben muss. Aber sich die Finger verknoten zu müssen, halte ich für eine schlechte Idee. Ich hätte mir eine ganz normale MMO-Steuerung gewünscht, wie man sie aus WoW, HdRo, Rift, SwToR etc. kennt und schätzt (Bewegung und Kamera auf der Maus und Angriffe auf der Tastatur!). Dazu kommt, dass man ab einem bestimmten Level (bei meinem NB als Archer war es Level 20!) alle Fertigkeiten bereits besitzt und aufgrund ihrer Effizienz weiter nutzt, einfach weil es keinen Grund gibt, sie zu wechseln. Leider wird der Kampf dadurch auch nicht unbedingt interessanter.

Was ESO komplett fehlt (gerade für Spieler, wie mich, die um PVP einen großen Bogen machen, weil es ihnen zu stressig ist.) sind Beschäftigungen neben dem ewigen Questgrind.

Ich liebe Erfolge, Titel, das stetige Erarbeiten von besserem Gear, Kostüme für Optikslots, Mounts, Pets, das Erfarmen von Ruf bei Fraktionen, wo ich dann spezielle Ausrüstungen bekomme etc., etc.
Es gibt keinerlei Karotte vor der Nase des Esels, wie in anderen MMO’s. Die Itemprogression ist dermaßen flach und generisch ( Bogen des Feuers Level 1, Bogen des Feuers Level 50), dass man kaum darauf achtet, weil sie so wenig auffällt. Ich fand es so lächerlich, mit dem neusten Patch nun langweilige Rüstung bunt färben zu können…

ESO fehlt es an motivierenden Aspekten. Es fängt nach kurzer Zeit an zu langweilen und motiviert nicht… Ich habe mit vielen Leuten aus den Gilden gechattet und die meisten, die gekündigt haben (so wie ich!) haben gemeint, ESO würde sich ab Level 30 zu zäh, generisch und langweilig anfühlen…

Derzeit bin ich zu HdRo zurückgekehrt, dass hat eine relativ miese Grafik und grauenhafte Animationen. ist aber in allem anderen (z.B. was das Motivieren zum Weiterspielen angeht!) ESO meilenweit überlegen…

Dave

Leider ist aus dem Kommentar herauszulesen, dass sich der Te zwar eine Meinung gebildet hat, diese aber mit einem Level 40 Charakter nicht umfassend ausgefallen ist. In einem mmo wird man wohl immer einen gewissen Recycling Faktor bei den questen haben, das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern. Ich meine dass die mmo Spieler heute einfach schnelle, leichte Erfolge wollen ohne sich Gedanken über ihre skills und Spielweise machen zu müssen, so wie sie es inzwischen aus zB wow gewohnt sind. Wohl ein geringer Teil hat überhaupt ein VR Verlies betreten um zu bemerken, dass seine skills die er 50 Level lang unverändert gespammt hat hier nicht optimal sein könnten. Viele haben gar nicht verstanden, dass das crafting in eso endlich den Stellenwert hat, den es in einem mmo haben muss um auf Dauer genutzt zu werden. Alles in allem haben Viele, besonders die “Heuschrecken Spieler” es nicht geschafft aus ihrem Trott auszubrechen und verbauen sich so heute und auch künftig überhaupt die Chance neue Impulse im Genre zu akzeptieren. Es ist und war nicht alles toll und eitel Sonnenschein in eso, doch am Ende sind die 700k Spieler geblieben, die es verstanden haben glaube ich. Mit den kommenden Änderungen werden viele Kritikpunkte angegangen und wir werden sehen, ob es eso zu einem besseren Spiel macht.

Gerd Schuhmann

“Ich meine dass die mmo Spieler heute einfach schnelle, leichte Erfolge wollen ohne sich Gedanken über ihre skills und Spielweise machen zu müssen, so wie sie es inzwischen aus zB wow gewohnt sind. “

——-
Jein. Das ist ein schwieriges Feld, da hab ich auch schon oft drüber nachgedacht. Ich würd nicht sagen, dass es um “schnelle, leichte Erfolge” geht, aber um rasche Reize und Abwechslung.
Der allgemeine Geschmack im Mainstream geht auf MOBA’s, auf LoL und Dota 2. Und das hat einen Effekt auf die ganze Gaming-Industire, von dem man noch nicht weiß, wie das sich auswirken wird. Das ist aber nicht unbedingt “AdHS”, sondern MOBAs sind ein unheimlich intensives Erlebnis in relativ kurzer Zeit. Während MMOs eigentlich eher ein sanftes Erlebnis über längere Zeit sind.
Das eine ist eher eine Koffein-Tablette, das andere eher ein Trance-Zustand (mal so ganz verallgemeinernd gesprochen)

Das ist aber nicht unbedingt im Gegensatz zu sehen zu so einer “Spaß muss man sich verdienen”-Idee, die ich häufiger lese.

Was ich bei TESO, nach wie vor für eine desaströse Idee hielt und halte, war der VR-Content nach dem Release mit dem Hochgrinden in den anderen Zonen. Das war eine unglaublich schlechte Idee, so wie sich bei WildStar grade die Attunement-Quest als so eine herausstellt.
Und ich finde auch das Kampfsystem – mit dem Hakeln und Ruckeln – war zum Release nicht gut.

Aber ich bin gespannt, wie sich das Spiel entwickeln wird. Ich denke so die Grundstruktur, die “Substanz”, da ist vieles richtig gut.

Mdee

Teso macht zwar spass aber mit der Balance haben die kein gutes Händchen der Templer ist jetzt so op im RvR dadurch das das Sonnenschild jetzt Mana reckt haste im 1 vs 1 keine chance mehr. Da müssen die noch was machen. Und was Sinnvoll wäre wären CC imunitis.

Dave

Ich denke darauf kann man sich einigen 😉 “Reize” – darauf hätte ich kommen können.
Der VR Content- und das steht außer Frage- ist einfach ein Desaster. Zumindest die Tatsache wie die gegnerischen Fraktionsgebiete verwurstet worden sin. Ich glaube die Einsicht ist da bzw wie Du schreibst war sie wohl schon lang da bei ZOS, da ich mir nicht vorstellen kann, dass man das revamp des ganzen VR Systems jetzt so aus dem Stegreif herausbringt.
Das Kampfsystem – also den direkten Kampf finde ich sehr gut, da stimmen auch Viele zu. Ein System wie bei HdRO, SWtOR und WoW ist meiner Meinung nach einfach nicht zeitgemäss, sowas sollen idR nur Caster haben und ewig Gestrige, sorry.

Was den Stil und die Aufnahmebereitschaft anbetrifft so kann ich mit VR8 als Gildenleiter dazu nur sagen, dass es schon zu einem großen Teil so ist wie ich geschrieben habe. Zumindest was ich halt so gesehen und gehört habe von Leuten, die schon lang nicht mehr da sind. So liefen einige Leute mit Level 15 noch bekleidet nur mit einem Brustpanzer, Hose und ihrer Waffe herum- weil sie nix anständiges gefunden hatten- das crafting haben sie komplett übersehen und kamen auch nicht darauf klar, dass die gecrafteten Items meist besser sind als Loot. Auch mit den Möglichkeiten den Charakter aufzubauen waren die Meisten schier überfordert. Die Forderung nach mehr Slots in der Leiste und Skilltrees wie in anderen MMOs war die Folge. Schließlich das “nicht klarkommen” mit dem Auseinanderhalten von NSCs und Spielern und das Fehlen der Nameplates…usw. die Liste ist endlos.
Schliesslich sehe ich meine Meinung auch noch einmal im Release von Wildstar bestätigt. Eben dieses wurde ja dann kurz nach ESO zum Fluchtpunkt. Doch nach einigen Wochen wurde auch Wildstar wieder niedergeredet..so geht es immer weiter. Heuschrecken eben.
Ich denke viele MMO Spieler suchen nicht nach Innovation. Sie wollen einfach, dass alte Systeme und Mechaniken in schöne Grafik und eine stimmige Welt verpackt werden. Würde Blizzard WoW mit EQN Grafik bringen, wäre es wahrscheinlich die kommenden 10 Jahre ganz oben.
Falls sich die Spielerzahl bei ESO bei 700k hält, bin ich zuversichtlich, dass es keine Änderung ihm Bezahlmodell geben wird. Die meisten der 35 Leute in meiner Gilde wären sofort weg, wenn sich da etwas ändern würde.

Gerd Schuhmann

Würde Blizzard WoW mit EQN Grafik bringen, wäre es wahrscheinlich die kommenden 10 Jahre ganz oben.

——-
Jo, das glaub ich auch. Ich glaube auch, wenn sie bei WoW den Content-Nachschub auf “alle 2 Monaten was Neues” hochdrehen würden und dabei die Qualität halten, hätten sie noch paar Millionen Spieler mehr. Aber weiß man halt nicht.

Ich meinte mit dem Kampfsystem nicht, dass ich gegen die Ideen bin, sondern die Umsetzung fand ich nicht so gelungen. Da wollen sie ja auch nachbessern.

Ich frag mich wirklich, wie gut TESO bis zum neuen Jahr ist. Wie schnell sie das liefern können, was sie planen. Und ob es dann noch eine “zweite” Chance gibt, einen Neustart für das Spiel. Ich mein “Mainstream” wird TESO wohl nie, das muss auch kein MMO werden.

Ich wär bei Zenimax gern Mäuschen und würde zu gern wissen, wie sie das selbst intern bewerten, die letzten 4 Monate und die ursprünglichen Konzepte. Aber das wird man halt nie rauskriegen.
Gab mal bei Warhammer Online nach der Einstellung dann Dev-interviews, wo der Chef-Designer klar gesagt hat: “Das und das ging schief, das war los, das war ein Problem.” Das ist natürlich superinteressant.

Gorden858

Also hoffen wir das TESO das selbe Schicksal blüht, damit wir dann unsere Infos kriegen? 😉

Gerd Schuhmann

Ich hoffe mehr darauf, dass wer im Unfrieden geht und dann ein großes Enthüllungs-Interview gibt. Aber das können sich eigentlich nur Leute an der Spitze der Nahrungskette erlauben oder welche, die dann ganz aus der Branche aussteigen.
Aber das ist schon interessant, was man dann so hört. Als World of Darkness eingestellt wurde, kamen dann auch so Interviews raus, wie das Projekt lief – das ist schon faszinierend.

Gerd Schuhmann

Grundsätzlich denke ich, dass ein neues MMO wie TESO ganz andere Vorzüge hat als ein gewachsenes wie HdRO. Das ist ein unfairer Vergleich in beide Richtungen. TESO kann nicht so viel Content haben wie HdRO – und HdRO kann technisch nicht mit TESO mithalten.

Wobei du mit deiner Analyse, was dem Spiel fehlt, glaub ich, ins Schwarze triffst. Die flache Itemprogression … – das war nix. Das sind auch genau die Punkte, an denen sie jetzt arbeiten. Wobei ich’s völlig okay finde, HdRO zu zocken. Jeder das, was ihm am meisten Spaß macht. Setzt halt jeder die Prioritäten anders.

Ich war auch lange Zeit bei neuen MMOs sehr skeptisch und hab eigentlich immer die erste Erweiterung abgewartet, weil dann schon die meisten Kinderkrankheiten und Design-Fehler weg waren. Aber andererseits hab ich dann jedesmal diese Gründerphase verpasst. Hat alles Vor- und Nachteile.

Judah

Nein ich erwarte auch keinen Content in der Menge/Größe bei ESO wie ihn seit Jahren gewachsene MMO’s haben. Mir geht’s auch nicht um Breite, sondern um Tiefe. Bei HdRo fallen mir die grafischen Mängel während des Spielens nur wenig auf, dass schafft dieses Spiel, in dem es genug Futter und Motivation bietet.
ESO ist optisch prachtvoll, aber bietet eben für meinen Geschmack wenig Futter und Motivation. Es gibt so viele kleine Dinge, an die die Entwickler hätten denken können, um die Motivation zum Weiterspielen zu erhöhen. Warum gibt es z.B. keine Ränge in der Magier- und Kriegergilde, die man als Titel vor seinen Namen setzen kann? etc., etc., etc…

Und natürlich die fehlende Itemprogression in Kombination mit den immer gleichen zu nutzenden Fertigkeiten, die die dem Spieler das Gefühl vermitteln, seinen Charakter überhaupt nicht zu entwickeln…

Natürlich kann es sein, dass man in den Veteranenrängen (also im derzeitigen Endgame!) neue Fertigkeitskombinationen in bestimmten VR-Verliesen benötigt, nur bis dahin haben viele Spieler ESO eben als zäh, langweilig und wenig motivierend erlebt.

Ich glaube auch ehrlich gesagt, dass Zenimax von 700000 Abonnenten enttäuscht ist und sich nicht besonders darüber freut…

Dave

Natürlich. Aber wem das Spiel schon in der Levelphase zu langweilig wird der hat schlicht das falschen Spiel gekauft weil die nämlich ganz besonders gut gelungen ist. Das ist auch ein Punkt in dem sich Kritiker und Fans einig sind.

Ich habe HdRO auch 2007 gespielt – damals war es nicht annähernd an dem Spiel, das es heute ist wenn man den Umfang betrachtet. Und damit meine ich insbesondere die “kleinen Dinge” rechts und links.

Natürlich sind 700k sicherlich keine Millionen rentieren wird es sich in dieser Größenordnung als MMO allemal doch den Bemühungen nach die aktuell angekündigt sind reicht den Entwicklern dies nicht …

Kaladhor

“Natürlich kann es sein, dass man in den Veteranenrängen (also im
derzeitigen Endgame!) neue Fertigkeitskombinationen in bestimmten
VR-Verliesen benötigt, nur bis dahin haben viele Spieler ESO eben als
zäh, langweilig und wenig motivierend erlebt.”
Das Problem hatte ich anders erlebt. Man hat 50 Level lang eine einzige Skillung benutzt und kam ohne Probleme durchs Spiel, dann fängt man in den VetGebieten an und sieht kein Land mehr. Gut, sieht man sich seine Skills alle mal an und sucht sich passendere heraus, aber diese darf man dann erstmal “leveln”, damit die überhaupt nützlich sind. Das ist doch ein absolutes No-Go.

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