Der Pazifist
Was durchaus ein spannendes Charakter-Konzept sein kann, wenn es gut und mit Gespür umgesetzt wird, kann auch schnell alles unnötig kompliziert machen. Dieser Vertreter will alles friedlich lösen und verzeiht ohnehin jedem. Vermutlich dankt er sogar noch dem Taschendieb, dass er ihn um seinen Goldbeutel erleichtert.
Ein Dämon steht euch mit gezogener Waffe gegenüber? Kein Problem, kann man bestimmt diplomatisch lösen. Denn dieser Charakter kämpft nicht. Nie. Absolut gar nicht. Denn er steht über der Gewalt. Ohnehin ist das Wort stärker als das Schwert. Und „kill them with kindness“ funktioniert auch bei dem noch so bösen Teufel garantiert. Einen Gallertwürfel kann man bestimmt auch tot quatschen.
Was punktuell sicherlich spannend sein kann, wird langfristig in einer Gruppe eher zum Problem. Denn Kämpfe gehören zu den Kernmechaniken von Dungeons & Dragons und die meisten Spieler wollen sie auch nutzen. Wofür hat man sonst riesige Feuerbälle und coole magische Waffen?
Ist eure Kampagne also nicht auf reines Rollenspiel ausgelegt, ist der Pazifist eher hinderlich, sofern sein Spieler nicht einen Weg findet, alles unnötig zu verkomplizieren und sich anders für die Gruppe einzusetzen. Das verlangt jedoch einiges an Geschick und Erfahrung, weshalb vor allem Anfänger hier die Finger von lassen sollten.
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