Diese Internet-Verbindung  braucht ihr für Stadia, Googles tolle neue Welt

Stadia soll Gaming revolutionieren. Ihr braucht keine Konsole mehr und spielt per Streaming wo ihr wollt. Doch welche Internetverbindung ist dazu nötig?

Was kann Stadia? Kurz zusammengefasst erlaubt es euch der Streaming-Dienst auf so gut wie jedem Gerät zu spielen, ohne dass ihr dafür einen leistungsstarken PC oder eine Konsole benötigt.

Schaut ihr euch etwa auf Youtube den Trailer eines neuen Spiels an, dann erscheint ein „Jetzt spielen“-Button, den ihr anklickt und schon legt ihr los. Ohne Download und Installation. Und das grundsätzlich selbst auf einem Smartphone oder auf einem schwachen PC im Browser.

Stadia-Controller

Wie schnell muss das Internet sein?

Welche Internetverbindung ist dazu nötig? Wie bei allen Streamingdiensten hängt die Qualität natürlich von der Geschwindigkeit eurer Internetleitung ab. Und genau hierzu hat sich Googles Phil Harrison geäußert.

  • Zum Spielen in der Auflösung 1080p bei 60 fps sind 25 MBit/s nötig.
  • Für 4K mit 60 fps braucht ihr 30 MBit/s.

Laut Phil Harrison erreicht Google Stadia in Tests aber schon mit 20 MBit/s 1080p mit 60 fps. Man will sich jedoch einen Puffer schaffen.

Warum könnte das in Deutschland zum Problem werden? 25, respektive 30 MBit/s hört sich nicht nach so viel an. Unitymedia, Vodafone und die Telekom bieten vereinzelt schon Gigabit-Verbindungen mit bis zu 1.000 Mbit/s an. Und doch liegt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit der Haushalte in Deutschland laut einer Erhebung des Infrastrukturbetreibers Akamai nur bei durchschnittlich 15,3 Mbit/s.

Auch ein Test der Breitbandgeschwindigkeit, welcher von der Bundesnetzagentur durchgeführt wurde zeigt, dass nur bei 12,8 Prozent der Nutzer die vom Anbieter vereinbarte Datenübertragungsrate erreicht wird.

Ganz besonders heftig ist dies im Mobilfunk-Sektor, wo nur 1,5 Prozent der Nutzer die volle Datenübertragungsrate erzielen.

Bis 2025 sollen laut der Groko-Vereinbarung alle Bürgern in Deutschland einen Anspruch auf einen Breitband-Anschluss haben. Stadia startet aber schon in diesem Jahr und welche Geschwindigkeit selbst bei einem Anspruch auf Breitband letzten Endes beim Kunden erzielt wird, steht auf einem anderen Blatt.

Stadia wird sich zum Start also nur an diejenigen richten, die tatsächlich über eine schnelle und stabile Internetverbindung verfügen.

Stadia wird stetig verbessert

So will Google helfen: Google ist sich des Problems bewusst und plant daher, den an Stadia interessierten Kunden dabei zu helfen, ihre Internetverbindung zu optimieren. Dazu gehört auch eine Beratung hinsichtlich der Hardware.

Beispielsweise wurde als erster Tipp gegeben, dass man den Stadia-Controller nicht per Bluetooth, sondern per WiFi verbinden soll, da Bluetooth sehr langsam sei.

Stadia soll zudem immer weiter verbessert werden, auch was die Latenzzeiten angeht. Diese sind momentan noch spürbar aber laut ersten Testern in Ordnung für tolerante Spieler.

Wer ohne jegliche Verzögerung spielen will, der sollte vielleicht mit dem Einstieg in Stadia noch etwas warten.

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Autor(in)
Quelle(n): MMOCultureIGNArs Technica
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